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Circuito de Getxo (1.1)

in Rennberichte 15.12.2008 19:44
von Schnurer | 838 Beiträge

Herzlich Willkommen zum Circuito Getxo 2008!
Am heutigen Tag erwartet und und natürlich die Fahrer ein abwechslungsreiches Rennen, dessen Ausgang vollkommen offen scheint, denn sowohl ein Massensprint, wie auch ein Ausreissererfolg erscheinen im Bereich des möglichen, und so kann man gespannt sein, wer der zahlreich angetretenen Favoriten am heutigen Tag den Sieg verbuchen kann. Aussichtsreiche Kandidaten stehen meiner Meinung nach zahlreich am Start, klangvolle Namen wie Vladimir Efimkin (LAM), Fränk Schleck (BTL), Angel Vicioso (MRM) oder David de la Fuente (KGZ) stehen am Start, und einigen von ihnen ist eine Attacke, die das Rennen entscheiden könnte, zuzutrauen. Für den Sprint einer womöglich dezimierten Gruppe oder auch eines Hauptfeldes scheinen mir Leonardo Duque (BTL) oder auch Tyler Farrar (CHO) aussichtsreiche Kandidaten. Nun überzeugen sie sich aber erstmal selbst vom Profil des Tages:



11 Runden á 16,85 Kilometer sind es also, das macht nach Adam Riese eine Gesamtdistanz von 185,5 Kilometer, also kein Pappenstiel, dieses Rennen. Gerade der Beginn der Runden ist durchaus anspruchsvoll, wobei die Steigungsprozente an den Anstiegen alles andere als richtig abschreckend wird, am wahrscheinlichsten ist für mich die Variante Massensprint. Nun aber erstmal ab zum Ticker:

Runde 1 So, das Rennen ist nun auch offiziell eröffnet, auch nochmal Herzlich Willkommen von dieser Stelle! u den Favoriten und dem Kurs hat mein Kollege ja bereits alles erwähnenswerte gesagt, deshalb direkt rein ins Renngeschehen. Es kommen sofort hier die ersten Attacken, da löst sich bereits eine recht große Gruppe, 7 bis 8 Fahrer vielleicht. Acqua é Sapone und Bouygues stiefeln aber sofort hinterher, die scheinen mir bemüht zu sein, die Gruppe der Ausreisser zahlenmäßig in Grenzen zu halten. Die Gruppe ist damit auch wieder gestellt, sofort geht die nächste Attacke. Das ist Paul Voss von ELK-Haus Simplon, wenn mich meine Augen nicht täuschen. Er löst sich, aber einige Fahrer springen hinterher, Francesco Failli ist darunter von Diquigiovanni. Die Gruppe schließt nach vorne auf, 6 Fahrer sind das, hier die Einblendung:

Zitat
Ausreissergruppe:

TRENTIN Guido (KGZ)
LAGANÀ Sergio (LPR)
FAILLI Francesco (SIT)
VOSS Paul (ELK)
CELLI Luca (CHO)
SANCHEZ PRADO Eladio (COF)



Alex Efimkin von Tinkoff versucht nun mit Lubos Pelanek (ROR) hinterherzuspringen, aber Milram fährt hinterher, wahrscheinlich für Vicioso. Auch Bouygues und Acqua scheinen gewillt zu sein, die Ausreissergruppe nicht weiter anwachsen zu lassen. 14 Sekunden hat das Sextett nun vor dem Hauptfeld an Vorsprung, das sieht erstmal ganz gut aus, denn das Feld ist jetzt bis auf die Spitzengruppe wieder komplett zusammen und Milram macht sich daran, das Geschehen hier zu kontrollieren, sodass sich das Tempo wieder etwas legt. Die Gruppe des Tages scheint sich vorne gefunden zu haben.


