#1

Scheldeprijs (1.HC)

in Rennberichte 15.12.2008 16:54
von Schnurer | 838 Beiträge

Startliste




001 CAVENDISH Mark (HIR)
002 BURGHARDT Marcus (HIR)
003 GRABSCH Bert (HIR)
004 HOSTE Leif (HIR)
005 KRIVTSOV Yuriy (HIR)
006 RAST Grégory (HIR)
007 ROELANDTS Jürgen (HIR)
008 WILLEMS Frederik (HIR)




011 VAITKUS Tomas (QSI)
012 SUTTON Christopher (QSI)
013 BALCIUNAS Linas (QSI)
014 BODROGI Laszlo (QSI)
015 ENGOULVENT Jimmy (QST)
016 WEGELIUS Charles (QSI)


[size=9]

021 MCEWEN Robbie (A2R)
022 VIERHOUTEN Aart (A2R)
023 RAVARD Anthony(A2R)
024 IVANOV Serguei (A2R)
025 MENGIN Christophe (A2R)
026 ISTA Kevin (A2R)
027 SINNER Benoît (A2R)
028 QUINZIATO Manuel (A2R)




031 DE KORT Koen (ROR)
032 CRIEL Tom (ROR)
033 STEURS Geert (ROR)
034 OMLOOP Gert (ROR)
035 DUCLOS-LASSALLE Hervé (ROR)
036 NAPOLITANO Danilo (ROR)
037 MAZUR Piotr (ROR)
038 BODNAR Maciej (ROR)




041 BARLA Luca (MRM)
042 CHAVANEL Sébastien (MRM)
043 CHICCHI Francesco (MRM)
044 EICHLER Markus (MRM)
045 GRAF Nico (MRM)
046 KNEES Christian (MRM)
047 MUSIOL Daniel (MRM)




051 HUSHOVD Thor (AST)
052 BAUMANN Erik (AST)
053 RODRIGUEZ Fred (AST)
054 BELOHVOSCIKS Raivis (AST)
055 JOACHIM Benoît (AST)
056 VOIGT Jens (AST)





061 VAN DIJK Stefan (CHO)
062 VANSPEYBROUCK Pieter (CHO)
063 KEISSE Iljo (CHO)
064 MURN Uros (CHO)
065 DE FAUW Dimitri (CHO)
066 BONGIORNO Guillermo Ruben (CHO)
067 SCHÄR Michael (CHO)
068 BAHATI Rahsaan (CHO)





071 BLAUDZUN Michael (C.A)
072 BONNET William (C.A)
073 GERRANS Simon (C.A)
074 HINAULT Sébastien (C.A)
075 RASCH Gabriel (C.A)
076 ROCHE Nicholas (C.A)
077 ROUSSEAU Nicolas (C.A)
078 USOV Alexandre (C.A)





081 AUGE Stéphane (BTL)
082 BARBE Koen (BTL)
083 BENNATI Daniele (BTL)
084 HUTAROVICH Yauheni (BTL)
085 HINCAPIE George (BTL)
086 PERGET Mathieu (BTL)
087 RENIER Franck (BTL)





091 ARVESEN Kurt-Asle (TSL)
092 BALLAN Alessandro (TSL)
093 CAPPELLE Andy (TSL)
094 COMMESSO Salvatore (TSL)
095 HULSMANS Kevin (TSL)
096 MARTENS Paul (TSL)
097 SIEBERG Marcel (TSL)
098 SIJMENS Nico (TSL)



Southaustralia.com

101 KOPP David (SOU)
102 CLARKE Simon (SOU)
103 DAWSON Peter (SOU)
104 DEMPSTER Zakkari (SOU)
105 GATES Nick (SOU)
106 HIGGERSON Shaun (SOU)
107 HONDO Danilo (SOU)





