#1

Vuelta Ciclista al Pais Vasco (PT)

in Rennberichte 05.04.2009 22:49
von El Imbatido | 44 Beiträge




Startliste:


001 AXELSSON Niklas
002 VALVERDE BELMONTE Alejandro
003 PELLIZOTTI Franco
004 BOTCHAROV Alexandre
005 DANIELSON Tom
006 PEREZ SANCHEZ Francisco
007 HORRACH RIPPOLL Joan
008 ERVITI Imanol



011 BOBRIDGE Jack
012 FULGSANG Jacob
013 HANSEN Adam
014 JUFRE POU Josep
015 KIRCHEN Kim
016 NIERMANN Grischa
017 PORTE Richie
018 ZABALLA Constantino



021 NOVOA Joaquin
022 OROZ UGALDE Juan Jose
023 PALOMARES VILLAPLANA Adrian
024 PEREZ LEZAUN Alan
025 PEREZ MORENO Ruben
026 ROVIRA POUS Jaume
027 SANCHEZ GIL Luis Leon
028 VELASCO MURILLO Ivan



031 ARRIETA LUJAMBIO José Luis
032 BELOTTI Francesco
033 KERN Christophe
034 LANDALUZE INTXAURRAGA Inigo
035 LOPEZ GARCIA David
036 PENA Victor Hugo
037 PIERFELICI Luca
038 SABIDO Hugo



041 ANTON HERNANDEZ Igor
042 ARROYO DURAN David
043 DE GREEF Francis
044 JORGENSEN Jonas Aaen
045 MONFORT Maxime
046 PINEAU Jerome
047 PLIUSCHIN Alexandre
048 VAN DEN BROECK Jurgen



051 EFIMKIN Vladimir
052 KISERLOVSKI Robert
053 KNEES Christian
054 EICHLER Markus
055 TOSATTO Matteo
056 CHEULA Giampaolo
057 GAVAZZI Mattia
058 GAVAZZI Francesco



061 FOTHEN Markus
062 GOMEZ MARCHANTE José Angel
063 LOWE Trent
064 ROULSTON Hayden
065 SCHRÖDER Björn
066 SIUTSOU Kanstantin
067 VAN GOOLEN Jurgen
068 VAUGRENARD Benoît



071 CRIEL Tom
072 HAEDO Lucas Sebastian
073 HESJEDAL Ryder
074 SEVILLA Oscar
075 SOKOLOV Evgeny
076 SANCHEZ PIMIENTA Julien
077 VEILLEUX David
078 VENNELL Jeremy



081 CUESTA LOPEZ DE CASTRO Inigo
082 EFIMKIN Alexander
083 FÖRSTER Robert
084 HERRADA LOPEZ José
085 MONCOUTIE David
086 MOREAU Christophe
087 SASTRE CANDIL Carlos
088 WEGMANN Fabian



091 MOSQUERA Ezequiel
092 RODRIGUEZ OLIVER Joaquin
093 CUSIN Remy
094 KRISTOFF Alexander
095 GOUBERT Stéphane
096 MARZOLI Ruggero
097 TIRALONGO Paolo
098 PARDILLA BELLÓN Sergio



101
102
103
104
105
106
107
108



111 CAPECCHI Eros
112 COPPEL Jérôme
113 JACOBS Pieter
114 LADAGNOUS Mathieu
115 MUTO Pasquale
116 ROLLAND Pierre
117 SALERNO Cristiano
118 WYSS Marcel



121 DEKKER Thomas
122 ELTINK Theo
123 FREIRE GOMEZ Oscar
124 GARATE Juan Manuel
125 HUSHOVD Thor
126 TANKINK Bram
127 VAN DIJK Stefan
128 WEYLANDT Wouter



131 ALBASINI Michael
132 CONTADOR VELASCO Alberto
133 GESINK Robert
134 HORNER Christopher
135 NAVARRO GARCIA Daniele
136 PONZI Simone
137 POZZOVIVO Domenico
138 ZUBELDIA AGIRRE Haimar



141 DE LA FUENTE RASILLA David
142 CALVENTE GORBAS Manuel
143 ISASI FLORES Inaki
144 LAFUENTE OLAGUIBEL Andoni
145 NIEVE ITURALDE Mikel
146 PEDRAZA Walter
147 PEREZ ARRIETA Aitor
148 COSTA Rui



151 ANZA Santo
152 FERNANDEZ DE LA PUEBLA RAMOS Alberto
153 LEUKEMANS Björn
154 VELITS Martin
155 VOECKLER Thomas
156 HAMILTON Tyler
157 PATE Danny
158 DURAN AROCA Arkaitz



161
162
163
164
165
166
167
168



171 ARDILA CANO Mauricio Alberto
172 BIONDO Maurizio
173 CHICCHI Francesco
174 D'ANIELLO Antonio
175 DEGENKOLB John
176 DUPONT Hubert
177 FERRARI Roberto
178 FUMAGALLI Cristiano



181 PEREIRO SIO Oscar
182 GUTIERREZ PALACIOS José Ivan
183 FRANK Mathias
184 DOMINGUEZ Ivan
185 ERICSSON Fredrik
186 BOLE Grega
187 TAILLEFER Fabien
188 CIOLEK Gerald



191
192
193
194
195
196
197
198



201
202
203
204
205
206
207
208



211 VICIOSO Angel
212 SZMYD Sylvester
213 ETXARRI MARIN Javier
214 HERNANDEZ BLAZQUEZ Jesus
215 ROSSI Enrico
216 SERPA José
217 LE FLOCH Guillaume
218 SANTAROMITA Ivan

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#2

RE: Vuelta Ciclista al Pais Vasco (PT)

in Rennberichte 06.04.2009 14:02
von El Imbatido | 44 Beiträge

Ein herzliches Grüß-Gott aus Ataun, wo in wenigen Minuten der Startschuss zur 49. Vuelta al País Vasco fallen wird. Bevor wir uns aber dem Renngeschehen widmen, werfen wir kurz ein Auge auf die kommenden Tage.

Gleich am heutigen Tag wird die Etappe hauptsächlich von kurzen, aber dennoch teilweise harten Anstiegen geprägt. Auf dem Tagesprogramm sind nicht weniger als neun Bergwertungen zu finden, demnach auch gleich eine große Chance, sich in der Bergwertung wichtige Punkte zu sichern. Eine Vorentscheidung in der Gesamtwertung wird an diesen Anstiegen noch nicht fallen, das kann ich mit Sicherheit behaupten, aber eins ist auch klar, das Rennen kann man bereits nach dieser Etappe verloren haben.

Weiter geht es dann am zweiten Tag mit einer ähnlich schweren Etappe. Mit einem Anstieg der ersten Kategorie steht den Fahrer hier bereits ein richtiger Brocken bevor, aber da dieser bereits nach etwa 20 Kilometern zu absolvieren ist, wird er wohl noch nicht viel zur Rennentscheidung beitragen. Auch an diesem Tag werden mit sechs Bergwertungen viele Punkte für das mehr oder weniger begehrte Bergtrikot vergeben. Obgleich es viele Bergwertungen im Verlauf der zweiten Etappe gibt, ist eher mit einem Sprint zu rechnen, da die Anstiege zum Ende hin immer leichter werden, wenn man hier von leicht als Hobbysportler überhaupt sprechen darf.

Die dritte Etappe ist in meinen Augen die Königsetappe der diesjährigen Baskenland-Rundfahrt. Nicht nur wegen den beiden Anstiegen der ersten Kategorie, nein, hauptsächlich deswegen, weil diese Etappe mit einem Berg der ersten Kategorie abgeschlossen wird – für Spannung ist also mit Sicherheit gesorgt.

Die vierte Etappe verspricht weniger Spannung, doch auch sie muss sich mit sieben Bergwertungen nicht verstecken. Diese Berge sind zwar nicht so schwer wie die an den Tagen davor, doch man muss hier natürlich beachten, dass die Fahrer bereits drei harte Tage in den Beinen verspüren werden.

Auch im Laufe der fünften Etappe gilt es sieben Bergwertungen zu absolvieren. Aber wie am Vortag sind auch diese nicht die Schwersten.

Kommen wir aber nun zur abschließenden Etappe der diesjährigen Baskenland-Rundfahrt, dem bereits traditionellen Zeitfahren. Hier wird das Gesamtklassement noch einmal auf den Kopf gestellt. Wer keine zeitfahrerischen Qualitäten vorweisen kann, wird an der Spitze nichts zu suchen haben. Das Zeitfahren zieht sich über 24 Kilometer im baskischen Ort Zalla. Als wäre das nicht schon genug, gilt es hierbei auch noch einen leichten Anstieg zu absolvieren, der an die Substanz der Fahrer gehen wird.

Das war eine kurze Vorschau auf das, was Sie in den kommenden Tagen bei uns erwarten wird. Die Fahrer werden ihres dazu beitragen, dass diese Etappen nicht nur schön, sondern auch spannend mit anzusehen sind. Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist soeben der Startschuss zur ersten Etappe der 49. Vuelta al País Vasco gefallen. So ist es, soeben zeigt uns die spanische Regie die ersten Bilder der 143 Fahrer, die die kommenden sechs Tage in Angriff nehmen werden. Mit dabei ist neben den Topfavoriten Contador, Valverde, Kirchen, Sastre und Thomas Dekker auch der Vorjahressieger Niklas Axelsson vom Team Caisse d’Epargne, der sich auch für die heurige Baskenland-Rundfahrt einiges vornimmt.

2 Kilometer
Nach wenigen Metern erfolgt der erste Ausreißversuch. Gleich mehrere Fahrer versuchen dem Saxo Bank-Fahrer zu folgen. Bisher konnte ich noch nicht erkennen, wer dieser Fahrer vom Team rund um Maxime Monfort ist. Aber sofort reagiert das Feld. War klar, dass sie dieser großen Gruppe keine Chance geben werden. Initiator dieser Gruppe war der Spanier David Arroyo vom Team Saxo Bank. Weiters kann ich noch Walter Pedaraza vom Team Cofidis, Christiano Salerno vom Team Francaise des Jeux, Jose Serpa, Christophe Kern, Alex Efimkin, Trent Lowe und Sokolov erkennen. Einige große Kaliber konnten sich bereits in dieser frühen Anfangsphase finden, die aber voraussichtlich nur auf die Bergwertung gehen werden, aber warten wir einmal ab, wie weit sie noch kommen werden.

6 Kilometer
Bereits nach 4 000 Metern wurde die acht-köpfige Spitzengruppe wieder gestellt. Vor allem Astana, Caisse d’Epargne und Columbia waren dafür verantwortlich, dass die Gruppe wieder gestellt wurde. Aber einige Fahrer lassen hier nicht locker und so wird munter weiter attackiert. Einige bereits bekannte Gesichter versuchen es erneut. Darunter wieder David Arroyo und Jose Serpa. Aber wieder wird hinten sofort wieder reagiert und wieder wird es sich nur um Kilometer handeln, bis sie wieder eingeholt werden.

19 Kilometer
Mittlerweile konnte sich eine Gruppe vom Hauptfeld lösen, das zur Zeit etwa 1‘09“ hinter der Spitzengruppe liegt. Die Spitzengruppe besteht aus vier Fahrern, die nun ihr Glück in Form eines Ausreißversuches suchen. Darunter folgende Fahrer:

Zitat
033 KERN Christophe
075 SOKOLOV Evgeny
146 PEDRAZA Walter
216 SERPA José



Diese vier Fahrer werden nun auch in Kürze die Bergwertung unter sich ausmachen. Bei diesem Berg handelt es sich um einen der dritten Kategorie, demnach werden drei Punkte für den Ersten, zwei für den Zweiten und einen für den Dritten vergeben. Jose Serpa versucht sich nun mit einer kleinen Attacke rund 200 Meter vor der Bergwertung von seinen Begleitern zu lösen um die Punkte unumstritten holen zu können. Walter Pedraza gibt sich aber noch nicht geschlagen, er versucht seinem Landsmann zu folgen. Es reicht aber leider nicht ganz für den Cofidis-Fahrer, denn Jose Serpa hat die Nase beim imaginären Wertungsstrich vorne und sichert sich so drei Punkte und trägt damit das virtuelle Bergtrikot, was aber noch nichts heißt, denn es stehen den Fahrern noch acht weitere Bergwertungen bevor. Platz drei geht übrigens an Christophe Kern vom Team Vacansoleil.

Zitat von Alto Urkillaga
1. 216 SERPA José 3
2. 146 PEDRAZA Walter 2
3. 033 KERN Christophe 1



80 Kilometer
Wir machen nun einen kleinen Sprung zum 80. Kilometer, denn in der letzten Rennphase passierte nichts Entscheidendes, was zu erwähnen wäre. Erwähnen müssen wir natürlich noch den Ausgang der letzten Bergwertungen, denn davon gab es ja zwischen Kilometer 20 und 80 einige:

Zitat von Alto Olaberria
1. 146 PEDRAZA Walter 3
2. 216 SERPA José 2
3. 033 KERN Christophe 1



Zitat von Alto de Eizaga
1. 146 PEDRAZA Walter 3
2. 216 SERPA José 2
3. 075 SOKOLOV Evgeny
1



Zitat von Alto de Deskarga
1. 216 SERPA José 3
2. 146 PEDRAZA Walter 2
3. 075 SOKOLOV Evgeny
1



Zitat von Alto de Udana
1. 216 SERPA José 6
2. 146 PEDRAZA Walter 4
3. 075 SOKOLOV Evgeny 2
4. 033 KERN Christophe 1



Nur noch wenige Meter bis zur nächsten Bergwertung, wieder eine Bergwertung der dritten Kategorie. Mittlerweile konnte Jose Serpa bereits 16 Punkte sammeln, auf Platz zwei liegt Walter Pedraza, der bei 14 Punkten hält. Es bleibt also weiterhin spannend, denn es ist gut möglich, dass dies die letzte Bergwertung ist, die die Spitzengruppe gemeinsam erreichen wird, denn das Hauptfeld liegt nur noch 39 Sekunden hinter der Spitzengruppe. Viele Teams sind an der Nachführarbeit beteiligt.

Der für BMC startende Kolumbianer Jose Serpa stockte sein Konto in der Bergwertung soeben um weitere drei Punkte auf, womit er nun zwei Punkte auf Pedraza Vorsprung hat, der sich Platz zwei und damit zwei Punkte sichert. Platz drei geht diesmal an Evgeny Sokolov vom Team Rock Racing.

Zitat
1. 216 SERPA José 3
2. 146 PEDRAZA Walter 2
3. 075 SOKOLOV Evgeny
1



120 Kilometer
22,5 Kilometer müssen die Fahrer noch hinter sich bringen, dann ist die erste Etappe Geschichte. Die Spitzengruppe wurde mittlerweile schon eingeholt und durchgereicht und befindet sich im Gruppetto, das sich bereits gebildet hat. Nun sollte es in die entscheidende Phase des Rennens kommen, denn nun stehen noch drei Bergwertungen an, die das Hauptfeld noch gewaltig trennen werden. Zunächst steht eine Bergwertung der zweiten Kategorie an, kurz darauf eine der dritten Kategorie und zu guter letzt noch eine der zweiten Kategorie.

Garate eröffnet nun das Feuer, er versucht sich vom Feld zu lösen. Jose Herrada und Jurgen Van Goolen versuchen ihm zu folgen, ansonsten macht das Feld keine Anstalten das Trio einzuholen. Jetzt formiert sich aber wieder Caisse d’Epargne an der Spitze des Feldes, sie wollen das Trio wieder stellen. Aber es sieht ganz gut aus für Garate & Co, denn der Vorsprung beträgt bereits 14 Sekunden auf die große Verfolgergruppe, die nun von Columbia angeführt wird. Durch diese Tempoverschärfung von Garate mussten im hinteren Teil des Feldes einige Fahrer dem Tempo Tribut zollen, geschätzte 60 Fahrer befinden sich nun noch im Favoritenfeld.

Wir sehen nun auch einen bereits sehr kämpfenden Victor Hugo Pena im Bild. Der Vacansoleil-Profi hat bereits jetzt gewaltige Schwierigkeiten und wird mit Sicherheit nichts mit dem Ausgang dieser Etappe zu tun haben.