Runde 2 Die Gruppe ist weg, nun schon 39 Sekunden. Nochmal versuchte es am Ende der ersten Runde David Garcia (TCS) mit einer Attacke, doch die eben bereits genannten Teams kontrollieren nun das Renngeschehen und ließen ihn nicht mehr weg und scheinen mit der Gruppe an der Rennspitze nicht unzufrieden zu sein, das sieht man ja auch daran, das sie vorne schon Land gewonnen haben. Sehr gut in der Gruppe vertreten sind die Italiener mit vier Fahrern, dazu kommt mit Paul Voss (ELK) ein Deutscher und Sanchez (COF) gerade mal ein Spanier, relativ schwache Vorstellung der Heimnation dieses Rennens. Sollte die Gruppe in dieser Zusammensetzung wirklich durchkommen, gibt es für mich ehrlich gesagt keinen großen Favoriten. Die Gruppe ist ziemlich ausgeglichen, da hätte für mich eigentlich jeder durchaus die Chance auf den Sieg. Momentan wirkt es im Feld aber so, als wolle man sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen, denn bereits recht früh ist man augenscheinlich bemüht, der Gruppe keinen allzu großen Vorsprung mit zu geben.


Runde 3 Die Gruppe ist nun weg, das Tempo im Feld ist etwas eingeschlafen. Noch immer macht vorallem Milram das Tempo, mit gelegentlicher Unterstützung der Teams Acqua á Sapone und Bouygues. Während dieses Rennens scheint sich weit ab ein echter Radsportskandal abzuspielen. Anlass ist, darf den Medienberichten glauben, der Veranstalter Tour de Wallonie, der auf Grund undeutlicher Einschreibungen am Etappenanfang zahlreiche Zeitstrafen verhängt und damit viele Teams verärgert hat. Gerade Bouygues Telecom erwischte es schwer. Der sicher geglaubte Gesamtsieg von Joaquim Rodriguez Oliver wurde vom Rennveranstalter durch eine 20-Sekundenzeitstrafe zu nichte gemacht, doch das letzte Wort in diesem "Prozess" scheint noch nicht gesprochen. Laut der Presse seien bei der UCI bereits "zwei schriftliche Klagen" eingegangen. Es soll sich dabei um die Teams von Acqua é Sapone und Tinkoff handeln, die sich durch die Personalien Kristof Goddaert und Federiek Nolf ebenfalls Zeitstrafen einhandelten und mit Konsequenzen drohten, sollte die UCI nicht einschreiten. Der Vorsitz des Radsportweltverbandes rief den Krisenstab zusammen.


Runde 4 Nun hier mal wieder zum Rennen, wenngleich es nicht so spannend zu geht. Die Gruppe läuft eigentlich gut, jeder Fahrer geht durch die Führung. Da sich hier im Grunde genommen wirklich nichts spektakuläres abspielt, schicke ich sie kurz miot der dem Rückstand des Feldes in die Werbepause:


Zitat
Ausreissergruppe:

TRENTIN Guido (KGZ)
LAGANÀ Sergio (LPR)
FAILLI Francesco (SIT)
VOSS Paul (ELK)
CELLI Luca (CHO)
SANCHEZ PRADO Eladio (COF)

Peloton:::::+2:51 Min.




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Runde 7 So, da sind wir wieder! Sie haben nicht viel verpasst, noch immer ist die sechsköpfige Gruppe an der Spitze des Rennens und noch immer hat das Feld den Vorsprung im Griff, 2:34 Minuten sind das nur noch, das Feld im Tempo hat mittlerweile wieder zugenommen, nachdem der Rückstand zwischendurch in Runde 6 immerhin schon bei 3:30 Minuten war. Zwischen den beiden gruppe befindet sich aber nun Gabriel Rasch! Der Norweger von Ceramica Flaminia nutzte eine kurze Steigung zur Attacke und das Feld ließ ihn gewähren, denn eine ernsthafte Bedrohung ist er gewiss nicht. So fährt Rasch im Moment als Verfolger zwischen Ausreissergruppe und Hauptfeld:


Zitat
Ausreissergruppe:

TRENTIN Guido (KGZ)
LAGANÀ Sergio (LPR)
FAILLI Francesco (SIT)
VOSS Paul (ELK)
CELLI Luca (CHO)
SANCHEZ PRADO Eladio (COF)

Verfolger::::::::1:31 Min.

