Gent - Wevelgem (PT)

#1 von PS. , 08.04.2009 12:15

Herzlich willkommen zu Gent-Wevelgem. Ich bin PS und sie haben WCS TV eingeschaltet. Wir berichten heute von Gent-Wevelgem, allerdings können wir ihnen nur den Schlussteil der Etappe heute präsentieren, weil auch die Baskenlandrundfahrt parallel stattfindet. Es ist die insgesamt 71. Ausgabe dieses Halbklassikers. Das Rennen steht oft im Schatten von den beiden Monumenten Flandernrundfahrt und Paris-Roubaix. Ersteres endete am Sonntag und dort gewann Tom Boonen und letztes wird am Sonntag anstehen. Allerdings kann auch dieser Halbklassiker zu einem sehr interessanten Rennen avancieren, denn mit dem Monteberg und dem Kemmelberg stehen zwei Hellingen auf dem Programm die jeweils zweimal befahren werden müssen. Allerdings haben die Sprinter trotzdem eine gute Chance das Rennen für sich zu entscheiden, denn von der letzten Überquerung des Kemmelberg’s bis nach Wevelgem sind es ca. 30 km. Also noch genug Weg um sich zu sortieren und die Kopfsteinpflasterfahrer wieder einzuholen. Auch heute wird wieder ein Schlagabtausch zwischen Ausreißern und Sprintern erwartet. Größter Favorit natürlich der Flandernrundfahrt-Sieger Tom Boonen, der beides in einem ist. Wer kommt sonst noch in Frage? Natürlich alle die, die bei der Flandernrundfahrt letztes Wochenende überzeugen konnten aber auch die Topsprinter wie Freire, McEwen, Bennati oder Petacchi. Es wird also spannend zu sehen sein, ob die Gruppe es schafft oder ob es die Sprinter schaffen. Die ersten Livebilder erwarten wir in Kürze und somit zeigen wir ihnen noch die Zusammenfassung, was bisher geschah.

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Kurz nach dem Start gab es gleich eine Attacke. Phinney (KAT) und Frischkorn (QST), allerdings waren die beiden sich nicht richtig einig und fielen wieder zurück ins Feld. Die anschließende Attacke hatte aber Erfolg.

Zitat
Joseph (TSV)
Offredo (FDJ)



So hieß die Gruppe, die sich hier absetzen konnte, allerdings machten viele Teams Druck um das Duo wieder einzuholen. Die Überraschung war eigentlich immer außer Reichweite und so holte das Feld angeführt von Astana, Fuji, Ag2R, Bouygues und Silence die Ausreißer noch vor der ersten Passage des Monteberges ein. Der maximale Vorsprung war zwischenzeitlich auch nur 2:10 Minuten. Somit war alles für einen Schlagabtausch zwischen den Kopfsteinpflasterfahrern und den Sprintern bereit.





Es steht die erste Passage des Monteberges an. Alle belauerten sich. Die Favoriten des Rennens natürlich vorne weg, aber niemand macht Anstalten hier eine Attacke zu setzen. Die Fahrer fahren hier beim ersten Mal geschlossen über den Monteberg. Gleich kommt in wenigen Kilometern der Kemmelberg. Auch dieses Jahr wieder ohne die Abfahrt über Kopfsteinpflaster, sondern es geht über den schmalen Feldweg, wo maximal zwei Fahrer nebeneinander fahren können, allerdings ist auch das z. T. unmöglich. Es wird also interessant gleich in der Abfahrt. Dementsprechend groß sind auch die Positionskämpfe. Jeder will vorne in den Kemmelberg fahren. Ich sehe hier die Favoriten, wie Bennati oder O’Grady in den vordersten Reihen. So nun biegen die Fahrer hinein in den Kemmelberg. Es wird spannend. Wir fahren den Kemmelberg meines Wissens nach von Süden an. Er ist von her zwar nur 1,4 km lang, aber auch 7,8 % steil und vor allem die letzten Meter bis zum Gipfel haben es in sich. Die ersten flacheren Meter haben die Fahrer geschafft. Attackiert auch hier keiner? Bisher noch nicht. Kein Team ergreift hier die Initiative. Bisher läuft alles für die Sprinter. Kein schweres Rennen, was hier gefahren wird. Jetzt sehen wir die Fahrer schon kurz vor dem Gipfel im steilen Bereich. Wieder ist man hier relativ gemächlich hochgefahren. Keiner hat schon Kräfte verpulvert. Bisher läuft alles auf einen Zielsprint hin, aber wir haben ja noch eine Überfahrt von Monteberg und Kemmelberg. Jetzt erstmal die schmale Abfahrt, wo die Fahrer wie an einer Perlenkette heruntergefahren kommen. Ich glaube hier fahren keine zwei Fahrer nebeneinander. Es ist extrem gefährlich. Und da ein Sturz. Beppu (QST) rutscht aus der Kurve. Lund (GRM) erwischt es hier auch, weil er nicht mehr ausweichen kann. Beide können aber wieder aufstehen. Zum Glück ist es heute trocken und wir hier nicht auch noch eine nasse Abfahrt haben. Damit ist sie aber abgeschlossen und wir gehen in eine Werbepause.