Garate führt noch immer das Führungstrio an, dahinter müssen Van Goolen und Herrada bereits kräftig auf die Zähne beißen, denn der Spanier gibt ein gewaltiges Tempo an. Der Vorsprung auf das Hauptfeld beträt aber nur mehr neun Sekunden, das nun Chris Horner und Simone Ponzi vom Team Astana angeführt wird. Die beiden machen gewaltig Druck, aber sie werden es wohl nicht mehr lange durchhalten an der Spitze des Feldes.

Garate erreicht nun als Erster die Bergwertung und bekommt damit sechs Punkte auf sein bisher noch leeres Konto gutgeschrieben. Platz zwei und damit vier Punkte gehen an Jose Herrada, Platz drei an Jurgen Van Goolen und Platz vier an Chris Horner vom Team Astana.

Zitat
1. 124 GARATE Juan Manuel 6
2. 084 HERRADA LOPEZ José 4
3. 067 VAN GOOLEN Jurgen 2
4. 134 HORNER Christopher 1



Horner führte das Hauptfeld mit einem Rückstand von knapp 11 Sekunden über die Bergwertung, musste aber kurz darauf aus der Führung gehen. Auch sein Teamkollege Simone Ponzi ist völlig erschöpft, beide haben bereits den ganzen Tag an der Führungsarbeit teilgenommen und das hinterlässt natürlich auch Spuren. Jetzt herrscht Uneinigkeit im Hauptfeld, denn keiner will die Führung übernehmen. Caisse d’Epargne ist nur noch mit ihren besten Fahrern vertreten, die anderen mussten das Hauptfeld ebenfalls schon ziehen lassen, da sie sehr viel Arbeit durchführten. Der letzte übergebliebene Helfer von Kim Kirchen übernimmt nun die Tempoarbeit im Feld, Josep Jufre Pou. Kann er Garate und seine Begleiter stellen? Wird wohl schwer werden…

128 Kilometer
Nun wird die vorletzte Bergwertung überquert. Eine Bergwertung der dritten Kategorie. An der Spitze befindet sich noch immer das Trio, das sich vor etwa 10 Kilometer vom Hauptfeld lösen konnte und dieses Hauptfeld liegt bereits 26 Sekunden zurück, denn noch immer will keiner die Führungsarbeit übernehmen und Jufre Pou, der nun schon seit langer Zeit die Führungsarbeit macht, wird schon langsam müde und kann das Tempo der Führenden nicht halten. Nun schickt Alejandro Valverde seine beiden Helfer Botcharov und Danielson an die Spitze, sie sollen dafür sorgen, dass das Trio wieder gestellt wird.

Währenddessen sicherte sich Garate auch diese Bergwertung. Wieder belegt Herrada den zweiten Platz und Van Goolen den dritten Platz.

Zitat
1. 124 GARATE Juan Manuel 3
2. 084 HERRADA LOPEZ José 2
3. 067 VAN GOOLEN Jurgen 1



132 Kilometer
In Kürze geht es in den abschließenden Anstieg, der mit einer Bergwertung der zweiten Kategorie versehen wurde. Noch immer führen Garate, Herrada und Van Goolen das Rennen an, etwa 19 Sekunden dahinter befindet sich das Hauptfeld, das nun nur noch von den beiden Caisse d’Epargne-Fahrern angeführt wird. Manche Favoriten werden nun schon nervös, sie wissen, dass sie noch an das Trio rankommen müssen, um noch Chancen auf den Tagessieg haben zu können.

134 Kilometer
Es geht nun in den abschließenden Anstieg. Hier wird sich zeigen, wer noch die größten Kraftreserven inne hat. Der Vorsprung des Führungstrios wird immer kleiner, er beträgt nur noch 17 Sekunden. Hauptsächlich dadurch, da nur noch Van Goolen und Garate an der Führungsarbeit teilnehmen. Herrada scheint entweder keine Kräfte mehr zu haben oder er pokert.

Hinten im Feld bekommt der Spanier David Arroyo Probleme mit dem hohen Tempo. Er ließ wohl zu viel Kraft zu Beginn der Etappe liegen, Schade. Damit nur noch gut 40 Fahrer im Hauptfeld vertreten. Attacke vom Spanier Luis Leon Sanchez Gil. Der Euskaltel-Profi zeigt nun als erster Nerven und kann es wohl nicht mehr erwarten, zu den Führenden aufzuschließen. Sofort stiefeln einige Fahrer hinterher, damit wird er wohl nichts erreichen. Der Vorsprung des Trios an der Spitze schrumpft und schrumpf und ich höre gerade, dass ein weiterer Fahrer aus dem Hauptfeld heraus attackiert haben soll. Ja, Thomas Dekker vom Team Rabobank versucht wohl zu seinem Teamkollegen aufzuschließen, aber die anderen Favoriten sind sehr aufmerksam und lassen den Holländer keinen Meter weg.

Noch 300 Meter bis zur Bergwertung, es wird ganz eng für das Führungstrio, das nur noch 13 Sekunden Vorsprung auf das Hauptfeld hat, aber jetzt will keiner mehr Tempo machen hinten. Ein weiterer Favorit muss reißen lassen, Luis Leon Sanchez Gil, der Euskaltel-Profi, der ohne Manager am Start steht. Seine Attacke kostete wohl zu viel Substanz, die ihm jetzt abgeht. Auch Carlos Sastre hat jetzt bereits Probleme mit dem Tempo. Ihm fehlt es wohl noch an Form. Auch Igor Anton muss dem Tempo Tribut zollen, auch er hat heuer noch kein großes Pensum an Rennen absolviert, das ihm nun zum Verhängnis wird. Aber auch Kim Kirchen, Alejandro Valverde und Alberto Contador sehen nicht mehr so frisch aus, wie sie es noch am Beginn dieser Etappe taten. Auch sie können noch kein großes Arbeitspensum vorweisen, können sich aber noch an der Gruppe festhalten.

Wie ich soeben über Funk mitbekommen habe, konnten Anton und Sastre wieder aufschließen. Eventuell war es ja auch nur ein kleiner Schwächeanfall, aber Hauptsache sie sind nun wieder im Hauptfeld vertreten.

In der Zwischenzeit sicherte sich Garate die letzte Bergwertung. Auch hier belegt Herada den zweiten und Van Goolen den dritten Platz. Platz vier geht diesmal an Sergio Pardilla

Zitat
1. 124 GARATE Juan Manuel 6
2. 084 HERRADA LOPEZ José 4
3. 067 VAN GOOLEN Jurgen 2
4. 098 PARDILLA BELLÓN Sergio 1



Damit steht nun auch fest, dass Jose Serpa am morgigen Tag das Trikot des besten Bergfahrers tragen wird, Glückwunsch an sein Team.

Das Hauptfeld überquerte die Bergwertung mit einer Verspätung von 16 Sekunden. Das Tempo ist nun wieder ein bisschen langsamer geworden hinten, deswegen konnten auch die abgefallenen Fahrer wieder aufschließen.

noch 1 000 m
Der letzte Kilometer für das Führungstrio. Sie konnten das Hauptfeld auf Distanz halten und nun den Sieg unter sich ausmachen. Wer kann die erste Etappe der diesjährigen Baskenland-Rundfahrt für sich entscheiden und damit auch ins Führungstrikot schlupfen? Herrada hat sich seit einigen Kilometern im Windschatten seiner Begleiter ausgeruht, hat er nun deswegen einen Vorteil oder ist er einfach blau?

Garate muss den Sprint von vorne anfahren. An seinem Hinterrad hängt der Belgier Jurgen Van Goolen vom Team Cervelo, das gestern einen neuen Teamchef finden konnte. Für diesen wäre das natürlich ein Einstand nach Maß, aber da hat auch noch ein junger Spanier namens Jose Herrada was dagegen. Der Spanier vom Team Bouygues Telecom zeigte bei den Bergwertungen immer, dass er sich in einer guten Form befindet, aber hat er auch die Endschnelligkeit in einem solchen Sprint?

Garate scheint sich wohl mit einem Podestplatz zufrieden geben, denn er drückt weiterhin aufs Tempo, damit der Vorsprung nicht zu gering wird. Klar, er hätte auf jeden Fall gute Chancen, sich das Trikot in den kommenden Tagen zu holen und es dann eventuell bis zur letzten Etappe zu halten. Noch 300 Meter bis zum Ziel und jetzt geht Jurgen Van Goolen aus dem Sattel. Jose Herrada steigt sofort hinterher und auch Garate versucht sich an Herrada anzuhängen. Das sieht gut aus für den Belgier, aber jetzt kommt Herrada. Jose Herrada! Er passiert den Belgier und holt sich mit großer Wahrscheinlichkeit den Tagessieg, das Führungstrikot und das Nachwuchstrikot! Ja! Jose Herrada gewinnt die erste Etappe der 49. Vuelta al Pais Vasco! Gratulation! Platz zwei geht an Jurgen Van Goole und Platz drei an Juan Manuel Garate.

Jetzt heißt es auf die Verfolger zu warten. 20 Sekunden hatten sie drei Kilometer vor dem Ziel Rückstand. Angeführt von Kim Kirchen erreicht das Hauptfeld das Ziel mit einem Rückstand von 22 Sekunden. Die weiteren Platzierungen können Sie dann in wenigen Minuten nachlesen. Morgen folgt dann die zweite Etappe, die bestimmt nicht so ausführlich wie die heutige werden wird. Bis dahin.. Ciao!


Er konnte heute alle überraschen – Jose Herrada Lopez

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#3

RE: Vuelta Ciclista al Pais Vasco (PT)

in Rennberichte 07.04.2009 14:48
von El Imbatido | 44 Beiträge

Ein recht herzliches Willkommen aus Villatuerta, dem heutigen Zielort der zweiten Etappe der 49. Vuelta al País Vasco. Am heutigen Tag gilt es für die Fahrer 160 Kilometer zu absolvieren. Im Laufe der Etappe warten neben den täglichen drei Intermediate-Sprintwertungen sechs Bergwertungen. Eine dieser Bergwertungen wurde auch mit der ersten Kategorie versehen, was eigentlich auf einen schweren Berg hoffen lässt, doch dieser ist wohl zu früh platziert, um eine Entscheidung im Gesamtklassement herbeiführen zu können. Im Gegensatz zur gestrigen Etappe, wo wir das ganze Geschehen Live übertragen durften, fehlt es uns heute an Sendezeit und so können wir erst später, nämlich bei Rennkilometer 120, ins Live-Geschehen einsteigen. Bevor es aber dazu kommt, werde ich für Sie das bisher Geschehene in aller Kürze zusammenfassen…

Zitat
Los ging es pünktlich um 11 Uhr im gestrigen Start- und Zielort Ataun. Alle 143 Fahrer, die auch gestern an den Start gingen, machten sich auf den Weg an diesem schönen Dienstagvormittag. Gleich nach dem Start folgte ein leichter Anstieg, der auch mit der zweiten Kategorie versehen wurde. Nach rund 8 000 Meter erfolgte der erste Ausreißversuch, der von Mikel Nieve vom französischen Pro Tour Team Cofidis initiiert wurde. Diese Gruppe ließ man wider Erwartens auch ziehen, denn es waren ursprünglich sieben Leute, von denen jedoch nach wenigen Kilometern wieder zwei zurück ins Hauptfeld geholt wurden. Neben Mikel Nieve waren in dieser Ausreißergruppe außerdem noch vertreten…

058. 145 NIEVE ITURALDE Mikel | 03:43:04 + 00:03:06
081. 118 WYSS Marcel | 03:44:57 + 00:04:59
084. 152 FERNANDEZ DE LA PUEBLA RAMOS Alberto | 03:44:57 + 00:04:59
117. 054 EICHLER Markus | 03:48:30 + 00:08:32
120. 065 SCHRÖDER Björn | 03:48:30 + 00:08:32

Diese Gruppe harmonierte fortan gut und so konnten sie auch bereits nach 18 Kilometer einen Vorsprung von 1‘48“ auf das „bummelnde“ Hauptfeld erzielen. Es zeigte sich jedoch sofort, dass das Hauptfeld die Ausreißer nicht weiter weg ziehen lassen wird, denn vor allem die Teams von Alejandro Valverde und Kim Kirchen zeigten sich in dieser frühen Anfangsphase mit einigen Fahrern an der Spitze. Aber auch Astana, Rabobank und weitere Teams trugen infolge dazu bei, dass der Vorsprung nie über 2‘30“ stieg.

Für die Bergwertungen verspürten mit Nieve und Schröder jedoch nur zwei Fahrer Interesse, die sich diese auch jedes Mal untereinander ausmachten. Nieve, der am gestrigen Tag große Probleme mit dem Höllentempo hatte und der sich noch nicht in Topform befindet, hatte überraschenderweise bei der Bergwertung der ersten Kategorie das Nachsehen und musste sich mit dem zweiten Platz an dieser Stelle begnügen. Ansonsten zog immer der Deutsche Björn Schröder den Kürzeren. Platz drei blieb in den meisten Fällen unerkämpft. Hier die jeweiligen Bergwertungen:
Alto de Lizarusti [2. Kategorie]
1. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 6
2. 065 SCHRÖDER Björn 4
3. 054 EICHLER Markus 2
4. 152 FERNANDEZ DE LA PUEBLA RAMOS Alberto 1

Alto de Lizarusti [1. Kategorie]
1. 065 SCHRÖDER Björn 10
2. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 8
3. 152 FERNANDEZ DE LA PUEBLA RAMOS Alberto 6
4. 054 EICHLER Markus 4
5. 118 WYSS Marcel 2
6. 124 GARATE Juan Manuel 1

Alto de Etxauri [3. Kategorie]
1. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 3
2. 065 SCHRÖDER Björn 2
3. 152 FERNANDEZ DE LA PUEBLA RAMOS Alberto 1

Alto de Guirguillano [3. Kategorie]
1. 065 SCHRÖDER Björn 3
2. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 2
3. 054 EICHLER Markus 1

Alto de Maneru [3. Kategorie]
1. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 3
2. 065 SCHRÖDER Björn 2
3. 152 FERNANDEZ DE LA PUEBLA RAMOS Alberto 1

Nach der vorletzten Bergwertung des Tages war auch klar, dass dies die letzte Bergwertung für die Spitzengruppe war, die diese unter sich ausmachen, denn das Feld war mittlerweile auf 28 Sekunden herangekommen. Von diesem Zeitpunkt an drückte Columbia mächtig aufs Gas. Schon jetzt wollten sie das Feld stark selektieren, was ihnen aber noch nicht gelang, denn dafür waren die Anstiege einfach zu leicht und zu „flach“. Nach der vorletzten Bergwertung war jedoch auch klar, dass Mikel Nieve mit großer Wahrscheinlichkeit das Bergtrikot von Jose Serpa erben wird, denn Nieve führt nach den bisherigen fünf Bergwertungen mit 22 Punkten in der Bergwertung. Neuer Zweiter ist der Deutsche Björn Schröder, der bei 21 Punkten hält. Auf Platz drei abgerutscht ist der Kolumbianer Jose Serpa, dem nun drei Punkte auf den Führenden fehlen.

Damit können wir nun in die Live-Übertragung übergehen. 130 Kilometer liegen bereits hinter den Fahrern, 30 fehlen noch bis zum ersehnten Ziel…



Das war‘s nun für die Spitzengruppe, ein kurzer Händedruck noch und dann verschwinden sie im noch großen Feld. Bis auf wenige Fahrer sind noch alle Fahrer im Hauptfeld vertreten, es deutet bisher alles auf einen Massensprint hin, außer am abschließenden Anstieg der dritten Kategorie kann sich noch eine Gruppe lösen. Auch der „Gelbe“, Jose Herrada Lopez sieht noch sehr frisch aus, er hält sich zur Zeit weit vorne im Feld auf.