RASCH Gabriel (FLM)

Peloton:::::+2:34 Min.



Rasch fährt im Grunde also im uninteressanten Niemandsland des Rennens, ohne ihm da zu nahe treten zu wollen, scheint diese Attacke keinen Nutzen zu haben. Zur Gruppe wird er als Solist wohl nicht aufschließen können, viel mehr ist er bald der erste, den das Feld kassiert. Gleiches scheint auch in der Ausreissergruppe vorprgrammiert, denn der Vorsprung ist für diese erkleckliche Distand viel zu gering, um duchzukommen, die Prognose kann ich jetzt wohl ohne großes Risiko wagen, denke ich.


Runde 8 Das Feld ist noch immer komplett, kein Fahrer muse bisher an den Steigungen abreissen lassen. Das lässt darauf schließen, dass das Profil schwieriger aussieht, als es ist. Wenn man genau hinsieht gibt es tatsächlich nur eine schwere Stelle, immer etwa nach 600 Metern einer jeden Runde. Der Anstieg ist dann ungefähr 550 Meter lang, wer da die Sprinter abschütteln will, muss schon ein Pfund drauf haben. Der Vorsprung ist währenddessen wieder arg gesunken und ist wieder unter einer Minute. Momentan wird da auch gerade Gabriel Rasch vom Feld kassiert, das war nur eine Frage der Zeit. Attacke Flaminia! Die nutzen hier diese Steigung um zu attackieren, aber das sieht wirklich nicht gut aus. Magnus Backstedt und Roman Klyuev probieren es, also zwei Teamkameraden. Ein Bergaufattacke von Backstedt habe ich zugegebenermaßen auch noch nie gesehen, wir erleben eine echte Rachität. Klyuev vesucht da seinen Kapitän bergauf zu ziehen am Hinterrad, aber das hat keinen Sinn, die beiden sind schon wieder eingeholt Das wundert mich nicht, Backstedt gehört mit seinem enormen Gewischt eigentlich immer zu den ersten, die an Steigungen reissen lassen und hier probiert er es eigenständig, das konnte nicht gut gehen, denke ich. Nun wird er sofort ordentlich durchgereicht, der Schuss geht nach hinten los!


Runde 9 Die Ausreisserguppe ist in Sichtweite! Gerade gratulieren sie sich zur gelungenen Flucht, immerhin bestimmten sie das Rennen lange Zeit, das ist auch schonmal was wert. Das Tempo im Feld ist nun bei Bouygues, aber auch ELK sieht man nun von zeit zu Zeit vorne, die haben keinen Sprinter dabei und müssen angreifen, alles andere wäre sinnlos. Auch Chocolade Jaques reiht sich vorne ein, die scheinen es ebenfalls auf einen Massensprint angelegt zu haben. Attacke! Christian Müller von ELK versucht sein Glück! Der Deutsche, eigentlich eher Wasserträger, kann sich etwas lösen. Auch Lubos Pelanek geht mit, ansonsten bleibt das Tempo im Feld erstmal konstant, da man wohl auch den beiden keinen großen Coup zutraut:

Zitat
Ausreisser:

PELANEK Lubos (ROR)
MÜLLER Christian (ELK)



Das Tempo im Feld zieht wieder etwas an, die beiden an der Spitze haben vielleicht einen Vorsprung von 200 Metern, viel ist das also nicht, das ist locker im Rahmen des Aufholbaren. Auf geht´s in die vorletzte Runde!