111 CLERC Aurélien (COF)
112 CONTRINI Daniele (COF)
113 DE WEERT Kevin (COF)
114 GRABSCH Ralf (COF)
115 HEIJBOER Mathieu (COF)
116 MOUREY Francis (COF)
117 SPRICK Matthieu (COF)
118 WESEMANN Steffen (COF)



Skil - Shimano

121 SUMMER Jochen (SKS)
122 OUCHI Kaoru (SKS)
123 ISASI FLORES Inaki (SKS)
124 DEN BAKKER Maarten (SKS)
125 CHENG Ji (SKS)
126 BACQUET Fabien (SKS)





131 COOKE Baden (BAR)
132 HAMMOND Roger (BAR)
133 HUNTER Robert (BAR)
134 SACCHI Fabio (BAR)
135 VERDUGO MARCOTEGUI Gorka (BAR)
136 GUERRA Hector (BAR)




141 DYUDYA Volodymyr (TCS)
142 GRABOVSKYY Dmytro (TCS)
143 KHATUNTSEV Alexander (TCS)
144 LODDO Alberto (TCS)
145 MARKOV Alexei (TCS)
146 POPOV Evgeny (TCS)
147 TRUSSOW Nikolai (TCS)
148 VAN EMDEN Jos (TCS)

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#2

RE: Scheldeprijs (1.HC)

in Rennberichte 15.12.2008 16:55
von Schnurer | 838 Beiträge

Herzlich Willkommen zum Scheldeprijs. Heute erwartet Sie ein kurzer Rückblick, bevor wir dann circa 30 Kilometer vor dem Ziel ins Re-Live, dementsprechend mit Live-Kommentar gehen werden.

Zuerst können wir mal einen Blick auf die Historie bzw. allgemeinen Informationen zum Rennen blicken. Der Grote Scheldeprijs (kurz: GP Scheldeprijs; deutsch: Scheldepreis) ist ein Eintagesrennen für Radrennfahrer im belgischen Flandern.
Der Grand Prix wurde schon 1907 zum ersten Mal ausgetragen und ist somit eines der ältesten belgischen Radrennen. In den letzten Jahren endete der Wettkampf, der in Schoten beginnt und endet, meist in einem Massensprint. Seit 2005 zählt er zur UCI Europe Tour und ist in die Kategorie 1.HC (1.1) eingestuft. Zudem bildet das Rennen alljährlich, fast schon traditionell, den Abschluss der Nordklassiker-Saison, die ja bei vielen unter sehr großer Aufmerksamkeit steht. Durch diese letzte Chance noch einmal seine Klasse auf dem schweren Pavé zu beweisen, haben auch heuer wieder viele Favoriten den Weg an den Start gefunden. Steffen Wesemann, George Hincapie, Robbie McEwen, Alessandro Ballan – das sind nur ein paar von ihnen, die zugleich auch den Stamm der Topfavoriten bilden, obwohl auf diesen schweren Kopfsteinpflaster-Abschnitten ja viel passieren kann. So konnte zum Beispiel Yaroslaw Popovych die U23-Auflage von Paris-Roubaix gewinnen. Ob das aber auf den chaotischen Rennverlauf bei Nordklassikern oder auf die noch fehlende Spezialisierung im Jugendalter zurückzuführen ist, ist sicher auch noch eine andere Frage.

Am heutigen Tage konnte sich wie so oft bereits sehr früh eine, heute relativ große, Ausreissergruppe vom Peloton lösen, welche das Rennen lange bestimmte, und durchaus interessante Fahrer beinhaltete, hier der Überblick über die Gruppe:

Zitat
Linas Balciunas (QSI)
Grégory Rast (HIR)
Daniele Contrini (COF)
Gabriel Rasch (C.A)
Fabio Sacchi (BAR)
Fabien Bacquet (SKS)
Christian Knees (MRM)