Die Fahrer überqueren soeben einen kleinen Fluss und damit geht es nun auch in den abschließenden Anstieg. Sind die Fahrer oben angekommen, so folgt eine leichte Abfahrt und ein kurzes Flachstück bis zum Ziel. Und hier geht es auch schon los mit den ersten Attacken… Der Anstieg ist nicht besonders steil, deswegen wird hier auch kein Schlagabtausch der Favoriten erwartet, aber einige Fahrer wollen es trotzdem wissen. Sieht mir ganz nach dem jungen Kroaten Robert Kiserlovksi aus, der gestern deutlich hinter seinen Erwartungen als 64. das Ziel erreichte. An seinem Hinterrad hängt auch ein Fahrer des Teams Silence Lotto, ein Fahrer vom Team Cervelo und einer vom Team Bouygues Telecom. Im Hauptfeld reagiert man sofort. Saxo Bank hält nun mit dem jungen Belgier Francis De Greef das Tempo am Limit und so kann sich das Quartett auch nicht entscheidend lösen. Diese Grafik zeigt uns nun, wer in dieser Spitzengruppe vertreten ist:

Zitat
098 PARDILLA BELLÓN Sergio | 03:40:20 + 00:00:22
062 GOMEZ MARCHANTE José Angel | 03:43:04 + 00:03:06
181 PEREIRO SIO Oscar | 03:43:04 + 00:03:06
052 KISERLOVSKI Robert | 03:44:19 + 00:04:21



Wie Sie sehen können, ist hier mit Sergio Pardilla ein richtig gefährlicher Mann in der Gesamtwertung vorne mit dabei. Deswegen wird hier hinten wohl auch so mächtig Dampf gemacht. Der junge Mann von Bouygues Telecom zeigte sich schon am gestrigen Tag mächtig stark, kann er heute vielleicht sogar noch einen draufsetzen?

Es sind nun nur noch 3 Kilometer bis zum Gipfel. Acht Sekunden beträgt der Vorsprung des Quartetts an der Spitze. Im Hauptfeld sollten noch immer rund 80 Fahrer vertreten sein, also noch eine große Menge. Caisse d’Epargne, Astana und noch immer De Greef von Saxo Bank sorgen für immens hohes Tempo im Hauptfeld. Dadurch wird es sehr schwer werden für das Quartett an der Spitze.

Es hat nicht gereicht, das Hauptfeld konnte sich wehren und das Quartett wieder stellen. Jetzt müssen sie hier natürlich aufpassen, dass sie nicht durchgereicht werden, denn das Tempo ist noch immer äußerst hoch. Wir sehen nun eben den Deutschen Gerald Ciolek im Bild. Dieser scheint noch im Haupfeld zu sein. Sollte er sich über den Anstieg retten können, so hat er bestimmt gute Karten im Kampf um den Sieg. Aber bis er sich sicher sein kann, dass er am Massensprint teilnehmen kann, muss er noch etwa 1 500 Meter absolvieren, bis er am Gipfel des Anstieges ist.

Eine weitere Gruppe verabschiedet sich soeben vom Hauptfeld. Darunter der Argentinier Haedo, Michael Albasini, Björn Leukemans, Inaki Isasi und auch Gomez Marchante, der noch vor wenigen Kilometern ganz vorne zu sehen war. Er konnte die Strapazen des Anstieges nicht wegstecken.

Mit einer kurzen Attacke sichert sich Juan Manuel Garate den ersten Platz bei der letzten Bergwertung des Tages. Damit steht nun fest, dass Nieve bei der morgigen dritten Etappe das Bergtrikot tragen wird, Glückwunsch an den Spanier und natürlich auch an sein Team für diesen kleinen aber feinen Erfolg.

Alto de Lezaun [3. Kategorie]
1. 124 GARATE Juan Manuel 3
2. 146 PEDRAZA Walter 2
3. 067 VAN GOOLEN Jurgen 1

Garate ist wieder im Hauptfeld verschwunden, das noch rund 70 Fahrer umfasst. Darunter sollen auch Gerald Ciolek, Enrico Rossi, Thor Hushovd, Oscar Freire und Angel Vicioso sein. Weiters natürlich auch alle anderen Favoriten.

Kein Fahrer konnte sich mehr vom Hauptfeld absetzen und nun erreichen die Fahrer den letzten Kilometer. Viele wollen sich hier anscheinend am Massensprint beteiligen. Bisher kann man aber noch keinen Zug erkennen, denn viele Helfer haben die Sprinter nicht mehr mit dabei. Jetzt kommt Thor Hushovd mit Oscar Freire am Hinterrad. Dahinter hängt dann auch Angel Vicioso, der sich in einer guten Form befinden soll, so bestätigten es uns die spanischen Kollegen heute Vormittag. Weiters auch zu sehen sind Gerald Ciolek, Valverde, Kirchen, Wegmann und und und.

Ja, Rabobank muss den Sprint von vorne fahren, besser gesagt Hushovd muss ihn von vorne fahren. Am Hinterrad von Freire klebt immer noch der Spanier Angel Vicioso vom Contintental Tour-Team BMC. Auch Jerome Pineau vom Team Saxo Bank, der gestern einen rabenschwarzen Tag erlitt, noch im Kampf um den Sieg mit dabei.

Jetzt geht’s los. Hushovd tritt mit aller Wucht in die Pedale um die richtige Geschwindigkeit erzielen zu können. Dann sollte in etwa bei der 150 Meter-Marke Freire vorbeigehen. Aber jetzt kommt auf der linken Seite Gerald Ciolek dahergeschossen. An seinem Hinterrad hängt der Italiener Enrico Rossi, der auch noch gute Chancen auf den Sieg hat.

Freire geht jetzt am Hinterrad von Hushovd vorbei. Der Spanier ist zur Zeit noch in Front, aber noch immer kommt Ciolek auf der linken Seite angeschossen. Der Deutsche hat noch zirka zwei Radlängen Rückstand auf Freire. Auch Rossi klebt noch am Hinterrad des Deutschen. Valverde scheint inzwischen den Sprint aufgegeben zu haben, er wird diesen nicht als Erster beenden. Aber es geht noch um den Sieg und dieser wird wohl zwischen Freire, Vicioso, Ciolek und Rossi entschieden… Aber Oscar Freire scheinen hier die Kräfte am Schluss auszugehen und so kann Ciolek wahrscheinlich noch am Spanier vorbeigehen, dessen Form wohl noch nicht zu 100 % stimmt. Ja, Ciolek passiert Freire und so müsste es für ihn reichen. Rossi versucht jetzt noch einmal an Ciolek ranzukommen, aber dieser reißt bereits die Hände in die Höhe! Ciolek gewinnt! Und wie! Großartiger Sprint vom Deutschen, der hier ohne Unterstützung auskommen musste. Platz zwei ging noch an Rossi, der sich noch ganz knapp an Freire vorbeischob. Auch vom Italiener eine großartige Leistung. Freire belegt Rang drei, Platz vier geht an einen weiteren BMC-Fahrer, an Angel Vicioso. Platz fünf sichert sich der Franzose Jerome Pineau.

Die weiteren Platzierungen können Sie dann in Kürze nachlesen. Morgen melde ich mich natürlich wieder zur dritten Etappe. Bis dahin.. Tschüss!


Er ließ seinen Kontrahenten am heutigen Tag keine Chance – Gerald Ciolek

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#4

RE: Vuelta Ciclista al Pais Vasco (PT)

in Rennberichte 08.04.2009 15:00
von El Imbatido | 44 Beiträge

Herzlich Willkommen zum dritten Teilstück der 49. Vuelta al Pais Vasco. Die heutige Etappe führt von Villatuerta über 172,5 Kilometer nach Eibar. Diese Etappe gilt als die Königsetappe der Baskenland-Rundfahrt 2009, denn mit vier Anstiegen, zwei der zweiten Kategorie und zwei der ersten Kategorie, innerhalb der letzten 50 Kilometer gilt es für die Fahrer einige Höhenmeter zu absolvieren. Vor allem der Schlussanstieg, bei dem rund 400 Höhenmeter zurückgelegt werden müssen, verlangt den Fahrern noch einmal alles ab. Hier erwarten sich die Experten ein kleines Feuerwerk an Attacken.

Auch am heutigen Tag können wir Ihnen nicht das ganze Rennen Live ins Haus bringen, aber Sie können sich sicher sein, dass Sie keine entscheidende Phase des Rennens verpassen werden. Wie schon am gestrigen Tag, werde ich mit einer Zusammenfassung des bisherigen Rennverlaufes starten und dann, bevor der erste der vier „Schlussanstiege“ in Angriff genommen wird, in die Live-Übertragung übergehen.

Starten wir nun also mit der Zusammenfassung der bisherigen zurückgespulten 100 Kilometer…

Zitat
Auch heute konnte das Rennen unter strahlender Sonne gestartet werden. Neben 24° C herrschte außerdem zu Gunsten der Fahrer kein Wind. Um Punkt 11 Uhr machten sich die Fahrer auf den Weg nach Villatuerta und bereits nach wenigen Kilometern erfolgte die ersten Attacke. Diese wurde vom Cofidis-Profi Andoni Lafuente gestartet, zu dem sich einige weitere Fahrer gesellten…

037. 081 CUESTA LOPEZ DE CASTRO Inigo | 07:44:07 + 00:00:22
042. 144 LAFUENTE OLAGUIBEL Andoni | 07:45:23 + 00:01:38
060. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel | 07:48:26 + 00:04:41
061. 123 FREIRE GOMEZ Oscar | 07:48:44 + 00:04:59
077. 115 MUTO Pasquale | 07:50:50 + 00:07:05
083. 216 SERPA José | 07:51:33 + 00:07:48
089. 006 PEREZ SANCHEZ Francisco | 07:52:25 + 00:08:40

Diese große Gruppe wurde entgegen der Vorlieben von Astana ziehen gelassen und konnte bereits nach kurzer Zeit den Vorsprung auf über eine Minute ausbauen. Weitere Fahrer schafften den Sprung in die Gruppe nicht und mussten sich mit dem Verbleib im Hauptfeld zufrieden geben.

Die Gruppe harmonierte überraschenderweise äußerst gut und so betrug der Vorsprung nach 50 Kilometern bereits 2‘21“. Aber natürlich nicht nur wegen des guten „Klimas“ innerhalb der Spitzengruppe, nein, im Hauptfeld waren mit Astana und Columbia nur zwei Teams bemüht, die Gruppe wieder zu stellen, was ihnen aber vorerst nicht gelang.

Die erste der fünf Bergwertungen des Tages konnte sich der Kolumbianer Jose Serpa sichern, der damit zum Führenden in dieser Wertung aufschließen konnte und damit nur einen Punkt für die alleinige Führung benötigte. Platz zwei sicherte sich der Spanier Gomez Marchante vor einem weiteren Spanier namens Andoni Lafuente.

Alto de Azaceta (3. Kategorie)
1. 216 SERPA José 3
2. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel 2
3. 144 LAFUENTE OLAGUIBEL Andoni 1

Diese drei Fahrer konnten sich auch auf Grund des Kampfes um die Bergpunkte von den restlichen Fahrern absetzen und einen Vorsprung von 28 Sekunden erzielen, wodurch sie nicht auf sie warteten, sondern gleich durchzogen.

Nach 100 Kilometern lag das Trio noch immer an der Spitze – 54 Sekunden dahinter die erste Verfolgergruppe, die zu Beginn der Etappe noch mit dem Trio an der Spitze vereint war. Das Hauptfeld hatte zu dieser Zeit einen Rückstand von 1‘58“.

Damit sind wir bei der kurzen Zusammenfassung am Ende angelangt und können nun in die Live-Übertragung übergehen.. Bis gleich..



Wir sind wieder zurück im Live-Geschehen. Gleich geht es für das Spitzentrio in den ersten der vier harten Anstiege. Interessanter wäre es aber nun das Hauptfeld zu sehen, denn in diesem soll es schon die ersten Positionskämpfe geben, da die ersten Kapitäne bereits unruhig werden und nicht bereits jetzt das Rennen verlieren wollen.

Auch das Hauptfeld erreicht nun 1‘39“ nach dem Spitzentrio den ersten der vier noch folgenden Anstiege. Nun wird das Tempo von den beiden Saxo Bank-Fahrern de Greef und Pliushin erhöht, sie wollen das Feld wohl schon leicht selektieren. Aber auch Theo Eltink und Bram Tankink vom Team Rabobank kommen an die Spitze des Feldes und wollen wohl für ein Höllentempo sorgen. Aber auch die erste Attacke der Favoriten lässt nicht lange auf sich warten… Carlos Sastre will sich vom großen Hauptfeld absetzen. Der Ag2r-Profi, der heuer erst wenige Rennen absolviert hat, bekommt aber einen Begleiter, wie es aussieht, denn ein Fahrer des Teams Cervelo versucht zu ihm aufzuschließen. Richtig, es dürfte sich wohl um den Tour-Sieger des Jahres 2006 handeln, Oscar Pereiro.

Das Trio an der Spitze wird mit Sicherheit noch diese Bergwertung mitnehmen, denn der Vorsprung beträgt noch immer über eine Minute. Dahinter wird es aber für die Verfolger schon eng, denn sie haben nur noch knapp 14 Sekunden auf Sastre und Pereiro Vorsprung, die wiederum neun Sekunden vor dem Hauptfeld liegen, das alles daran setzt, die beiden wieder zu stellen.

IN diesem Moment sichert sich der BMC-Profi Jose Serpa sechs Punkte für den Sieg bei der Bergwertung der zweiten Kategorie. Im Spurt konnte er sich gegen den Spanier Andoni Lafuente durchsetzen. Gomez Marchante musste zu sehen, wie ihm die beiden davonflogen und verlor nicht nur Platz eins und zwei, sondern auch den Anschluss.

Sastre und Pereiro konnten währenddessen zur Verfolgergruppe rund um Perez Sanchez aufschließen. Der Rückstand auf das führende Duo beträgt nur noch 35 Sekunden, der Vorsprung auf das Hauptfeld 29 Sekunden. Der Spanier Carlos Sastre konnte sich auch den vierten Platz und damit einen Punkt bei der Bergwertung sichern.

Alto de Karabieta (2. Kategorie)
1. 216 SERPA José 6
2. 144 LAFUENTE OLAGUIBEL Andoni 4
3. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel 2
4. 087 SASTRE CANDIL Carlos 1

Auch das bereits dezimierte Hauptfeld rollt nun über den Wertungsstrich. Mittlerweile haben sich mit Astana und Bouyuges Telecom zwei weitere Mannschaften am Berg in die Tempoarbeit eingeschalten. Trotzdem konnten sie den Rückstand zu Pereiro und Sastre nicht verkürzen.

An der Spitze befindet sich noch immer das Duo um Andoni Lafuente und Jose Serpa. Etwa 17 Sekunden dahinter folgt der spanische Cervelo-Profi Jose Angel Gomez Marchante. Weitere 15 Sekunden dahinter folgt eine größere Gruppe, die vom Spanier Carlos Sastre angeführt wird. Dahinter folgt erst das Hauptfeld, das insgesamt 54 Sekunden hinter den Führenden liegt. In Kürze folgt der erste Anstieg der ersten Kategorie des Tages. Auch hier ist mit entscheidenden Attacken zu rechnen.

60 Fahrer befinden sich noch im Hauptfeld. Alle Favoriten konnten der Tempoverschärfung bisher folgen, aber es sind noch einige Kilometer bis zum Ziel. Das Führungsduo befindet sich schon im Anstieg, hier wird sich zeigen, wer noch die größten Kraftreserven mit sich bringt. Wie es aussieht hat der Spanier Andoni Lafuente bereits Probleme dem Tempo von Jose Serpa zu folgen. Dieser sieht noch immer sehr frisch aus und lässt den Spanier keine Chance.

Auch die Verfolger erreichen nun den angesprochenen Anstieg mit etwa 27 Sekunden Rückstand. Gomez Marchante wurde bereits von ihnen gestellt und befindet sich nun in dieser Gruppe, die nun von Oscar Pereiro angeführt wird. Das Hauptfeld liegt nun nur noch 47 Sekunden hinter dem Spitzenreiter Serpa.