Runde 10 Es geht an den Anstieg, Tinkoff knallt richtig rein, Cesar Veloso, Cobo, Serguei Ivanov, absolute Weltklassefahrer! Pelanek und Müller sind kassiert, jetzt geht´s hier los! Acqua setzt da nun nach, am Ende des Pelotons purzeln einige Fahrer ab, aber der Anstieg ist zu kurz, um richtig was zu reißen, auch Chocolades Jaques setzt hinterher und die Tinkofffahrer sind wieder geschnappt. es scheint, als wäre der Anstieg einfach nicht lang genug, um da ernsthaft was zu erreichen und die Sprinter ernsthaft in Bredouille zu bringen. Die Sprinterteams haben es hier im Griff, da scheint nix zu gehen. Auch Harald Totschnig (ELK) probiert es, aber er kommt erst gar nicht weg. Das Tempo ist mittlerweile enorm hoch.


Runde 11 Die letzte Runde beginnt! Chocolade Jaques, Bouygues Telecom und Acqua é Sapone fahren das von vorne, ein letztes Mal geht es an den Anstieg, Am,ets Txurruka probiert es! Der junge Baske von Milram sucht die Attacke, aber er kommt nicht richtig weg. Nun ist es Sylvester Szmyd (KGZ)! Er kann ein kleines Loch reissen und geht als erster in die kurze Abfahrt. Nun wird auch er aber wieder eingeholt, die Sprinterteams leisten exzellente Arbeit. Kein Fahrer mit Ambitionen ist abgefallen, das Feld ist relativ ungescholten nun auch über den letzten Anstieg gekommen, keinen ambitionierten fahrer hat es erwischt, die Zeichen stehen absolut auf Massenspurt. Dort würde ich Koldo Fernandez (TCS), Leonardo Duque (BTL) oder vielleicht auch Angel Vicioso (MRM) favorisieren, denn soo viele gute Sprinter findet man hier nicht. Das Tempo ist immer noch sehr hoch, fünf Kilometer haben wir hier noch zu absolvieren, das wird einen Massensprint geben, oder? Attacke Wesemann! Steffen Wesemann von LPR setzt nochmal alles auf einen Karte und greift an. Die Lücke, die er hier reissen kann, ist aber zu klein, er ist bereits wieder geholt und die Züge formieren sich. Acqua zieht offenbar hier für Marcel Sieberg an, denn er ist an letzter Stelle des Zuges, Flecha bringt nun Duque nach vorne, gleiches macht Trussov mit Fernadez. Auch Diquigiovanni für Assan Bazyev ist vorne dabei, doch auch Tyler Farra (CHO) hat hier seinen eigenen Zug aufgestellt. Noch 1000 Meter sind es nun, der Acqua-Zug büßt nun etwas ein, momentan bestimmt Choclade Jaques das Geschehen für Farrar. An dessen Hinterrad ist Duque, dahinter Koldo Fernandez. Van Hummel eröffnet nun den richtigen Spurt mit Farrar am Hinterrad, nun geht van Hummel raus, Farrar ist sehr früh im Wind, das wird wohl zu früh sein, abner ist schon enorm schnell, Bazayev kommt nun auch stark auf, nun aber geht Duque an Farrar vorbei, noch 100 Meter, Koldo Fernandez versucht sich an Duque vorbeizuschieben, da entscheidet sich nun das Rennen, Duque gegen Koldo Fernandez, die beiden sind die schnellsten, Farrar hält sich gut, aber wer gewinnt den Sprint??? FERNANDEZ macht das Rennen! Der Baske Koldo Fernandez von Tinkoff gewinnt den Circuito de Getxo! Zweiter wird Duque, der schlägt da wütend auf seinen Lenker und scheint enorm angefressen zu sein, er scheiterte ja auch nur an Zentimetern. Den dritten Platz kann sich noch Tyler Farrar sichern, gerade eben so vor Assan Bazayev (SIT), der am Ende extrem aufkam. Marcel Sieberg (ACE) wird Fünfter, es komplettieren Angel Vicioso (MRM), Alexei Markov (FLM), Jerome Pineau (LAM), Maurizio Bellin (KGZ) und Thierry Hupond (COF) die Top 10! Das war´s auch schon, wir müssen schnell abgeben, Glückwunsch nochmal an den Sieger, bis bald!



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