#1

Sachsen-Tour International (2.1)

in Rennberichte 24.07.2009 18:01
von daN | 701 Beiträge

Willkommen zur 1. Etappe der diesjährigen Sachsen Tour!

Wir befinden uns wieder in Deutschland undzwar in Sachsen. Diese Tour kam in den letzten Jahren zu immer mehr Popularität und wird von vielen Fahrern als weitere Vorbereitungsrennen genutzt, die nicht bei der Tour de France teilnehmen können. Auch diese Jahr sind wieder einige gute Fahrer am Start.

Für die Sprints sind hier Farrar, Hunter, Renshaw, Swift uvm. am Start. Ein wirkliches Topaufgebot.
Der aber wohl bekannteste Fahrer der hier am Start steht ist Alejandro Valverde, der aufgrund seines Startverbots bei der Tour de France, hier auf dieses Rennen ausweicht.

Die erste Etappe führt von Dresden nach Markkleeberg (rofl) und wird wohl eine der einfachsten Etappen sein, da die Höhenunterschiede noch sehr gering sind. Ab morgen werden die Fahrer in die Ausläufer der Alpen bzw. des böhmischen Gebirges treffen, wo einige Sprinter sicher das Nachsehen haben werden.



Letztes Jahr konnte Bert Grabsch diese Rundfahrt für sich entscheiden. Heuer wird wohl eher ein guter Hügelfahrer gewinnen, bzw. ein bergfester Sprinter.

Hier ein Blick auf das Endergebnis vom letzten Jahr:

Zitat

1. GRABSCH Bert THR 19h19'33"
2. ROGERS Michael THR 24"
3. MARTIN Tony THR 25"
4. MCCARTNEY Jason CSC 01'05"
5. LARSSON Gustav Erik CSC 01'31"
6. SCHRECK Stephan GST 02'20"
7. GERDEMANN Linus THR 02'22"
8. MARTENS Paul RAB 02'29"
9. BAK Lars Ytting CSC 02'50"
10. GREIPEL André THR 03'01"



Nun aber zum heutigen Auftakt der Etappe.

Einige Fahrer lösten sich gleich nach dem Start um 10.30 Uhr und bildeten auch gleich die Spitzengruppe des Tages.

Zitat

Patrik Facchini(GCE)
Ronan van Zandbeek(SKS
Bert Scheirlinckx(LAN)
Oliver Kaisen(ASA)



Schierlinckx ist wohl der stärkste dieser Gruppe, aber auch Kaisen ist nicht außer Acht zu lassen. Van Zandbeek und Facchini sind ganz junge Fahrer und relativ unerfahren. Jedoch hat hier jeder die Chance, wenn die Gruppe durchkommt.

Diese vier Fahrer machten sich in der Folge auch die Wertungen uneinander aus.

Die erste Sprintwertung konnte sich Van Zandbeek vor Facchini und Scheirlinckx für sich entscheiden. An den Sprintwertungen merkte man, dass sich das Interesse der Gruppe wohl auf den Etappensieg bezog, da die Wertungen nur überfahren worden.

Zitat

1. SW:
1.Ronan van Zandbeek 6P/6sek
2.Patrik Faccini 4P/4sek
3.Bert Scheirlinckx 2P/2sek



Bei der zweiten Sprintwertung das selbe Bild, nur die Reihenfolge der Fahrer war anders.

Zitat

2. SW:
1.Bert Scheirlinckx 6P/6sek
2.Oliver Kaisen 4P/4sek
3.Patrik Faccini 2P/2sek



Die Bergwertung des Tages konnte sich dann problemlos Kaisen sichern.

Zitat
BW:
1.Oliver Kaisen 9P
2.Ronan Van Zandbeek 6P
3.Patrik Faccini 2P
4.Bert Scheirlinckx 1P



Bei Halbzeit des Rennens wurde dann auch im Feld ordentlich Tempo gemacht und so schmolz der Vorsprung der Gruppe relativ schnell zusammen und damit wurde auch klar, dass wir hier auf der ersten Etappe einen Massensprint erleben werden. Zu viele Teams waren hier an der Nachführarbeit beteiligt, um ein Durchkommen der Gruppe zu ermöglichen.

So kam es also zum Massensprint. Swift hatte schlussendlich zwar den stärksten Zug, aber Farrar und Renshaw einfach die höhere Endgeschwindigkeit und so konnte Farrar die heutige Etappe vor Renshaw gewinnen. Dahinter kam dann Hunter noch auf Platz 3, der von Impey den Sprint angezogen bekam und somit auch noch gerade an Swift vorbeigehen konnte der auf dem 4. Platz landete. Radochla kam vom Hinterrad von Hunter nicht mehr vorbei und belegte damit den 5. Rang.