Das geplagte Gesicht von Jose Serpa erreicht nun den Gipfel des zweiten Anstieges dieser vierer Serie. Er konnte sich noch vor der Verfolgergruppe über den Wertungsstrich quälen, aber jetzt wird es schwer für ihn werden, sich allein gegen die Verfolger und gegen das Hauptfeld durchzusetzen. Lafuente gelang dies nicht, er wurde von der Verfolgergruppe geschluckt. Diese Verfolgergruppe wurde mittlerweile immer kleiner, denn neben Francesco Gavazzi musste nun auch Oscar Freire dem Tempo Tribut zollen. Die beiden wurden auch bereits schon vom Feld geschluckt und überrollt. Außerdem soll aus dem Hauptfeld heraus der Russe Alexandre Botcharov vom spanischen Pro Tour-Team Caisse d’Epargne attackiert haben. Der Russe konnte sich mit dieser Attacke um einige Meter absetzen und fährt jetzt der Verfolgergruppe hinterher. Wir werden sehen, ob er zu dieser aufschließen kann, aber es wird bestimmt kein Kinderspiel werden.

Bevor es in die für Serpa entspannende Abfahrt geht, habe ich für Sie den Ausgang der dritten Bergwertung des Tages.

Alto de Ixua (1. Kategorie)
1. 216 SERPA José 10
2. 144 LAFUENTE OLAGUIBEL Andoni 8
3. 087 SASTRE CANDIL Carlos 6
4. 181 PEREIRO SIO Oscar 4
5. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel 2
6. 006 PEREZ SANCHEZ Francisco 1

Langsam wird es ernst für die Fahrer, denn nun warten nur noch zwei Anstiege auf die Fahrer. In Front liegt noch immer der Kolumbianer Jose Serpa, der etwa 12 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger hat. In dieser Gruppe befinden sich Oscar Pereiro, Carlos Sastre, Jose Angel Gomez Marchante, Andoni Lafuente, Fran Perez Sanchez, und Pasqalle Muto. Dahinter folgt der Russe Alexandre Botcharov, der etwa 25 Sekunden hinter dem Solisten liegt. Das Hauptfeld folgt mit einem Rückstand von 33 Sekunden. Ich höre gerade, dass der Spanier Sergio Pardilla das Hauptfeld ziehen lassen musste. Er scheint wohl heute nicht in einer guten körperlichen Verfassung zu sein. Aber auch der Deutsche Fabian Wegmann soll sich bereits in einer Gruppe hinter dem Hauptfeld befinden. Auch er soll mit dem sehr hohen Tempo Probleme haben und muss daher wohl mit einem großen Zeitrückstand am Ende der Etappe rechnen.

In diesem Moment wird der BMC-Fahrer Jose Serpa von der Verfolgergruppe geschluckt. Er versucht sich noch an die Gruppe zu hängen, denn so hätte er noch die Chance, ein paar Punkte bei der vierten Bergwertung des Tages mitzunehmen. Damit haben wir eine große Gruppe an der Spitze des Rennens, gefolgt von Alexandre Botcharov, der angeblich wieder vom Hauptfeld geschluckt wurde, da er sich nicht gegen dieses behaupten konnte.

Die Luft wird immer dünner für die Spitzengruppe, denn das Hauptfeld konnte bereits auf 18 Sekunden an die Gruppe herankommen. In diesem machen nun mit Goubert, Pineau, de Greef und Eltink vier gute Bergfahrer das Tempo. Lafuente kann wie Muto dem Tempo der Spitzengruppe nicht mehr folgen und muss die Gruppe nun ziehen lassen. Damit werden es immer weniger an der Spitze. Auch Gomez Marchante und Jose Serpa müssen schon gewaltig auf die Zähne beißen, um noch dranbleiben zu können. Aus dem Hauptfeld attackiert gerade der junge Kroate Robert Kiserlovski. Schon gestern ging seine Attacke schief, hat er heute mehr Glück?

Die Spitzengruppe schafft es mit Ach und Krach noch vor dem Hauptfeld über die Bergwertung zu kommen, aber danach sollte es nun um sie geschehen sein. Ja, Sastre und Pereiro nehmen bereits die Beine hoch, für sie zahlte sich diese Attacke nicht aus, Schade.

Alto de San Miguel (2. Kategorie)
1. 087 SASTRE CANDIL Carlos 6
2. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel 4
3. 216 SERPA José 2
4. 181 PEREIRO SIO Oscar 1

In diesem Moment werden nun auch Jose Serpa und Jose Angel Gomez Marchante vom Hauptfeld eingeholt. Damit befindet sich mit Fran Perez Sanchez vom Team Caisse d’Epargne nur noch ein Fahrer auf der Flucht vor dem Hauptfeld. Aber auch er wird es nicht mehr lange vor dem hungrigen Hauptfeld aushalten, denn er liegt nur mehr acht Sekunden vor diesem.

Gerade wurde mir auch über Funk mitgeteilt, dass der drittplatzierte der Gesamtwertung, Jurgen Van Goolen, den Anschluss verlor und heute ebenfalls einiges an Zeit verlieren wird. 39 Fahrer kämpfen noch um den Sieg, der wohl im folgenden Anstieg unter den Fahrern ausgemacht wird.

Bevor es in die Entscheidung geht, sehen Sie noch eine Übersicht der Fahrer, die sich noch im Hauptfeld befinden:

Zitat
084 HERRADA LOPEZ José | 07:43:45 + 00:00:00
124 GARATE Juan Manuel | 07:43:48 + 00:00:03
015 KIRCHEN Kim | 07:44:07 + 00:00:22
001 AXELSSON Niklas | 07:44:07 + 00:00:22
121 DEKKER Thomas | 07:44:07 + 00:00:22
002 VALVERDE BELMONTE Alejandro | 07:44:07 + 00:00:22
111 CAPECCHI Eros | 07:44:07 + 00:00:22
116 ROLLAND Pierre | 07:44:07 + 00:00:22
092 RODRIGUEZ OLIVER Joaquin | 07:44:07 + 00:00:22
141 DE LA FUENTE RASILLA David | 07:44:07 + 00:00:22
132 CONTADOR VELASCO Alberto | 07:44:07 + 00:00:22
086 MOREAU Christophe | 07:44:07 + 00:00:22
048 VAN DEN BROECK Jurgen | 07:44:07 + 00:00:22
085 MONCOUTIE David | 07:44:07 + 00:00:22
045 MONFORT Maxime | 07:44:07 + 00:00:22
035 LOPEZ GARCIA David | 07:44:07 + 00:00:22
053 KNEES Christian | 07:44:07 + 00:00:22
091 MOSQUERA Ezequiel | 07:44:07 + 00:00:22
074 SEVILLA Oscar | 07:44:07 + 00:00:22
137 POZZOVIVO Domenico | 07:44:07 + 00:00:22
138 ZUBELDIA AGIRRE Haimar | 07:44:07 + 00:00:22
061 FOTHEN Markus | 07:44:07 + 00:00:22
041 ANTON HERNANDEZ Igor | 07:44:07 + 00:00:22
051 EFIMKIN Vladimir | 07:44:07 + 00:00:22
212 SZMYD Sylvester | 07:44:07 + 00:00:22
133 GESINK Robert | 07:44:07 + 00:00:22
066 SIUTSOU Kanstantin | 07:44:07 + 00:00:22
073 HESJEDAL Ryder | 07:44:07 + 00:00:22
003 PELLIZOTTI Franco | 07:44:07 + 00:00:22
182 GUTIERREZ PALACIOS José Ivan | 07:45:23 + 00:01:38
027 SANCHEZ GIL Luis Leon | 07:45:23 + 00:01:38
171 ARDILA CANO Mauricio Alberto | 07:45:23 + 00:01:38
042 ARROYO DURAN David | 07:46:51 + 00:03:06
005 DANIELSON Tom | 07:48:06 + 00:04:21
063 LOWE Trent | 07:48:44 + 00:04:59
012 FULGSANG Jacob | 07:50:50 + 00:07:05
156 HAMILTON Tyler | 07:53:39 + 00:09:54
113 JACOBS Pieter | 07:56:57 + 00:13:12
016 NIERMANN Grischa | 07:58:24 + 00:14:39



Auch der Mann mit dem Führungstrikot ist schon gewaltig am Beißen, auch er wird sich wohl nicht mehr lange im Feld halten können. Aber mal schauen, wer hier als erster eine Attacke setzen wird… Los geht’s! Ein Fahrer des Teams Saxo Bank versucht sich vom Feld zu lösen. Es dürfte sich dabei wohl um den Basken Igor Anton handeln. Aber er kann sich nicht entscheidend von den Kontrahenten lösen, die sofort hinterherziehen und dem Saxo Bank-Profi keine Chance lassen.

Als nächster versucht es Juan Manuel Garate! Der Rabobank-Profi, der in der Gesamtwertung hervorragender Dritter ist, zeigt sich bei der diesjährigen Baskenland-Rundfahrt von seiner stärksten Seite. Aber überschätzt er sich hier nicht ein wenig? Das ist bereits die dritte Attacke am dritten Tag. Ihm folgt nun der französische Ag2r-Fahrer David Moncoutie, der sich bei dieser Rundfahrt noch wenig gezeigt hat, trotzdem noch theoretische Chancen auf den Sieg hat. Aber auch die beiden können sich kaum vom Feld lösen und so geben sie auch bereits nach wenigen Metern wieder auf. Ja, wer kann die erste entscheidende Attacke in den Sand setzen?

Schade, schade, schade… Der Führende in der Gesamtwertung, Jose Herrada Lopez, muss nun zusehen, wie er den Anschluss zum Feld verliert. In seiner Nähe befindet sich aber auch Igor Anton, der auch nicht mehr folgen kann. Seine Form lässt auch noch zu wünschen übrig und so kann er heute nicht mit den Besten mithalten.

Nun versucht sich Tom Danielson vom Feld zu lösen. Der US-Amerikaner bekommt aber wie zuvor Garate mit Mosquera einen starken Begleiter von Bouygues Telecom gestellt. Aber statt zusammen zu arbeiten, lässt Mosquera Danielson stehen und versucht sich als Solist. Der Spanier kann sich auch vorerst lösen, wie es aussieht, aber wie lange kann er das durchhalten? Danielson wird wieder gestellt, seine Form ist auch noch nicht die Beste und so hat er hier vorne nichts zu melden.

Das Feld wird kleiner und kleiner, nur noch rund 25 Fahrer befinden sich in diesem. Auch Jose Ivan Gutierrez musste dem Tempo nun Tribut zollen. Für seine Equipe geht es wie schon bei der ersten Etappe düster weiter, sie werden heute nichts mit dem Sieg zu tun haben. Auch Grischa Niermann musste nun reißen lassen, auch er legte aber eine gute Performance am heutigen Tag hin. Von seiner stärksten Seite präsentiert sich auch der Belgier Pieter Jacobs, der sich noch immer im Feld halten kann. Er hat mit Capecchi und Rolland auch noch zwei weitere Teamkollegen im Feld.

Mosquera konnte seinen Vorsprung auf rund neun Sekunden ausbauen, es sieht gut aus für den Spanier, der dem Feld auf und davon fährt. Aber jetzt geht Alberto Contador! Die erwartete Attacke wird in diesem Moment zur Realität. Contador versucht sich mit einem schnellen Antritt von seinen Kontrahenten zu lösen, aber die lassen nicht locker. Dekker seh ich an seinem Hinterrad. Auch Kirchen ist ganz weit vorne mit dabei. Contador konnte sich nicht lösen, alle hängen wieder an seinem Hinterrad und auch Mosquera scheint den Versucht aufgegeben zu haben, denn er hat nur noch wenige Meter auf die Gruppe Vorsprung.

Jetzt versucht sich der Belgier Maxime Monfort! Monfort startet eine Attacke wenige Kilometer vor dem Gipfel. Aber dieser Attacke fehlte es an Überraschung und so konnte Contador mühelos das Loch schließen. Diese Attacke wurde aber Niklas Axelsson, dem Vorjahressieger, zum Verhängnis. Er musste das Feld ziehen lassen. Auch der Belgier Jurgen van den Broeck kann dem Tempo des Feldes nicht mehr folgen. 14 Fahrer befinden sich noch im Kampf um den Sieg. Hier eine kleine Übersicht:

Zitat
124 GARATE Juan Manuel | 07:43:48 + 00:00:00
015 KIRCHEN Kim | 07:44:07 + 00:00:19
121 DEKKER Thomas | 07:44:07 + 00:00:19
002 VALVERDE BELMONTE Alejandro | 07:44:07 + 00:00:19
092 RODRIGUEZ OLIVER Joaquin | 07:44:07 + 00:00:19
141 DE LA FUENTE RASILLA David | 07:44:07 + 00:00:19
132 CONTADOR VELASCO Alberto | 07:44:07 + 00:00:19
045 MONFORT Maxime | 07:44:07 + 00:00:19
091 MOSQUERA Ezequiel | 07:44:07 + 00:00:19
074 SEVILLA Oscar | 07:44:07 + 00:00:19
051 EFIMKIN Vladimir | 07:44:07 + 00:00:19
212 SZMYD Sylvester | 07:44:07 + 00:00:19
133 GESINK Robert | 07:44:07 + 00:00:19
042 ARROYO DURAN David | 07:46:51 + 00:03:03



Alberto Contador versucht es noch einmal! Der spanische Ausnahmekletterer versucht es noch einmal mit einer knackigen Attacke und die sieht vielversprechend aus! Ja, Contador kann ein paar Meter zwischen sich und den Verfolgern bringen. Er passiert in diesem Moment die 1 000 Meter-Marke. Bis zur Bergwertung, wohl gemerkt. Dekker nahm sofort die Verfolgung auf. Der Holländer, der als Geheimfavorit auf den Sieg im heurigen Jahr gilt, sieht noch sehr stark aus. Auch Kim Kirchen ist noch mit von der Partie. Juan Manuel Garate musste währenddessen reißen lassen. Auch er scheint wohl am Ende seiner Kräfte zu sein. Auch Valverde, Mosquera, Gesink und Arroyo konnten der Attacke von Contador nicht standhalten. Schade für Caisse d’Epargne und Valverde.

Joaquin Rodriguez versucht nun die Lücke zu Contador zu schließen. An seinem Hinterrad hängt sich sofort Thomas Dekker, der unglaublich stark zu sein scheint. Nun haben Szmyd, de la Fuente und auch Oscar Sevilla Probleme mit dem hohen Tempo, für sie scheint es wohl auch gelaufen zu sein.

Contador erreicht als erster die Bergwertung der ersten Kategorie. Jetzt heißt es mitzuzählen, wie viele Sekunden er seinen Verfolgern abnehmen konnte. Hier folgen Thomas Dekker und Joaquin Rodriguez mit etwa sieben Sekunden Rückstand. Das ist bestimmt aufholbar. Dahinter folgen Kirchen, Monfort und Efimkin mit jeweils 14 Sekunden Rückstand auf Contador.

Nun folgt ein leicht fallendes Flachstück bis zum Ziel. Kann Contador seinen Vorsprung bis zum Ziel retten oder kommen die Verfolger noch an ihn ran? Es sieht gut aus für die erste Verfolgergruppe, denn Dekker übernahm voll und ganz das Kommando und drückt gewaltig aufs Tempo. Rodriguez weiß, dass er im Wind nichts gutmachen kann auf Contador und so überlässt er ihm dann eventuell den Sieg oder den zweiten Platz. Dahinter scheint sich aber die Gruppe um Kirchen uneinig zu sein. Keiner will das Tempo hoch halten und so verlieren sie Sekunde um Sekunde.

Contador erreicht den letzten Kilometer. Aber auch Dekker und Rodriguez erreichen diesen zur gleichen Zeit wie Contador, denn sie konnten den Spanier stellen und so kämpft das Trio um den Sieg. Rodriguez nimmt nun natürlich auch an der Tempoarbeit teil, denn jetzt geht es auch für ihn um eine gute Ausgangsposition für das Zeitfahren, das in drei Tagen auf dem Programm steht. Hier sollte er natürlich einiges an Guthaben auf Fahrer wie Kirchen haben, deswegen muss er hier auch etwas beitragen.

Die letzten 300 Meter für das Führungstrio. Die Gruppe um Kirchen soll bereits über 20 Sekunden zurückliegen. Die Gruppe dahinter bereits etwa 60 Sekunden.