Ich melde mich zurück aus dem heutigen Zielort aus Wevelgem. Die Fahrer befinden sich rund 5 km vor dem Monteberg und damit geht es jetzt in die entscheidende Phase der 71. Auflage des Halbtagesklassikers Gent-Wevelgem. Wieder sehen wir große Positionskämpfe im Feld. Und schon haben wir wieder eine Sturzmeldung. Drei Fahrer hat es erwischt. Boom (SAX), Gardeyn (TSV) und Coyot (FDJ) hat es hier erwischt, aber auch einige andere Favoriten haben wertvolle Plätze verloren. Für die drei wird es jetzt so gut wie unmöglich sein wieder an das rasende Hauptfeld zu kommen. Auch die beiden gestürzten aus der Abfahrt des Kemmelberges befinden sich nun hinter dem Feld. So der Monteberg kommt nun. 1 km lang und 7,3 % im Durchschnitt steil. Er steht eigentlich immer im Schatten des Kemmelberges, wo meistens die Entscheidung fällt. Die Helling ist erreicht und wieder sind die Favoriten in den vorderen Reihen. Ag2R macht hier Tempo. Das ist zwar hoch, aber das ist erst die erste Tempoverschärfung. Die Hälfte des Anstieges ist vorüber und wieder keine Attacke. Wir sehen die Fahrer schon fast an der Spitze und wieder rollt das Feld geschlossen über de Gipfel, trotz des hohen Tempo’s. So ein Gent-Wevelgem habe ich auch selten gesehen. Nun sind es keine 5 km mehr bis zum Kemmelberg, wo ich nun eine Attackenflut erwarte. Die Favoriten weiterhin vorne. Einige Sprinter hatten ein paar Positionen verloren und kommen wieder nach vorne, aber das war nicht gravierend. Jetzt geht es in den Kemmelberg und sofort die Attacke von Langeveld. Sein Teamkollege hat ihm hier lanciert und da können nur wenige den Anschluss halten. Allerdings sind wieder die beiden Bouygues Telecom-Leute Flecha und Nuyens dabei. Auch Haussler und Syl. Chavanel können hier mitgehen. Boonen ist nicht dabei. Die fünf fegen hier den Berg hoch und haben eine Lück gerissen. Dahitner kommt eine zweite Gruppe, aber ür die sieht das nicht gut aus. Im Feld hat man deutlich das Tempo verschärft. Nun sind die fünf Führenden am Gipfel angekommen. Also das sind Flecha (BTL), Nuyens (BTL), Haussler (SIL), Syl. Chavanel (FUJ) und Langeveld (FDJ). Dahinter ist eine Lücke. Dann kommt eine Gruppe um Maaskant und Franzoi. Das sind vier Fahrer, die dort die Verfolgergruppe bilden. Dann kommt das Feld. Ich denke mal das ist eine Lücke von rund 15-20 Sekunden auf die Führenden. Die sehen wir nun auch schon wieder im Flachen. Es sind nun noch ca. 30 km bis Wevelgem. Jetzt sollte man sich einig sein, aber ich sehe, dass dort jetzt schon Probleme auftauchen. Flecha und auch Nuyens wollen nicht mitführen. Dort wird diskutiert und auch nicht unbedingt freundlich, aber die beiden bleiben dabei. Sie gehen nicht in die Führung. Sie glauben wohl mit Bennati im Feld haben sie bessere Karten. Aber sie sind zu zweit und hätten hier einen taktischen Vorteil. Mal sehen, ob sich das nicht rächt. Chavanel hat ebenso noch O’Grady im Feld, Haussler hat Weylandt im Feld und Langeveld hat auch noch Gilbert im Feld. Die drei führen aber mit. Im Feld haben sich jetzt mehrere Mannschaften vor das Feld gespannt. Cofidis, Astana und Milram. Aber das sind gut und gerne zehn Mann, die sich hier die Arbeit teilen. Das ging relativ schnell mit dem Sortieren und der Nachführarbeit. Es sind noch 25 km und wir haben endlich eine Einblendung zur Rennübersicht.