Durchaus namhafte Fahrer, auch wenn sie nicht gerade für ihre Qualitäten auf Kopfsteinpflaster bekannt sind, den Schweizer Gregory Rast mal ausgenommen.
Wir haben im Übrigen noch ein Kurzportrait eines interessanten Fahrer für Sie vorbereitet, heute ist der junge Franzose Fabien Bacquet der Glückliche. Fabien Bacquet begann seine Karriere 2006 bei dem französischen Radsport-Club Le CC Nogent-sur-Oise. Seinen ersten Sieg feierte er beim Prix des Blés d'Or. Außerdem wurde er zweimal Etappendritter bei der Tour de la Somme. Ab der Saison 2007 wird er für das niederländische Professional Continental Team Skil-Shimano an den Start gehen. Beim Circuit de la Sarthe belegte er auf dem Teilstück 2a den neunten Rang. Er gilt als ein noch recht chancenreicher Fahrer in der Zukunft, auch wenn noch andere französische Sprinttalente in der Hackordnung der Equipe Tricolore vor ihm stehen, wie zum Beispiel der gegenwärtig bei CSC unter Vertrag stehende Romain Feillu.


[align=center]
Der junge Franzose in Aktion [/div]

Die Gruppe wurde aber schon recht zeitig, circa 30 Kilometer vor dem Ziel gestellt, vor allem der Arbeit von Bouygues Telecom, Ag2r und Slipstream Chipotle war dies zu verdanken.

So kam es dann schließlich zu einer spannenden Situation, und alles deutete auf einen Sprint Royale wie im letzten Jahr hin, den damals noch der junge Brite Mark Cavendish gewinnen konnte, doch es kommt ja oft anders als man denkt. So auch heute, den ca. 22 Kilometer vor dem Ziel auf einer der Pavé-Passagen kam es zu einer Vorentscheidung. Durch eine Tempoforcierung konnte das Feld der möglichen Sieger auf gerade einmal 11 Leute beschränkt, hier die Übersicht der Gruppe, bevor wir 115 Kilometer vor dem Ziel ins Re-Live gehen:

Zitat
Grégory Rast (HIR)
Leif Hoste (HIR)
Marcus Burghardt (HIR)
George Hincapie (BTL)
Manuel Quinziato (A2R)
Alessandro Ballan (TSL)
Maarten den Bakker (SKS)
Steffen Wesemann (COF)
Koen de Kort (ROR)
Markus Eichler (MRM)
Roger Hammond (BAR)



"Nur die absoluten Favoriten dabei, einzig Maarten den Bakker vielleicht eine kleine Überraschung, denn wir hätten vielleicht einen anderen Fahrer beim Skil-Shimano Team in der Kapitänsrolle erwartet. Wie man zudem sieht, konnte sich auch noch Gregory Rast aus der ehemaligen Ausreissergruppe herüberretten, sodass High Road eine Übermacht stellt mit gleich drei Fahrern. Das sollte ihnen beste Chancen auf den heutigen Sieg und die damit verbundenene Titelverteidigung einräumen. Wer von dem deutsch-amerikanischen Team letztendlich als Erster über den Zielstrich fährt, wird dem Manager freire wohl ziemlich egal sein.
Im Moment fährt jedenfalls gerade Rast im Wind, das wird wohl darauf hindeuten, dass er nicht der Kapitän sein wird, was ja auch selbstverständlich ist. Auch ansonsten läuft die Gruppe relativ rund, jeder macht seinen Anteil der Arbeit, sodass der Sieger des Tages aus dieser Gruppe stammen wird, aber wer wird es sein? Im Sprint würde ich Burghardt, Ballan, aber auch vielleicht dem Italiener Quinziato Chanchen einräumen. Selbiger darf heute den Kapitän geben, da Manager Tony sich heute dafür entschieden hat, seinem zweiten Anzug mal den Vorzug zu geben, wobei andere Teams von so einem zweiten Anzug träumen würden.