Contador fährt den Sprint von vorne, er kämpft um jede Sekunde. Dahinter folgt dann Thomas Dekker und dahinter Joaquin Rodriguez. Dekker eröffnet den Sprint. Dekker, der sich bereits in einer starken Form befindet, kann für den ersten Sieg für seine Equipe sorgen. Aber Rodriguez hält noch gewaltig dagegen. Wer sichert sich den Sieg bei der dritten Etappe? Ist es Joaquin Rodriguez oder Thomas Dekker? Alberto Contador gibt sich bereits mit Platz drei zufrieden. Aber wer gewinnt? Dekker! Er verweist Rodriguez auf den zweiten Platz und sichert sich nicht nur den Sieg, sondern auch das Leadertrikot.

Wer holt sich nun den vierten Platz und mit viel Sekunden Rückstand erreichen Kirchen & Co das Ziel? Ja, Kirchen holt sich weniger überraschend den vierten Platz. Was zeigt uns die Uhr? 31 Sekunden verliert der Luxemburger auf das Trio. Die weiteren Platzierungen können Sie wie gewohnt in Kürze nachlesen. Morgen melde ich mich wieder zur vierten Etappe. Bis dahin.. Tschüss!


er gab heute alles – Thomas Dekker

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#5

RE: Vuelta Ciclista al Pais Vasco (PT)

in Rennberichte 09.04.2009 16:36
von El Imbatido | 44 Beiträge

Herzlich Willkommen zur vierten Etappe der Baskenland-Rundfahrt, die uns heute über 161 Kilometer von Eibar nach Guenes führt. Auf dem Tagesprogramm stehen heute neben den alltäglichen Intermediate-Sprints sieben Bergwertungen, fünf der dritten und zwei der zweiten Kategorie. Nach dem gestrigen Sturm auf die Gesamtwertung ist heute eher mit einem Belauern der Favoriten zu rechnen, die sich am heutigen Tag wohl eher schonen werden, anstatt noch einmal zu attackieren. Zudem sind die Anstiege, die heute am Programm stehen, für eine Attacke zu leicht. Wie gewohnt, fasse ich für Sie die bisherigen Kilometer mit den wichtigsten Geschehnissen zusammen. Los geht’s bei Kilometer 0…

Zitat
Auch am vierten Tag herrschte strahlender Sonnenschön am Himmel und so machten sich, nachdem am gestrigen Tag der Belgier Wouter Weylandt das Rennen verließ und Oscar Pereiro zur heutigen Etappe nicht mehr antrat, 141 Fahrer auf den Weg nach Guenes, dem heutigen Etappenzielort.

Wie gewohnt, löste sich auch nach wenigen Metern eine große Ausreißergruppe, die aber bereits nach wenigen Metern wieder gestellt werden konnte. Die Teams Bouygues Telecom, Columbia, Astana, Milram und Silence Lotto sorgten dafür, dass keine Gruppe entsteht, die für sie gefährlich sein konnte. Nach weiteren drei Kilometern versuchten es erneut einige Fahrer dieser einstigen ersten Spitzengruppe. Sechs Fahrer konnten sich mit dieser Attacke vom Hauptfeld lösen und wurden auch vorerst fahren gelassen. Darunter folgende Namen:

047. 046 PINEAU Jerome | 12:04:32 + 00:09:17
066. 113 JACOBS Pieter | 12:10:53 + 00:15:38
085. 068 VAUGRENARD Benoît | 12:16:42 + 00:21:27
095. 008 ERVITI Imanol | 12:20:00 + 00:24:45
098. 033 KERN Christophe | 12:21:16 + 00:26:01
128. 075 SOKOLOV Evgeny | 12:29:53 + 00:34:38

Diese Gruppe harmonierte gut und konnte alle Bergwertungen des Tages unter sich ausmachen. Hier die Ergebnisse der jeweiligen Bergwertungen bis zum Kilometer 110, die hauptsächlich vom Franzosen Benoit Vaugrenard dominiert wurden, da dieser der einzige Fahrer in dieser Gruppe war, der ernsthaftes Interesse an diesen hatte:

Alto de Areitio (3. Kategorie)
1. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 3
2. 216 SERPA José 2
3. 124 GARATE Juan Manuel 1

Alto de Urkiola (2. Kategorie)
1. 068 VAUGRENARD Benoît 6
2. 113 JACOBS Pieter 4
3. 008 ERVITI Imanol 2
4. 075 SOKOLOV Evgeny 1

Alto de Bikoitz Gaine (2. Kategorie)
1. 113 JACOBS Pieter 6
2. 068 VAUGRENARD Benoît 4
3. 008 ERVITI Imanol 2
4. 033 KERN Christophe 1

Alto de Garate (3. Kategorie)
1. 068 VAUGRENARD Benoît 3
2. 113 JACOBS Pieter 2
3. 046 PINEAU Jerome 1

Alto de San Cosme (3. Kategorie)
1. 068 VAUGRENARD Benoît 3
2. 008 ERVITI Imanol 2
3. 075 SOKOLOV Evgeny 1

Das Sextett konnte beim Kilometer 110 einen Vorsprung von nicht weniger als 3‘18“ vorweisen. Es sah demnach gut aus für die Spitzengruppe, denn im Hauptfeld wurden die ersten Helfer, die schon seit Anfang der Rundfahrt im Wind fahren müssen, bereits müde. Darunter die beiden Astana-Profis Chris Horner und Simone Ponzi. Vor allem der junge Italiener war dieser harten Aufgabe noch nicht gewachsen und musste bereits nach dem dritten Anstieg das Hauptfeld ziehen lassen und die restliche Renndistanz als Solist bestreiten. Aber auch das Team von Kim Kirchen sah alles andere als frisch aus. Auch Columbia übernahm schon äußerst viel Arbeit im Verlauf dieser Rundfahrt. Infolgedessen mussten bis zum Ziel einige ihrer Fahrer das Feld ziehen lassen. Kommen wir aber wieder zur Spitzengruppe, die noch zwei Bergwertungen unter sich auszumachen hatten…

Alto de Humaran (3. Kategorie)
1. 068 VAUGRENARD Benoît 3
2. 033 KERN Christophe 2
3. 113 JACOBS Pieter 1

Alto de Beci (3. Kategorie)
1. 113 JACOBS Pieter 3
2. 008 ERVITI Imanol 2
3. 068 VAUGRENARD Benoît 1

Der französische Cervelo-Fahrer Benoit Vaugrenard musste darauf als erster Fahrer in der Spitzengruppe reißen lassen, er hatte bei den Bergwertungen zu viel Kraft liegen gelassen. Damit bin ich nun auch am Ende der Zusammenfassung angelangt – nun geht es Live mit den letzten 20 Kilometern weiter. Die Spitzengruppe liegt noch etwa zwei Minuten vor dem großen Hauptfeld.



Aus dem Sextett wurde nun ein Quintett und dieses kämpft gegen das Hauptfeld ums Überleben und natürlich um den Sieg, der in greifbarer Nähe zu sein scheint, denn hinten herrscht nun leichte Uneinigkeit. Der Franzose Benoit Vaugrenard verlor bereits einige Sekunden auf die Spitzengruppe und liegt nun bereits 38 Sekunden zurück, für ihn scheint es gelaufen zu sein.

Das Quintett an der Spitze erreicht nun die 10-Kilometer-Marke. 1‘36“ liegt das Hauptfeld zurück und damit sollte es wohl geschafft sein für die Spitzengruppe, denn hinten herrscht nun kein immens hohes Tempo mehr, zu Gunsten der Spitzengruppe natürlich, die dadurch ihre Chance wahrnehmen und hoffentlich auch umsetzen kann.

Nur noch knapp 5 000 Meter für die fünf Fahrer an der Spitze. Sie belauern sich schon jetzt, was aber natürlich nach hinten losgehen kann. Jetzt sollten sie aufmerksam bleiben und noch einige Kilometer durchziehen, nicht dass sie noch kurz vor dem Ziel vom Hauptfeld gestellt werden, das noch etwa 56 Sekunden zurückliegt. Nun fordert der Spanier Imanol Erviti vom Team Caisse d’Epargne seine Begleiter auf, regelmäßig an der Führungsarbeit teilzunehmen, was sich auch positiv auswirkt.

Es wird spannend, denn es fehlen der Spitzengruppe nur noch 2 000 Meter bis sie den ersehnten Zielstrich überqueren. Das Hauptfeld liegt nun über eine Minute zurück, denn hinten hat man aufgegeben richtig hart nachzufahren und so steht fest, dass der Sieger aus dem Quintett kommen wird, das uns eben eingeblendet wird. Hierbei muss man natürlich ein Auge auf den Franzosen Jerome Pineau werfen, der sich schon in einer grandiosen Form befindet und ein starker Sprinter ist. Der Franzose Christophe Kern scheint sich aber bereits zu plagen, was aber auch kein Wunder ist, denn für ihn ist es hier eines der ersten Rennen der Saison.

Nun startet der Russe Evgeny Sokolov die erste Attacke in der Schlussphase. Lange mussten wir auf diesen Augenblick warten und nun zieht er durch, oder? Imanol Erviti versucht nachzugehen, dahinter ist man sich aber kurz uneinig. Jerome Pineau will das Loch nicht zu machen und so muss nun der Belgier Pieter Jacobs hinterher stiefeln.

Sokolov und Erviti konnten sich leicht von den restlichen Begleitern absetzen, sie liegen nun 1000 Meter vor dem Ziel etwa 40 Meter vor der Verfolgergruppe, die von Pineau angeführt wird. Das Führungsduo muss auf die Zähne beißen, noch 700 Meter bis zum Ziel. Das wird ganz eng, denn der Vorsprung wird kleiner und kleiner, Pineau scheint noch einmal rankommen zu können. Jacobs wartet währenddessen im Windschatten von Pineau auf den Zusammenschluss.

300 Meter noch bis zum Ziel und noch immer führen Sokolov und Erviti das Rennen an. Der Vorsprung beträgt noch immer in etwa 20, 30 Meter. Jacobs übernahm nun für kurze Zeit die Führung, aber Pineau merkte sofort, dass er die besseren Beine hat. Wer macht das Rennen? Erviti blickt sich nun um, er wartet anscheinend schon auf den Zusammenschluss und in diesem Moment erfolgt dieser auch. Die Gruppe ist wieder vereint. Jetzt belauert man sich. Wer setzt als Erster ein Zeichen im Sprint? Pineau ist wohl der Stärkste in der Gruppe…

200 Meter noch und jetzt geht Imanol Erviti aus dem Windschatten von der letzten Position aus. Eine kluge Attacke und damit überrascht er vorerst seine Begleiter. Aber sofort geht Pineau hinterher. Jetzt darf er nicht noch einmal so lange warten, das weiß er. An seinem Hinterrad hängt der Belgier Pieter Jacobs und dann der Russe Sokolov, der auch schon sehr gebeutelt aussieht. Kern kann das Hinterrad des Russen nicht mehr halten und belegt wohl den fünften Platz.

Erviti ist noch immer an der Spitze. Der Spanier könnte hier einen seiner größten Erfolge in seiner Karriere feiern. Nur noch knapp 60 Meter bis zum Ziel, aber jetzt kommt Jerome Pineau angeflogen. Der Franzose hat noch eine enorme Endgeschwindigkeit und wird den Spanier eventuell noch überholen können. Das wird eng, ganz eng. Erviti legt nun noch einmal den dicksten Gang auf und kämpft, kämpft und kämpft…. Aber es reicht nicht! Jerome Pineau feiert den ersten Sieg für sein Team bei der Baskenland-Rundfahrt. Erviti kann dennoch mit Platz zwei zufrieden sein, ein starkes Rennen vom Spanier. Platz drei geht an Pieter Jacobs und Platz vier an den Russen Evgeny Sokolov. Platz fünf geht wie schon vermutet an Christophe Kern vom Team Vacansoleil. Nun heißt es auf das Hauptfeld zu warten. Diese Zeit haben wir aber nicht mehr. Wir reichen Ihnen natürlich wieder alle Ergebnisse nach. Morgen geht es mit der fünften und damit vorletzten Etappe weiter… bis dahin.. Tschau!


Er konnte seine Kontrahenten auf Distanz halten – Jerome Pineau

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#6

RE: Vuelta Ciclista al Pais Vasco (PT)

in Rennberichte 10.04.2009 12:15
von El Imbatido | 44 Beiträge

Hallo und herzlich Willkommen zur vorletzten Etappe der 49. Vuelta al País Vasco. Heute heißt es noch einmal für die Favoriten aufmerksam zu sein, denn heute könnte es noch einmal zu kleinen Verschiebungen in der Gesamtwertung bei den vordersten Plätzen kommen. Obwohl das Streckenprofil insgesamt leicht ist, können wir uns bestimmt trotzdem auf eine spannende Etappe freuen. Es heißt aber heute auch auf das morgige Zeitfahren zu achten. Wer sich heute eventuell zu sehr verausgabt, wird dies morgen mit Sicherheit zu spüren bekommen. Aber sehen wir uns, bevor es los geht, die heutige Etappe einmal genauer an. Der Start erfolgt im gestrigen Zielort Guenas. Bereits nach 35,5 Kilometern folgt die erste Bergwertung, die mit der zweiten Kategorie versehen wurde. Kurz darauf folgt eine Bergwertung der ersten Kategorie und ein wenig später eine weitere Bergwertung der zweiten Kategorie. Nachdem die Fahrer diese drei Bergwertung hinter sich bringen konnten, warten aber noch weitere vier Bergwertungen auf die Fahrer, aber zum Gunsten der Fahrer sind dies „nur“ Bergwertungen der dritten Kategorie. Heute wird sich wohl noch ein letztes Mal die Spreu vom Weizen trennen und sich zeigen, wer sich wirklich schon in einer guten Form befindet. Nach dem letzten Anstieg folgt eine kurze Abfahrt gefolgt von einem sieben Kilometer langen Flachstück, das mit einem leicht fallenden Zielsprint abgeschlossen wird. Das war die kurze Vorschau auf die heutige, spannende und wohl auch teilweise vorentscheidende fünfte Etappe. In Kürze beginne ich mit der Zusammenfassung der ersten Kilometer. Also.. bis gleich!

Zitat
Wie schon am gestrigen Tag machten sich auch heute wieder 141 Fahrer auf den Weg zum heutigen Zielort Zalla, wo morgen das abschließende Zeitfahren stattfinden wird. Auch am vorletzten Tag der Baskenland-Rundfahrt herrschte strahlender Sonnenschein, wenig Wind und Freude auf die heutige Etappe seitens der Fahrer.

Die erste Attacke ließ auch nicht lange auf sich warten… Jose Serpa, der Mann im Bergtrikot, initiierte diese einmal mehr. Ihm folgten Björn Schröder, auf Platz drei der Bergwertung, Giampaolo Cheula und der französische Francaise des Jeux-Fahrer Mathieu Ladagnous. In der nun folgenden Grafik können sie auch die derzeitigen Positionen der Fahrer in der Gesamtwertung nachlesen..

066. 216 SERPA José | 15:51:03 + 00:15:10
071. 056 CHEULA Giampaolo | 15:52:07 + 00:16:14
089. 065 SCHRÖDER Björn | 15:58:47 + 00:22:54
132. 114 LADAGNOUS Mathieu | 16:18:22 + 00:42:29

Das Hauptfeld zeigte aber bereits innerhalb dieser frühen Anfangskilometer, dass Ausreißer bereits gestern ihre Chance bekommen hatten und so beteiligten sich nicht weniger als neun Teams an der Nachführarbeit. Vor allem Cofidis hatte heute wohl Großes vor, sie beteiligten sich mit fast all ihren Fahrern an der Nachführarbeit, nur De La Fuente durfte es sich im Hauptfeld bequem machen. Das Quartett an der Spitze konnte deshalb auch nur einen maximalen Vorsprung von 49 Sekunden erreichen, die erste Bergwertung konnte diese aber trotzdem unter sich ausmachen. Weniger überraschend sicherte sich Jose Serpa den ersten Platz an dieser. Platz zwei ging an den Deutschen Björn Schröder:

Alto de la Escrita (2. Kategorie)
1. 216 SERPA José 6
2. 065 SCHRÖDER Björn 4
3. 056 CHEULA Giampaolo 2
4. 114 LADAGNOUS Mathieu 1

In der folgenden Abfahrt wurde diesen Spitzenquartett aber wieder gestellt und so begann das Rennen wieder von neu. Nach dieser Bergwertung war aber so gut wie klar, dass Jose Serpa als Bergkönig die Rundfahrt beenden wird. Glückwunsch an sein Team und an den Kolumbianer, der damit eine durchaus erfolgreiche Rundfahrt für sein Team mit dem Sieg in der Bergwertung krönt.