Zitat
Flecha (BTL)
Nuyens (BTL)
Haussler (SIL)
Syl. Chavanel (FUJ)
Langeveld (FDJ)

Meersman (FDJ) + 0:11 Min.
Franzoi (QST)
Maaskant (QST)
Vermeltfort (TSV)

Feld + 0:21 Min.



Es sind doch nur vier Mann in der Verfolgergruppe, aber die arbeiten besser zusammen, als die Spitzengruppe, wo nur drei Fahrer durch die Führung gehen. Das wird noch ganz spannend. Können sich vielleicht die ersten beiden Gruppen zusammenschließen? Das Feld hat jedenfalls nur noch 20 Sekunden Rückstand auf die Spitze, aber auch das muss man erst einmal aufholen zumal die Spitzenreiter keine 100 km vor dem Feld bisher waren. Die sind ausgeruht. Die Verfolger kommen näher. Nur noch 9 Sekunden. Es sind nur noch 20 km. Die Spannung steigt. Wer gewinnt Gent-Wevelgem 2009? Die Sprinter aus dem Feld haben natürlich nun eine optimale Ausgangsposition, vor allem die, die vorne einen Mann in der Ausreißergruppe haben. Ein Boonen, ein Bennati oder ein Gilbert. Die Verfolger kommen näher an die Spitzengruppe. Es sind noch 8 Sek. Rückstand, aber auch das Feld arbeitet gut. Der Rückstand verringert sich weiter. Auch für sie sind es nur noch 17 Sekunden auf die Spitze. Jetzt sehen wir aber eine Windkante im Feld. Das Feld bricht auseinander und das in dieser wichtigen und entscheidenden Phase. Falls jetzt ein Sprinter von den nachführenden Mannschaften hinten ist, dann kommt die ganze Nachführarbeit wieder zum Erliegen. Und das bei nur noch 15 km, aber der Abstand schmilzt weiter. Cofifdis hat inzwischen fast das gesamte Team vorne. Auch Milram ist mit vier Fahrern vertreten. Wir bekommen eine neue Abstandsmeldung:

Zitat
Spitze
Verfolger + 0:05 Min.
Feld + 0:14 Min.