Noch 10 Kilometer nur und wir sehen nun die erste Attacke des Tages, es ist George Hincapie von Bouygues Telecom. Für ihn liefen die Klassiker bisher nicht so ganz nach Wunsch, wobei der dritte Platz bei Paris-Roubaix ihm und seinem Team eine Genugtuung verschaffte und auch die bereits laut gewordenen kritischen Stimmen an seiner Verpflichtung dämpfte. Im Moment sieht es jedenfalls ganz gut für ihn aus, Hoste hat sofort versucht sich ranzuhängen und die beide haben schon ein Stück zwischen sich und den Rest der Gruppe gelegt, doch hinten ist man sich doch einig wie mir scheint. Jeder Fahrer nimmt seinen Führungsanteil mit, außer natürlich Burghardt und Rast, der über eine Ruhepause wohl froh sein dürfte, doch das Tempo lädt nicht gerade zum Ausruhen ein, es ist gerade enorm hoch, da die beiden Spitzenreiter die 7 Kilometer-Marke passieren, doch ihr Vorsprung schmilzt, das sind nur noch 5 Sekunden. Ich denke, das wird nix für die beiden und gerade das haben sie jetzt eingesehen. Sie lassen sich ans Ende der Gruppe fallen und das Tempo schläft ein wenig ein. Aber jetzt! Burghardt nutzt die kurze Unaufmerksamkeit der anderen zur Attacken vielleicht die entscheidende? Rast und Hoste werden nicht mithelfen, ihn einzuholen, Rast kämpft sogar bereits um den Anschluss. Hincapie sieht auch erschöpft aus nach seiner Attacke und der Rest der Gruppe will auch nichts machen, sie schauen sich nur an.

[align=center]
Kann er seine Chance nutzen? [/div]

Das ist natürlich die Chance für den jungen Deutschen, dem im letzten Jahr bei seinem ersten Tour-Start ja ein Hund in die Quere kam. Selbiges wird heute auf Grund der sehr guten Sicherheitsvorkehrungen der Belgier hier vor Ort nicht passieren. Aber was anderes kann passieren. Marcus Burghardt kann seinen ersten Saisonsieg holen, das sieht mittlerweile gut für ihn aus. 2 Kilometer vor dem Ziel hat er 15 Sekundne Vorsprung, während sich hinten immer noch kein Fahrer verantwortlich fühlt. Jetzt setzt aber nochmal Hincapie zusammen mit Wesemann nach, sie attackieren, doch alle bis auf Rast können folgen, aber das bringt sie natürlich näher heran.

Burghardt sieht sie nun, die Flame Rouge. 10 Sekunden hat er noch über, das muss doch reichen für ihn, doch er fährt weiter rhythmisch seinen Stil, er will kein ähnliches Missgeschick wie Zabel einst bei San Remo machen, als dieser seinen Sieg durch einen zu frühen Jubel verpasste, doch er kann sich jetzt freuen, würde ich meinen. 500 Meter noch und hinten formieren sich die Züge, auf Burghardt wird nicht mehr geachtet, jetzt geht es um Rang Zwei. Quinziato an zweiter Postion, Hincapie schon im Wind, Ballan auch gut dabei.

Burghardt reißt nun die Arme hoch, er hat es realisiert, das reicht für ihn, auch wenn die anderen Fahrer jetzt noch relativ nah heranrücken, Sieg für Marcus Burhardt ! Dahinter im Sprint wird´s nun eng, doch ich glaube Quinziato macht´s... Ja, der Italiener sichert sich Rang Zwei und beweist damit, dass der zweite Anzug bei AG2r nicht vom Wühltisch ist. Auf den Plätzen folgen dann Hammond, Ballan, Wesemann und Hincapie, während Eichler, Hoste, den Bakker und de Kort die Top Ten komplettieren.

Das war´s für heute, bis zum nächsten Mal."

[align=center]
Begoss seinen Sieg im Ziel zünftig - Marcus Burghardt [/div]

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