Aufgrund dessen versuchte es der Kolumbianer auch gar nicht mehr in die wohl nun folgende Spitzengruppe zu gelangen und so zog er einen Tratsch mit dem Spanier Alejandro Valverde vor. Aber auch die zweite Spitzengruppe des Tages wurde keinen Meter weggelassen. Gut, mit 58 Sekunden Vorsprung kamen sie immerhin weiter weg als die Spitzengruppe zuvor, trotzdem sah es auch für sie nicht gut aus und so kam es wie es kommen sollte, sie wurde nach rund 100 Kilometer wieder vom Hauptfeld eingeholt, in dem noch immer einige Teams an der Tempoarbeit beteiligt waren. Hier die Bergwertungen, die zwischen der ersten Bergwertung und Kilometer 100 ausgefahren wurden:

Alto de Ubal (1. Kategorie)
1. 065 SCHRÖDER Björn 10
2. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 8
3. 056 CHEULA Giampaolo 6
4. 216 SERPA José 4
5. 124 GARATE Juan Manuel 2
6. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel 1

Alto de la Escrita (2. Kategorie)
1. 065 SCHRÖDER Björn 6
2. 056 CHEULA Giampaolo 4
3. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 2
4. 124 GARATE Juan Manuel 1

Alto de Beci (3. Kategorie)
1. 065 SCHRÖDER Björn 3
2. 056 CHEULA Giampaolo 2
3. 145 NIEVE ITURALDE Mikel 1

Nieve, der wie sein Team heute alles darauf setzen wollte, die Bergwertung doch noch zu gewinnen, hatte auf Grund der durchgeführten Tempoarbeit keine Kraft mehr übrig, sich in diesem Spitzentrio bei den Bergwertungen in Szene zu setzen und so konnte Schröder alle Punkte bei diesen mitnehmen.

Nach 104 Kilometer war es also auch um diese Ausreißer geschehen und sie wurden vom bereits dezimierten Feld eingeholt. Dieses wurde von den Teams Columbia, Ag2r, Saxo Bank und auch von Rabobank gewaltig gesprengt. Ein sehr großes Gruppetto hatte sich währenddessen bereits gefunden, das die restlichen Kilometer gemütlich und hauptsächlich im gemeinsamen Tratsch absolvieren wird.

Die drittletzte Bergwertung war noch einmal hart umkämpft, doch Björn Schröder, der Deutsche, der sich damit Platz zwei in der Bergwertung sicherte, hatte die Nase vorne und sicherte sich noch einmal drei Punkte. Zwei Punkte gingen an Juan Manuel Garate, einer an Pieter Jacobs vom Team Francaise des Jeux.

Alto de Humaran (3. Kategorie)
1. 065 SCHRÖDER Björn 3
2. 124 GARATE Juan Manuel 2
3. 113 JACOBS Pieter 1

Das war nun die Zusammenfassung der 130 bereits absolvierten Kilometer. Nun folgt wieder die Live-Übertragung – 39 Kilometer stehen den Fahrern noch bevor.



Es geht nun in den vorletzten Anstieg des Tages. Dieser hat eine Länge von 2,9 Kilometern und dabei werden in etwa 200 Höhenmeter überwunden. Das Hauptfeld, das soeben eingeblendet wird, umfasst noch rund 50 Fahrer. Wie mir soeben mitgeteilt wird, soll der Spanier Luis Leon Sanchez bereits den Anschluss verloren haben. Auch Ardila soll sich nicht mehr im Hauptfeld befinden. Das wäre natürlich äußerst Schade für die beiden Fahrer, aber dafür sind wohl ihre Manager verantwortlich, die sich wohl nicht für diese Rundfahrt interessieren.

Los geht es mit der ersten Attacke – Sergio Pardilla vom Team Bouygues Telecom startet die erste Attacke in der entscheidenden Rennphase. Juan Manuel Garate, der Siebte der Gesamtwertung folgt dem Spanier umgehend. Das Hauptfeld scheint wohl mal von diesen beiden Attacken überrascht zu sein und tut vorerst einmal nichts gegen die beiden Attacken. Das sieht gut aus für das Duo an der Spitze, denn der Vorsprung beträgt nun schon rund 40 Meter. Aber jetzt übernimmt Columbia das Kommando und versucht die beiden wieder zu stellen. Auch Caisse d’Epargne steigt nun wieder in die Führungsarbeit mit Fran Perez Sanchez ein. Das Loch wird wieder kleiner, aber es sind noch etwa 1,5 Kilometer bis zum Gipfel. Bis dahin kann sich noch einiges tun und nun können wir eine weitere Attacke aus dem Hauptfeld heraus betrachten. Ein weiterer Rabobank-Profi versucht sich nun vom Feld abzusetzen. Komische Taktik vom niederländischen Team, aber wenn sie aufgeht? Oh, dabei handelt es sich um den Führenden in der Gesamtwertung. Da ich nur die Hose sehen konnte, konnte ich ihn nicht sofort erkennen, aber es ist er, es ist Thomas Dekker. Und damit haben die Favoriten wohl auch in keinster Art und Weise gerechnet. Jetzt müssen sich aber mehrere Teams einschalten, ansonsten ist der Gesamtsieg für alle dahin. Dekker schließt soeben zu Garate auf, der auf ihn gewartet hat. Pardilla blickt sich nun auch um und wartet wohl auch auf die beiden Rabobank-Fahrer, die noch etwa 30 Meter hinter dem Spanier liegen. Das Hauptfeld liegt nun etwa acht Sekunden zurück.

Das Trio erreicht nun die Bergwertung, drei Punkte für Garte, zwei für Dekker und einen für Pardilla. Wie viele Sekunden verliert das Hauptfeld auf das Spitzentrio? Dieses scheint wohl wieder extrem kleiner geworden zu sein. Etwa 30 Fahrer befinden sich noch im Hauptfeld. Igor Anton soll den Anschluss verloren haben und bereits in der zweiten Gruppe hinter dem Feld liegen. Angeführt von Astana erreicht das Hauptfeld den Wertungsstrich mit 11 Sekunden Rückstand. Das ist alles noch im Rahmen, das ist durchaus aufholbar.

Ein Anstieg steht den Fahrern nun nur noch bevor. Dieser ist zwar kürzer als der, den sie gerade eben absolvieren mussten, dafür aber um einiges steiler. Garate führt das Trio nun in den Anstieg an. Dahinter kommt bereits das Hauptfeld angeflogen, das noch etwa acht Sekunden zurückliegt, also wieder Zeit gutmachen konnte. Jetzt lässt Dekker seine Begleiter stehen! Thomas Dekker will hier und heute bereits eine Entscheidung erzwingen! Der Rabobank-Fahrer sprintet seine Begletier regelrecht in Grund und Boden. Pardilla kann diesem Tempo nicht mehr folgen und auch Garate scheint am Ende seiner Kräfte zu sein. Die beiden werden nun auch vom Feld gestellt, dass nun von keinem geringeren als Alberto Contador angeführt wird. Dieser will das Loch zu Dekker wieder schließen. Jetzt geht der Spanier Mosquera! Er nützt eine kurze Uneinigkeit zwischen Kirchen und Contador aus und nimmt die Verfolgung zu Dekker auf. Jetzt geht Contador! Alberto Contador muss seine Kontrahenten nun irgendwie loswerden. Rodriguez hängt gleich wieder am Hinterrad von Contador. Dem Veranstalter zufolge, sollen Juan Manuel Garate, Sergio Pardilla und auch De La Fuente den Anschluss an das Hauptfeld verloren haben. Das ist natürlich vor allem für Garate und De La Fuente bitter, die dadurch wohl aus den Top 10 in der Gesamtwertung rutschen. Aber widmen wir uns wieder dem Kampf um die Rundfahrt und um den Tagessieg. Mosquera konnte nun zu Dekker aufschließen, der auch nicht mehr frisch aussieht. Nur noch 18 Fahrer sollen sich im „Hauptfeld“ befinden. Dieses wird nun von Valverde angeführt, der verbissen um den Anschluss zu Kirchen, Rodriguez und Contador kämpft, die sich leicht absetzen konnten.

Das Feld ist wieder geschlossen! Dekker und Mosquera konnten von Contador gestellt werden und Valverde schaffte doch noch den Anschluss an diese Gruppe. Der Spanier bekam aber auch wichtige Unterstützung von einem anderen Spanier, von Oscar Sevilla.

Der Sieger wird also nun im morgigen Zeitfahren ermittelt. Hoffentlich ließ Thomas Dekker bei der heutigen Etappe für diesen Kampf nicht zu viel Kraft liegen, diese könnte ihm morgen abgehen. Der Ausgang der Bergwertung ist in diesem Finale natürlich nebensächlich. Contador sicherte sich drei Punkte, der Spanier Oscar Sevilla zwei Punkte und Kim Kirchen sicherte sich den letzten Punkt für die Bergwertung.

Es sind nur noch fünf Kilometer bis zum Ziel der fünften Etappe. Hier eine Übersicht, wer sich noch in der Spitzengruppe befindet:

Zitat
121 DEKKER Thomas | 15:35:53 + 00:00:00
092 RODRIGUEZ OLIVER Joaquin | 15:35:53 + 00:00:00
132 CONTADOR VELASCO Alberto | 15:35:55 + 00:00:02
015 KIRCHEN Kim | 15:36:25 + 00:00:32
074 SEVILLA Oscar | 15:37:06 + 00:01:13
212 SZMYD Sylvester | 15:37:06 + 00:01:13
002 VALVERDE BELMONTE Alejandro | 15:37:20 + 00:01:27
133 MOSQUERA Ezequiel | 15:37:27 + 00:01:34
001 AXELSSON Niklas | 15:37:41 + 00:01:48
111 MONCOUTIE David | 15:38:08 + 00:02:15
088 WEGMANN Fabian | 15:42:26 + 00:06:33
085 FULGSANG Jacob | 15:44:51 + 00:08:58



Der Belgier Maxime Monfort, sowie der Russe Vladimir Efimkin verloren kurz vor dem Gipfel den Anschluss und liegen nun etwa 10 Sekunden hinter dieser Gruppe. Dies könnten natürlich wichtige Sekunden sein, die sie hier und heute verlieren werden.

Wer entscheidet die fünfte Etappe für sich? Die größten Chancen haben wohl Fabian Wegmann, Kim Kirchen und Alejandro Valverde, die wohl die stärksten Sprinter in diesem Feld sein müssten. Aber vielleicht kann noch ein Fahrer aus dieser Gruppe überraschen und seine Kontrahenten mit einer Attacke stehen lassen.

Der letzte Kilometer ist erreicht. 1 000 Meter fehlen noch bis wir wissen, wer die fünfte Etappe gewinnen wird. Einige potenzielle Kandidaten gibt es dafür. Axelsson zieht den Sprint wohl für seinen spanischen Teamkollegen und Teamlader Alejandro Valverde an. Dahinter hat sich bereits Kim Kirchen das Hinterrad von Valverde geschnappt. Kirchen trägt ja das Trikot des Führenden in der Sprintwertung. Hinter Kirchen folgt der Spanier Oscar Sevilla und dann erst der Deutsche Fabian Wegmann.

Axelsson eröffnet den Sprint. Er versucht das Tempo hoch zu halten und alles perfekt für seinen Teamkollegen vorzubereiten. Aber Valverde hat bei dieser Rundfahrt gezeigt, dass er sich noch nicht in „Ardennnen-Form“ befindet, belehrt er uns heute eines Besseren? Valverde übernimmt die Spitze und damit ist der Sprint nun wirklich eröffnet. Die verbliebenen Fahrer kämpfen um den Tagessieg. Valverde voraus, dahinter Kirchen, Sevilla und Wegmann.

Nun passiert Kim Kirchen Alejandro Valverde, der auch am heutigen Tag nicht gewinnen wird. Wegmann kommt nun noch einmal auf der linken Seite. Er kommt näher, näher, aber reicht das noch für den Sieg? Kim Kirchen oder Fabian Wegmann? Wie lautet der Sieger der heutigen Etappe? Das wird ganz eng. Wegmann hat die höhere Endgeschwindigkeit, aber Kirchen liegt noch einige Radlängen vor dem Deutschen. Es dürfte wohl reichen, oder? Ja! Kirchen triumphiert bei der fünften Etappe der 49. Vuelta al Pais Vasco und beschert seinem Team damit den ersten Erfolg bei dieser Rundfahrt im heurigen Jahr. Platz zwei geht an Fabian Wegmann, Platz drei sichert sich Alejandro Valverde vor seinem Teamkollegen Niklas Axelsson und dem Spanier Oscar Sevilla. Auch Monfort und Efimkin erreichen nun das Ziel. Sie verlieren knapp 25 Sekunden auf den heutigen Tagessieger. Diese müssen sie damit morgen wieder gutmachen, was bestimmt nicht leicht werden wird. Morgen melde ich mich zum letzten Mal mit der letzten Etappe, mit einem Zeitfahren im heutigen Zielort Zalla über 24 Kilometer. Hier wird wohl die Entscheidung zwischen Joaquin Rodriguez, Thomas Dekker und Alberto Contador über den Rundfahrtsieg fallen. Bis dahin.. Ciao!


er war heute im Sprint der Stärkste – Kim Kirchen

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#7

RE: Vuelta Ciclista al Pais Vasco (PT)

in Rennberichte 11.04.2009 15:06
von El Imbatido | 44 Beiträge

Ein recht herzliches Willkommen zum letzten Teilstück der 49. Vuelta al Pais Vasco. Am heutigen Tag geht sie also zu Ende, die Baskenland-Rundfahrt und dieser heutige Tag verspricht noch sehr viel Spannung, denn die ersten drei Fahrer in der Gesamtwertung sind gerade einmal zwei Sekunden von einander getrennt.

Für die Fahrer gilt es heute ein 24 Kilometer langes Einzelzeitfahren hinter sich zu bringen. Start und Ziel befindet sich jeweils in Zalla, wo auch die gestrige Etappe zu Ende ging, die ja bekanntlich Kim Kirchen, der Vierte der Gesamtwertung, für sich entscheiden konnte. Das heutige Zeitfahren sollte man jedoch auf keinen Fall unterschätzen, denn im Laufe dieser 24 Kilometer stehen einige Anstiege an, darunter ein Anstieg mit einer Länge von vier Kilometern, bei dem rund 230 Höhenmeter zurückgelegt werden müssen.

Bevor wir uns der Live-Übertragung widmen, sehen wir uns die Ausgangssituation der Besten in der Gesamtwertung an. Beginnen wir mit dem Kampf um die Plätze 10 aufwärts und abwärts.

Zitat
005. 051 EFIMKIN Vladimir | 19:31:08 + 00:00:57
006. 045 MONFORT Maxime | 19:31:08 + 00:00:57
007. 074 SEVILLA Oscar | 19:31:24 + 00:01:13
008. 212 SZMYD Sylvester | 19:31:24 + 00:01:13
009. 002 VALVERDE BELMONTE Alejandro | 19:31:38 + 00:01:27
010. 133 MOSQUERA Ezequiel | 19:31:45 + 00:01:34
011. 001 AXELSSON Niklas | 19:31:59 + 00:01:48
012. 111 MONCOUTIE David | 19:32:26 + 00:02:15
013. 116 HESJEDAL Ryder | 19:32:49 + 00:02:38
014. 073 VAN DEN BROECK Jurgen | 19:33:07 + 00:02:56



Wie sie sehen können, haben hier noch einige die Chance auf einen Platz unter den ersten 10 in der Gesamtwertung. Für Oscar Sevilla, Sylvester Szmyd und Ezequiel Mosquera wird es am heutigen Tag bestimmt hart werden, ihre Positionen verteidigen zu können, denn auf den Positionen 13 und 14 lauern mit Ryder Hesjedal und Jurgen van den Broeck zwei starke Zeitfahrer, die noch gute Chancen auf einen Platz unter den besten 10 im Endklassement haben.