13 km und 14 Sekunden Rückstand für das Feld. Das kann ganz knapp werden, zumindest wenn die Verfolger aufschließen können und dann eine Neunergruppe vorne ist. Und tatsächlich vorne ist der Zusammenschluss 11 km vor dem Ziel erfolgt. Weiterhin lutschen Nuyens und Flecha, was das Zeug hält. Das Feld kommt näher. Nur noch 11 Sekunden. Jetzt wieder zurück zur Spitze. Dort guckt man sich auch schon um. Das ist kein gutes Zeichen! Jetzt kommt der Banner mit der 10 km-Marke. Vor allem kann das Feld die Ausreißer auf dieser langen Geraden sehen. Das ist natürlich ein psychologischer Vorteil, obwohl es auch nicht gut ist, wenn man merkt, dass man nur sehr schwer nach vorne kommt und das auf 30 km. Da können die Beine schnell schwer werden. Nur noch 9 km, aber auch nur noch 8 Sekunden. Ich glaube das Feld hat den Kampf gewonnen. Hier könnte ein Sprint in Wevelgem auf dem Programm stehen. Das Feld kommt näher und näher. Die Ausreißer kämpfen und kämpfen, aber nun sind es nur noch 7 Sekunden. Das Feld schiebt sich heran. Jetzt kommt noch eine engere Ortsdurchfahrt. Das könnte noch einmal positiv für die Spitzengruppe sein. Damit sind es auch nur noch 6 km. Es soll angeblich kein Favorit in der hinteren Windkantengruppe gelandet sein. Noch 6 Sekunden hat die Spitze auf das Feld und jetzt sehen sie schon die 5 km-Marke und Wevelgem. Die Ausreißer oder das Feld? Allerdings haben wir nun die Information, dass einige Sprintanfahrer doch abgefallen sein sollen. Nur noch 4 km und das Feld hat jetzt fast schon Windschatten. Die Ausreißer geben jetzt auch auf. Ich denke das Rennen war heute nicht schwer genug. Nur noch 3 km und es ist viel Bewegung in den vorderen Reihen. Das Feld ist geschlossen und damit gibt es hier einen Sprint auf der langen Zielgeraden. Wer sind jetzt die Favoriten? Die Sprinter! Das ist klar, aber vorne sehen wir sie nun. Bennati, Gilbert, Boonen, Cavendish, McEwen, Breschel, van Avermaet oder Steegmans. Die Liste ist lang. Nur noch 2 km. Die Spannugn ist hier zum Greifen nah. Das Feld ist zu sehen. Vorne ist Bouygues Telecom. Das sieht allerdings alles relativ unkoordiniert aus im Feld, als wenn es doch einige Verwirrung gibt, aufgrund der Windkante. Der Teufelslappen. Das Tempo ist hoch. Saxobank ist vorne. Cancellara zieht das Tempo an. Für wen fahren sie? Van Avermaet oder Breschel? Dann Bouygues mit Bennati weit vorne. Dahinter eine Meute von Sprintern, die z. T. an deren Hinterrädern lauert. Der Sprint wird früh eröffnet und zwar auf der rechten Seite kommt Cavendish. Noch 450 m. An seinem Hinterrad der Flandernsieger Boonen. Jetzt aber van Avermaet auf der anderen Seite mit Breschel. Noch 300 m. Cavendish geht ein wenig die Puste aus. Da kommt Weylandt vorbei geflogen. Boponen versucht ort den Anschluss zu finden. Weylandt vorn, aber jetzt kommt links McEwen. Dem liegt natürlich so ein Chaossprint. Noch 100 m. Wer gewinnt hier? Da kommt noch Gilbert und van Hummel. Sieg für … Ich habe keine Ahnung. Da sind mindestens drei bis vier Fahrer auf einer Höhe gewesen. Keiner hat gejubelt. Vorne waren auf jeden Fall Bennati, Breschel, Petacchi, Gasparotto und McEwen. Vielleicht auch noch van Hummel, der hier einen starken Sprint gefahren hat. Wir warten also auf das Zielfoto nach 203 km. Zielfotoentscheid bei Gent-Wevelgem 2009. Pettachi siegt! Zwei Zentimeter trennen ihn von Breschel und dann McEwen. So also das Podium. Jetzt müssen wir aber schnell abgeben, denn wir haben ja auch heute die Königsetappe von der Baskenlandrundfahrt im Programm. Ich verabschiede mich von ihnen. Das gesamte Resultat können sie natürlich in Kürze im Videotext finden. Ich hoffe sie schalten Sonntag wieder ein zum dritten Monument des Jahres, Paris-Roubaix. Damit verabschiede ich mich und wünsche ihnen noch einen schönen Tag.

 
PS.
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