Zitat
001. 092 RODRIGUEZ OLIVER Joaquin | 19:30:11 + 00:00:00
002. 121 DEKKER Thomas | 19:30:11 + 00:00:00
003. 132 CONTADOR VELASCO Alberto | 19:30:13 + 00:00:02
004. 015 KIRCHEN Kim | 19:30:43 + 00:00:32
005. 051 EFIMKIN Vladimir | 19:31:08 + 00:00:57
006. 045 MONFORT Maxime | 19:31:08 + 00:00:57



Die oberhalb angeführten Fahrer sind jene Fahrer, die noch reelle Chancen auf den Sieg beziehungsweise auf das Podium haben. Der Sieg wird wohl heute nur über Thomas Dekker oder Alberto Contador gehen, denn keiner kann sich vorstellen, dass Joaquin Rodriguez am heutigen Tag so über sich heraus wachsen wird, dass er sich gegen die beiden wehren kann und sogar sein Führungstrikot verteidigen kann. Rodriguez muss auch noch darauf achten, nicht vom Podium zu fallen, denn auf Platz vier lauert mit Kim Kirchen ein weiterer starker Zeitfahrer, der gerade einmal 32 Sekunden auf den Spanier Rückstand hat. Diese 32 Sekunden könnten schneller weg sein, als es Rodriguez lieb ist, denn etwas mehr als eine Sekunde pro Kilometer schneller als Rodriguez und Kirchen kann den Bouygues Telecom-Fahrer noch abfgangen. Dahinter wird es für den Russen Vladimir Efimkin und dem Belgier Maxime Monfort bereits schwer noch aufs Podium kommen zu können, doch auch sie haben noch geringe Chancen, müssen aber wohl eher auf die Fahrer dahinter achten.

Damit sind Sie für die Entscheidung in Sachen Vorausblick gerüstet und damit können wir nun auch in die Live-Übertragung einsteigen. Viele Fahrer befinden sich bereits im Ziel, darunter auch der zur Zeit Führende, Danny Pate vom Team Fuji. Der US-Amerikaner konnte sich auf den letzten Etappen gut schonen und heute sein Maximum abrufen. Dahinter liegt der Spanier Luis Leon Sanchez Gil auf dem zweiten Platz. Der Euskaltel-Profi fand bei dieser Rundfahrt keinen Rhythmus und wird deshalb auch nichts mit dem Ausgang der Rundfahrt zu tun haben. Auf Platz drei folgt mit Jose Ivan Gutierrez ein weiterer Spanier. Auch für Gutierrez lief die Rundfahrt alles andere als nach Plan. 17 Fahrer werden nun noch im Ziel erwartet, als Nächster soll der Spanier Juanma Garate vom Team Rabobank folgen. Er lag bei den Zwischenzeiten bereits deutlich zurück und wird wohl auch noch weiter verloren haben. Vielleicht konnte er bereits vom Holländer Robert Gesink eingeholt werden, der gerade einmal 120 Sekunden nach dem spanischen Meister der Vergangenheit gestartet ist. Bevor dieser aber das Ziel erreicht, können Sie den derzeitigen Stand im Ziel betrachten:

Zitat
001. 157 PATE Danny | 00:32:45 + 00:00:00
002. 027 SANCHEZ GIL Luis Leon | 00:32:48 + 00:00:03
003. 182 GUTIERREZ PALACIOS José Ivan | 00:32:55 + 00:00:10
004. 061 FOTHEN Markus | 00:32:56 + 00:00:11
005. 005 DANIELSON Tom | 00:33:01 + 00:00:16
006. 112 COPPEL Jérôme | 00:33:03 + 00:00:18
007. 134 HORNER Christopher | 00:33:04 + 00:00:19
008. 086 MOREAU Christophe | 00:33:06 + 00:00:21
009. 156 HAMILTON Tyler | 00:33:08 + 00:00:23
010. 148 COSTA Rui | 00:33:09 + 00:00:24
011. 003 PELLIZOTTI Franco | 00:33:10 + 00:00:25
012. 036 PENA Victor Hugo | 00:33:12 + 00:00:27
013. 043 DE GREEF Francis | 00:33:13 + 00:00:28
014. 138 ZUBELDIA AGIRRE Haimar | 00:33:16 + 00:00:31
015. 085 FUGLSANG Jacob | 00:33:17 + 00:00:32
016. 008 ERVITI Imanol | 00:33:18 + 00:00:33
017. 135 NAVARRO GARCIA Daniele | 00:33:20 + 00:00:35
018. 068 VAUGRENARD Benoît | 00:33:23 + 00:00:38
019. 098 PARDILLA BELLÓN Sergio | 00:33:25 + 00:00:40
020. 066 SIUTSOU Kanstantin | 00:33:26 + 00:00:41
021. 087 SASTRE CANDIL Carlos | 00:33:28 + 00:00:43
022. 063 LOWE Trent | 00:33:32 + 00:00:47
023. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel | 00:33:33 + 00:00:48
024. 053 KNEES Christian | 00:33:35 + 00:00:50
025. 006 PEREZ SANCHEZ Francisco | 00:33:36 + 00:00:51
026. 211 VICIOSO Angel | 00:33:37 + 00:00:52
027. 016 NIERMANN Grischa | 00:33:41 + 00:00:56
028. 013 HANSEN Adam | 00:33:46 + 00:01:01
029. 093 CUSIN Remy | 00:33:49 + 00:01:04
030. 137 POZZOVIVO Domenico | 00:33:54 + 00:01:09
031. 113 JACOBS Pieter | 00:33:55 + 00:01:10
032. 122 ELTINK Theo | 00:33:56 + 00:01:11
033. 131 ALBASINI Michael | 00:33:57 + 00:01:12
034. 026 ROVIRA POUS Jaume | 00:33:59 + 00:01:14
035. 022 OROZ UGALDE Juan Jose | 00:34:01 + 00:01:16
036. 067 VAN GOOLEN Jurgen | 00:34:03 + 00:01:18
037. 004 BOTCHAROV Alexandre | 00:34:05 + 00:01:20
038. 155 VOECKLER Thomas | 00:34:06 + 00:01:21
039. 151 ANZA Santo | 00:34:08 + 00:01:23
040. 012 CAPECCHI Eros | 00:34:09 + 00:01:24
041. 141 DE LA FUENTE RASILLA David | 00:34:10 + 00:01:25
042. 091 ARROYO DURAN David | 00:34:11 + 00:01:26
043. 014 JUFRE POU Josep | 00:34:12 + 00:01:27
044. 035 LOPEZ GARCIA David | 00:34:13 + 00:01:28
045. 018 ZABALLA Constantino | 00:34:14 + 00:01:29
046. 046 PINEAU Jerome | 00:34:15 + 00:01:30
047. 213 ETXARRI MARIN Javier | 00:34:17 + 00:01:32
048. 171 ARDILA CANO Mauricio Alberto | 00:34:18 + 00:01:33
049. 097 TIRALONGO Paolo | 00:34:19 + 00:01:34
050. 047 PLIUSCHIN Alexandre | 00:34:20 + 00:01:35
051. 033 KERN Christophe | 00:34:21 + 00:01:36
052. 038 SABIDO Hugo | 00:34:23 + 00:01:38
053. 007 HORRACH RIPPOLL Joan | 00:34:25 + 00:01:40
054. 146 PEDRAZA Walter | 00:34:26 + 00:01:41
055. 052 KISERLOVSKI Robert | 00:34:27 + 00:01:42
056. 075 SOKOLOV Evgeny | 00:34:27 + 00:01:42
057. 041 ANTON HERNANDEZ Igor | 00:34:28 + 00:01:43
058. 034 LANDALUZE INTXAURRAGA Inigo | 00:34:28 + 00:01:43
059. 077 VEILLEUX David | 00:34:29 + 00:01:44
060. 081 CUESTA LOPEZ DE CASTRO Inigo | 00:34:30 + 00:01:45




Juan Manuel Garate befindet sich bereits auf den letzten Metern. Der Spanier kommt zwar noch vor dem Holländer Robert Gesink ins Ziel, doch die Zeit ist alles andere als vielversprechend. Bereits über 34 Minuten ist der Spanier unterwegs und damit wird er am Ende des Tages bestimmt nicht unter den ersten 40 oder gar 30 landen. Garate erreicht das Ziel mit einer Zeit von 34‘41“. Damit liegt der Spanier, der für das Team Rabobank startet, auch vorerst nur auf dem enttäuschenden 71. Platz mit einem Rückstand von 1‘54“ auf den Führenden, Danny Pate.

Wenige Meter dahinter kann man bereits den Holländer Robert Gesink anrauschen kommen sehen. Der Astana-Profi, der im letzten Jahr noch für das Team Rabobank an den Start ging, ist auf einem guten Weg eventuell unter den ersten 3 landen zu können. Das wird auf jeden Fall eine Zeit unter 33 Minuten. Die letzten Meter für Robert Gesink und erreicht das Ziel mit einer Zeit von 32‘58“. Gute Zeit für den Holländer. Damit liegt er hinter Markus Fothen auf dem fünften Zwischenrang.

Nun erwarten wir den Franzosen Pierre Rolland im Ziel aber das könnte noch ein paar Sekündchen dauern, denn der Francaise des Jeux-Fahrer zählt nicht zu den besten Zeitfahrern und wird wohl auch einige Sekunden verlieren. Vor der heutigen Etappe lag er auf dem guten 15. Zwischenrang. Schauen wir auch einmal zum Startbereich, denn in diesem Moment müsste der Führende in der Gesamtwertung, Joaquin Rodriguez Oliver, von der Startrampe rollen. Ja, so ist es. Rodriguez startet nun als letzter der 139 verbliebenen Fahrer ins Rennen. Zum heutigen Zeitfahren ist neben Robert Förster auch Fabian Wegmann nicht mehr angetreten. Die beiden Ag2r-Profis machen es sich im Hotel gemütlich, bevor sie wieder zurück nach Frankreich reisen.

Nun erreicht Pierre Rolland das Ziel. Auch er rettet sich wohl nur wenige Meter vor dem hinter ihm folgenden Belgier Jurgen van den Broeck ins Ziel. Dieser ist auch auf einem guten Weg, er kämpft ja noch um einen Platz unter den ersten 10. Rolland erreicht soeben das Ziel. Seine Endzeit beträgt 34‘48“ und damit ist er sogar noch langsamer als der Spanier Juanma Garate. Daher auch nur der 80. Platz im Zwischenklassement für Rolland, nicht das Wahre für den jungen Franzosen.

Aber Jurgen van den Broecks Zeit lässt auf mehr hoffen. Der Belgier kämpft hier noch um einen Platz unter den ersten Fünf oder Zehn. Es wird schwer werden für den Belgier, der vor der heutigen Etappe auf Platz 14 in der Gesamtwertung lag. 33‘07“ benötigt der Saxo Bank-Profi für die 24 Kilometer. Das bedeutet Platz neun mit einem Rückstand von 22 Sekunden.

Nun erwarten wir aber eine starke Zeit vom nächsten Fahrer. Ryder Hesjedal, der Kanadier, der sich bei dieser Rundfahrt von einer sehr starken Seite zeigt, greift nun nach der Bestzeit. Bei der ersten und einzigen Zwischenzeit lag der Kanadier auch gerade einmal fünf Sekunden hinter Pate auf dem dritten Platz. Vor ihm war dort nur der Spanier Alejandro Valverde, der diese Zwischenzeit vor wenigen Sekunden passierte, und eben Danny Pate. Hesjedal haut noch einmal den schwersten Gang rauf und geht aus dem Sattel. Er kämpft und das könnte sich auszahlen. Das hügelige Profil kam ihm wohl sogar leicht entgegen und so erreicht er das Ziel mit einer Zeit von 32‘52“. Starke Zeit vom Kanadier, der sich damit auf Platz drei schiebt und Gutierrez vom Podium schmeißt. Sieben Sekunden fehlen dem Kanadier am Ende auf den Führenden. Trotzdem eine starke Rundfahrt des Rock Racing-Fahrers.

Nun sollte der Franzose David Moncoutie folgen. Wo lag er bei der ersten Zwischenzeit? Ja, knapp 20 Sekunden hinter Pate, der noch immer die Bestzeit hält. Wenn diese von den Spitzenreitern in der Gesamtwertung passiert wird, sind wir natürlich Live mit dabei. Aber bis dahin dauert es noch. Moncoutie, der in der Gesamtwertung 23 Sekunden vor dem nun virtuell führenden Hesjedal lag, muss hier auf den letzten Kilometern zulegen, um die Chance auf einen Platz unter den ersten 10 am Ende haben zu können. Die letzten 200 Meter für Moncoutie, wo liegt er zeitmäßig? Ja, schon über 33 Minuten für den Franzosen. Damit wird er seinen 12. Rang an Hesjedal verlieren, das steht fest. Aber vor van den Broeck müsste er noch bleiben, auf den hatte er weit mehr Guthaben. 33‘24“ für den Franzosen, der damit auf Platz 21 liegt. 39 Sekunden verliert er auf den Führenden Danny Pate, 32 Sekunden auf Ryder Hesjedal.

Nun erwarten wir den Vorjahressieger Niklas Axelsson im Ziel. Er liegt zur Zeit auf dem 11. Platz in der Gesamtwertung, kann er diesen halten oder sogar verbessern? Wir werden es am Ende der Etappe sehen. Wo lag Axelsson bei der Zwischenzeit? In etwa dort, wo auch Moncoutie lag, also rund 20, 30 Sekunden hinter Pate. Der Schwede hat in der Gesamtwertung knapp 50 Sekunden Vorsprung auf Ryder Hesjedal. Nun sehen wir Axelsson auf dem Weg ins Ziel. Noch 300 Meter für den Schweden vom Team Caisse d’Epargne. Er hat noch ein paar Sekunden verloren, aber für die Führung in der Gesamtwertung sollte es reichen. Also für das virtuelle gelbe Trikot natürlich. Ja, mit einer Zeit von 33‘38“ ist er zwar nicht bei den Schnellsten, aber er behauptet seinen 11. Platz knapp vor Ryder Hesjedal, dem nur vier Sekunden auf Axelsson am Ende fehlen werden.

Weiter geht es nun mit dem Spanier Ezequiel Mosquera, der in Kürze das Ziel erreichen müsste. 14 Sekunden darf er langsamer als der vor ihm gestartete Schwede Niklas Axelsson sein, ansonsten verliert er seinen guten 10. Platz in der Gesamtwertung. Aber davor erreicht nun Maxime Monfort die Zwischenzeit. Widmen wir uns also kurz noch dem Belgier, der gut unterwegs ist. Ja, sieben Sekunden liegt er nur hinter Pate zurück, der noch immer Spitzenreiter sowohl bei der Zwischenzeit als auch im Ziel ist. Mosquera wird da wohl nicht mithalten können, seine Zeit wird wohl gerade noch unter 34 Minuten lauten. Damit wird er einige Positionen am Ende im Gesamtklassement verlieren. 33‘57“ für den Spanier. Den Umständen entsprechend würde ich mal sagen. Nicht schlecht für seine Verhältnisse, aber auch nicht atemberaubend. Damit liegt er vorzeitig auf dem 38. Platz.

Weiter geht es nun mit dem Spanier Alejandro Valverde. Gestern schien er eine kleine Erleuchtung gehabt zu haben, denn plötzlich ging es wieder für den Spanier. Kann er heute sogar noch mehr zeigen? Bei der Zwischenzeit lag er ja hervorragend mit gerade einmal zwei Sekunden Rückstand auf Danny Pate. Und das wird eine hervorragende Zeit für den Spanier werden. Wieder einmal belehrt er uns eines Besseren, dass ihm solche Zeitfahren einfach liegen. Super Zeit von Valverde. Damit wird er sich eventuell noch in der Gesamtwertung vorschieben können. Das wird eine 32er Zeit werden. Kann er sogar Danny Pate abfangen? Nein, geht sich knapp nicht aus für den Caisse d’Epargne-Kapitän. 32‘49“ für Valverde. Trotzdem starker dritter Platz zur Zeit.

Nun erwarten wir den Polen Sylvester Szmyd im Ziel. Er startet für das us-amerikanische Team BMC, das ja mit Jose Serpa das Bergtrikot gewinnen konnte. Für ihn sah es bei der Zwischenzeit auch nicht super aus. Im Bereich von Mosquera befand er sich dort. Das könnte eng werden für die Top 10 am Ende der Rundfahrt. Zuvor schauen wir noch einmal kurz zur Zwischenzeit, denn vorhin haben wir Vladimir Efimkin verpasst. Der Russe lag dort neun Sekunden zurück. Auch für ihn ist noch alles möglich, er kämpft wohl mit Maxime Monfort um den fünften Rang am Ende. Aber nun folgt der Luxemburger Kim Kirchen. Setzt er nun eine kleine Richtmarke für die nächsten Fahrer? Ja, starke Zeit von Kirchen. Er pulverisiert die Zeit von Pate um neun Sekunden. Stark! Damit wird es wohl für Joaquin Rodriguez gewaltig schwer werden. Szmyd erreicht währenddessen das Ziel mit einer Zeit von 34‘02“. Platz 43 damit nur für den Polen, der auch wichtige Sekunden verliert.

Der Spanier Oscar Sevilla vom Team Rock Racing wird nun in Kürze im Ziel erscheinen. Er soll bereits am letzten Kilometer sein. Also haben wir noch kurz Zeit, einen Blick auf die Zwischenzeit zu werfen, denn nun sollte der „Klettergott“ Alberto Contador folgen. In den letzten Jahren hat sich der Spanier auch im Zeitfahren gewaltig weiterentwickelt, sodass mit ihm nun auch hier zu rechnen ist. Oh, und was für eine Zeit vom Spanier. Zehn Sekunden liegt er nun vor Kim Kirchen, der ja schon eine gewaltige Zeit hingelegt hatte. Das verspricht nun noch mehr Spannung für die letzten Minuten. Wie sieht’s für Sevilla aus? Der sollte gleich den Zielstrich erreichen. Auch er kann auf keinen Fall mit den Besten mithalten, aber das dürfte ein guter Platz im Mittelfeld werden. Naja, mit 33‘43“ liegt er zur Zeit auf dem 34. Platz. Das sieht nicht schlecht aus für den Spanier.

Bevor nun die Entscheidung fällt, haben wir noch den Stand im Ziel für Sie:

Zitat
001. 157 PATE Danny | 00:32:45 + 00:00:00
002. 027 SANCHEZ GIL Luis Leon | 00:32:48 + 00:00:03
003. 002 VALVERDE BELMONTE Alejandro | 00:32:49 + 00:00:04
004. 116 HESJEDAL Ryder | 00:32:52 + 00:00:07
005. 182 GUTIERREZ PALACIOS José Ivan | 00:32:55 + 00:00:10
006. 061 FOTHEN Markus | 00:32:56 + 00:00:11
007. 042 GESINK Robert | 00:32:58 + 00:00:13
008. 005 DANIELSON Tom | 00:33:01 + 00:00:16
009. 112 COPPEL Jérôme | 00:33:03 + 00:00:18
010. 134 HORNER Christopher | 00:33:04 + 00:00:19
011. 086 MOREAU Christophe | 00:33:06 + 00:00:21
012. 073 VAN DEN BROECK Jurgen | 00:33:07 + 00:00:22
013. 156 HAMILTON Tyler | 00:33:08 + 00:00:23
014. 148 COSTA Rui | 00:33:09 + 00:00:24
015. 003 PELLIZOTTI Franco | 00:33:10 + 00:00:25
016. 036 PENA Victor Hugo | 00:33:12 + 00:00:27
017. 043 DE GREEF Francis | 00:33:13 + 00:00:28
018. 138 ZUBELDIA AGIRRE Haimar | 00:33:16 + 00:00:31
019. 085 FUGLSANG Jacob | 00:33:17 + 00:00:32
020. 008 ERVITI Imanol | 00:33:18 + 00:00:33
021. 135 NAVARRO GARCIA Daniele | 00:33:20 + 00:00:35
022. 068 VAUGRENARD Benoît | 00:33:23 + 00:00:38
023. 111 MONCOUTIE David | 00:33:24 + 00:00:39
024. 098 PARDILLA BELLÓN Sergio | 00:33:25 + 00:00:40
025. 066 SIUTSOU Kanstantin | 00:33:26 + 00:00:41
026. 087 SASTRE CANDIL Carlos | 00:33:28 + 00:00:43
027. 063 LOWE Trent | 00:33:32 + 00:00:47
028. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel | 00:33:33 + 00:00:48
029. 053 KNEES Christian | 00:33:35 + 00:00:50
030. 006 PEREZ SANCHEZ Francisco | 00:33:36 + 00:00:51
031. 211 VICIOSO Angel | 00:33:37 + 00:00:52
032. 001 AXELSSON Niklas | 00:33:38 + 00:00:53
033. 016 NIERMANN Grischa | 00:33:41 + 00:00:56
034. 074 SEVILLA Oscar | 00:33:43 + 00:00:58
035. 013 HANSEN Adam | 00:33:46 + 00:01:01
036. 093 CUSIN Remy | 00:33:49 + 00:01:04
037. 137 POZZOVIVO Domenico | 00:33:54 + 00:01:09
038. 113 JACOBS Pieter | 00:33:55 + 00:01:10
039. 122 ELTINK Theo | 00:33:56 + 00:01:11
040. 133 MOSQUERA Ezequiel | 00:33:57 + 00:01:12
041. 131 ALBASINI Michael | 00:33:57 + 00:01:12
042. 026 ROVIRA POUS Jaume | 00:33:59 + 00:01:14
043. 022 OROZ UGALDE Juan Jose | 00:34:01 + 00:01:16
044. 212 SZMYD Sylvester | 00:34:02 + 00:01:17
045. 067 VAN GOOLEN Jurgen | 00:34:03 + 00:01:18
046. 004 BOTCHAROV Alexandre | 00:34:05 + 00:01:20
047. 155 VOECKLER Thomas | 00:34:06 + 00:01:21
048. 151 ANZA Santo | 00:34:08 + 00:01:23
049. 012 CAPECCHI Eros | 00:34:09 + 00:01:24
050. 141 DE LA FUENTE RASILLA David | 00:34:10 + 00:01:25



Maxime Monfort, der Belgier vom Team Saxo Bank, wird nun in Kürze erwartet. Er lag bei der Zwischenzeit 26 Sekunden hinter Alberto Contador und 7 hinter Danny Pate. Aber auch hier werfen wir noch kurz einen Blick auf die besagte Zwischenzeit, bei der nun Thomas Dekker, Topfavorit auf den Gesamtsieg, eintrudeln sollte. Hier kommt der Holländer bereits schon angeschossen. Wie sieht es mit seiner Zeit aus? Ja, er ist dabei! Dekker liegt gerade einmal zwei Sekunden hinter Alberto Contador. Was für eine spannende Abschlussetappe bei der 49. Auflage der Baskenland-Rundfahrt. Aber wie ergeht es Maxime Monfort? Er wird nicht an die Bestzeit von Pate rankommen, aber es sollte wohl auch für eine Zeit unter 33 Minuten reichen. Ja, 32‘56“ für den Belgier. Damit zeitgleich mit Markus Fothen auf dem sechsten Platz. Damit kann er zufrieden sein.

Fünf Fahrer werden nur noch im Ziel erwartet. Darunter auch der Russe Vladimir Efimkin, der als Nächster folgen wird. Er lag bei der Zwischenzeit zwei Sekunden hinter Maxime Monfort, der in der Gesamtwertung zeitgleich mit Efimkin liegt. Es geht hier also auch um jede Sekunde. Wie sieht es für den Russen aus? Oh, ich glaube nicht, dass das reichen wird. Er hat noch einige Meter zurückzulegen und er liegt schon bei 32‘50“. Nein, das reicht nicht für den Russen. Mit 33‘05“ erreicht Efimkin das Ziel. Damit fällt er in der Gesamtwertung auf den sechsten Rang zurück, Monfort wird mit großer Wahrscheinlichkeit am Ende den fünften Platz belegen. Rodriguez erreicht nun als Letzer die Zwischenzeit. Hat er noch Chancen auf den Gesamtsieg? Ich wage es zu bezweifeln, aber warten wir einmal ab. Ja, bereits über 60 Sekunden Rückstand auf Contador, der zwar knapp 20 Sekunden vor Pate liegt, aber trotzdem ist das schon eine Menge Holz.

Der Luxemburger Kim Kirchen kämpft noch um einen Platz auf dem Podium. Er wird mit Sicherheit die Zeit von Rodriguez gehört haben und das sollte ihn motivieren, noch einmal alles zu geben, denn das ist die große Chance für den Columbia-Profi. Er kann aber nun auch einmal die Bestzeit setzen, denn bei der Zwischenzeit lag er vor Danny Pate, der schon seit einigen Fahrern auf dem Hot-Seat sitzt, der für den Führenden reserviert ist. Das müsste reichen für Kirchen, der noch mehr als 20 Sekunden Zeit hat. Ja, 32‘32“ für Kim Kirchen. Eine gute Zeit für ihn. Damit übernimmt er die Führung von Danny Pate, der damit auf Platz zwei liegt.

Alberto Contador beißt auch schon gewaltig. Er gibt alles und das könnte reichen für den Spanier. Gewaltige Zeit wird das werden. Er liegt noch bei 31‘50“ und hat keinen Kilometer mehr bis zum Ziel. Jetzt steht er noch einmal auf und sprintet in Richtung Ziel. Contador wird Kirchen auch gleich wieder vom Hot-Seat verdrängen, aber für Contador geht es hier natürlich nicht um den Tagessieg, sondern eher um den Gesamtsieg. Zwei Sekunden muss er am Ende vor Dekker und Rodriguez sein, dann hat er diesen. Contador überquert die Ziellinie mit einer Zeit von 32‘18“. Damit ist er um weitere 14 Sekunden schneller als Kim Kirchen, Gratulation. Kann das der Holländer Thomas Dekker noch schlagen? Es wird schwer, es wird schwer.

Noch 1 000 Meter für Thomas Dekker. Gestern wollte er Contador noch einmal ein paar Sekunden abnehmen. Kostete das zu viel Kraft oder kam es aufs Gleiche, denn auch Contador musste natürlich das Loch schließen und verlor dadurch bestimmt Kraft. Contador oder Dekker? Wie heißt der Sieger der 49. Auflage der Vuelta al Pais Vasco? Es wird eng, ganz eng. Dekker oder Contador? Dekker hat noch gut 200 Meter zurückzulegen und seine Zeit beträgt lautet 31‘05“. Das könnte sich ausgehen für den Tagessieg und dann natürlich auch für den Gesamtsieg. Es wird aber bestimmt eine enge Entscheidung zwischen dem Holländer und dem Spanier. Dekker macht‘s! Ja, Dekker gewinnt wohl nicht nur am heutigen Tag, sondern auch in der Gesamtwertung! Mit 32‘14“ nimmt er dem Spanier weitere vier Sekunden ab und liegt damit in der Gesamtwertung sechs Sekunden in Front.

Ein gequälter Joaquin Rodriguez plagt sich auch noch die letzten Meter bis zum Ziel. Die Zeit von Dekker ist bereits um, daher wissen wir nun auch, dass Dekker die Baskenland-Rundfahrt 2009 für sich entscheiden wird. Gratulation dazu! Aber wer wird den dritten Platz belegen? Rodriguez oder Kim Kirchen? 32 Sekunden hatte er vor der Etappe Vorsprung auf Kirchen. Er müsste also mit einer Zeit von 33‘04“ das Ziel erreichen. Das wird wohl nicht möglich sein. Und in diesem Moment darf sich Kirchen über Platz drei freuen, denn Rodriguez fährt bereits 33‘06“ und hat noch gut 600, 700 Meter bis zum Ziel. Ja, ein glückliches Gesicht sieht wohl anders aus. 33‘52“ beträgt die Endzeit für Rodriguez. Damit wird es wohl auch noch um Platz vier eng, aber das können sie dann in Kürze nachlesen. Ich verabschiede mich damit von der diesjährigen Baskenland-Rundfahrt und wünsche Ihnen noch frohe Ostern. Tschau!



er war im heurigen Jahr nicht zu schlagen – Thomas Dekker gewinnt die 49. Auflage der Vuelta al Pais Vasco

6. Etappe [EZF]
001. 121 DEKKER Thomas | 00:32:14 + 00:00:00
002. 132 CONTADOR VELASCO Alberto | 00:32:18 + 00:00:04
003. 015 KIRCHEN Kim | 00:32:32 + 00:00:18
004. 157 PATE Danny | 00:32:45 + 00:00:31
005. 027 SANCHEZ GIL Luis Leon | 00:32:48 + 00:00:34
006. 002 VALVERDE BELMONTE Alejandro | 00:32:49 + 00:00:35
007. 116 HESJEDAL Ryder | 00:32:52 + 00:00:38
008. 182 GUTIERREZ PALACIOS José Ivan | 00:32:55 + 00:00:41
009. 045 MONFORT Maxime | 00:32:56 + 00:00:42
010. 061 FOTHEN Markus | 00:32:56 + 00:00:42
011. 042 GESINK Robert | 00:32:58 + 00:00:44
012. 005 DANIELSON Tom | 00:33:01 + 00:00:47
013. 112 COPPEL Jérôme | 00:33:03 + 00:00:49
014. 134 HORNER Christopher | 00:33:04 + 00:00:50
015. 051 EFIMKIN Vladimir | 00:33:05 + 00:00:51
016. 086 MOREAU Christophe | 00:33:06 + 00:00:52
017. 073 VAN DEN BROECK Jurgen | 00:33:07 + 00:00:53
018. 156 HAMILTON Tyler | 00:33:08 + 00:00:54
019. 148 COSTA Rui | 00:33:09 + 00:00:55
020. 003 PELLIZOTTI Franco | 00:33:10 + 00:00:56
021. 036 PENA Victor Hugo | 00:33:12 + 00:00:58
022. 043 DE GREEF Francis | 00:33:13 + 00:00:59
023. 138 ZUBELDIA AGIRRE Haimar | 00:33:16 + 00:01:02
024. 085 FUGLSANG Jacob | 00:33:17 + 00:01:03
025. 008 ERVITI Imanol | 00:33:18 + 00:01:04
026. 135 NAVARRO GARCIA Daniele | 00:33:20 + 00:01:06
027. 068 VAUGRENARD Benoît | 00:33:23 + 00:01:09
028. 111 MONCOUTIE David | 00:33:24 + 00:01:10
029. 098 PARDILLA BELLÓN Sergio | 00:33:25 + 00:01:11
030. 066 SIUTSOU Kanstantin | 00:33:26 + 00:01:12
031. 087 SASTRE CANDIL Carlos | 00:33:28 + 00:01:14
032. 063 LOWE Trent | 00:33:32 + 00:01:18
033. 062 GOMEZ MARCHANTE José Angel | 00:33:33 + 00:01:19
034. 053 KNEES Christian | 00:33:35 + 00:01:21
035. 006 PEREZ SANCHEZ Francisco | 00:33:36 + 00:01:22
036. 211 VICIOSO Angel | 00:33:37 + 00:01:23
037. 001 AXELSSON Niklas | 00:33:38 + 00:01:24
038. 016 NIERMANN Grischa | 00:33:41 + 00:01:27
039. 074 SEVILLA Oscar | 00:33:43 + 00:01:29
040. 013 HANSEN Adam | 00:33:46 + 00:01:32
041. 093 CUSIN Remy | 00:33:49 + 00:01:35
042. 092 RODRIGUEZ OLIVER Joaquin | 00:33:52 + 00:01:38
043. 137 POZZOVIVO Domenico | 00:33:54 + 00:01:40
044. 113 JACOBS Pieter | 00:33:55 + 00:01:41
045. 122 ELTINK Theo | 00:33:56 + 00:01:42
046. 133 MOSQUERA Ezequiel | 00:33:57 + 00:01:43
047. 131 ALBASINI Michael | 00:33:57 + 00:01:43
048. 026 ROVIRA POUS Jaume | 00:33:59 + 00:01:45
049. 022 OROZ UGALDE Juan Jose | 00:34:01 + 00:01:47
050. 212 SZMYD Sylvester | 00:34:02 + 00:01:48

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