Tyler Farrar gewinnt die erste Etappe der Sachsen Tour


Hier das vollständige Resultat der heutigen Etappe:

1.Tyler Farrar
2.Mark Renshaw
3.Robert Hunter
4.Ben Swift
5.Steffen Radochla
6.Vicente Reynes
7.Mauro Santambrogio
8.Carlo Westphal
9.Denis Galimzyanov
10.Lucas Sebastian Haedo

rest s.t.

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#2

RE: Sachsen-Tour International (2.1)

in Rennberichte 25.07.2009 19:15
von Kai | 999 Beiträge

Herzlich Willkommen zur zweiten Etappe der Sachen-Tour! Heute stand für die Fahrer nach dem gestrigen Massensprint bereits ein recht anspruchsvolles Teilstück auf dem Programm, das die Fahrer über 194,2 Kilometer von Leipzig nach Eibenstock führte.



Die Strecke hielt dabei besonders im letzten Renndrittel einige Steigungen bereit, die Entscheidung sollte ebenfalls auf einer Bergaufpassage fallen. Für die wahrhaften Bergspezialisten war dieser Kurs natürlich dennoch nicht richtig geeignet, heute waren es eher die Klassikerspezialisten, denen die Favoritenrolle zugeschoben wurde. Da es auch in Richtung Ziel bergauf ging und damit ein echter Bergaufsprint erwartet wurde, hatte besonders Alejandro Valverde die Favoritenrolle inne. Sicher mag man sich wundern, den Spanier hier bei der Sachsen-Tour bewundern zu dürfen, doch sein Start-Verbot bei der Tour de France ließ den Caisse d´Epargne Fahrer nach Sachsen ausweichen. Sicher eine freudige Überraschung für die Zuschauer an der Strecke, für Valverde dürfte dieses Etappenrennen in Deutschland eher zur Vorbreitung auf de Classica San Sebastian und die Vuelta a Espana dienen, was jedoch nicht heißt, dass er Chancen zu möglichen Etappensiegen hier nicht nutzen wollte, so der Manager des Spaniers im Vorhinein dieser Rundfahrt.
Los ging´s heute bei recht mäßigem Wetter und kühlen 15° Celsius. Dazu kamen während der ganzen Etappe vereinzelte Regenschauer, die das heutige Teilstück nicht gerade zu einem Vergnügen für die Fahrer machen sollten, schwerwiegende Stürze blieben jedoch aus, soviel vorweg. Auch heute wollten wieder einige mutige Ausreisser von sich reden machen und suchten so bereits kurz nach dem Start ihr Heil in der Flucht. Und bereits die erste Attacke führte zur Bildung der obligatorischen Ausreissergruppe. Diese kam von Niederländer Jens Mouris, bei dessen Team es erst vor kurzen einen Managerwechsel gab, doch dazu später mehr, erst werfen wir mal einen Blick auf das Ausreisserquartett:


Zitat
Ausreissergruppe
Jens Mouris (SKS)
Gabriel Rasch (LAN)
Dominique Nerz (VBG)
Joost Van Leijen (GCE)



Ohne den einzelnen Ausreissern zu nahe zu treten, darf ich wohl durchaus sagen, dass das nicht die ganz großen Namen in der Ausreissergruppe sind. Mit van Leijen und Nerz haben wir zwei sehr junge, sicher auch talentierte, Fahrer in der Gruppe, Mouris ist wohl der Fahrer mit den größten Erfolgen bislang, während Gabriel Rasch wohl nur den absoluten Insidern ein Begriff sein dürfte. In jedem Falle ließ man die Gruppe erstmal ziehen, war jedoch direkt darauf bedacht, den Vorsprung nicht zu groß werden zu lassen. Vor allem Acqua é Sapone, Topsport Vlaandern und BBox Bouygues Telecom zeigten sich da im Peloton häufig an der Spitze. Die heute wohl aussichtsreichsten Fahrer dieser drei Teams waren Geoffey Lequatre, Paul Martens und Ben Hermans, also nicht unbedingt die absoluten Topfahrer, das Starterfeld bei dieser Sachsen-Tour ist im Allgemeinen natürlich nicht so hochklassig wie etwa bei der Tour de France oder ähnlichen Rennen. Das Team des wohl einzigen Fahrers mit absolutem Weltklasseformat, Caisse d´Epargne mit Alejandro Valverde hielt sich erstmal bedeckt, was die Tempoarbeit im Feld anging. Vielleicht ein Anzeichen für eine nicht optimale Tagesform?

In der Ausreissergruppe dagegen fuhren alle vier Fahrer ordentlich im Wind, die Zeit an der Spitze der Gruppe, also im Wind, verteilte sich relativ gleichmäßig auf alle vier Fahrer, Jens Mouris war aber der Fahrer, der am meisten an der Spitze der Gruppe fuhr. Bei seinem Team gab es ja vor kurzem wie eben schon angesprochen einen Managerwechsel, der Ex-Manager des Teams Ag2r la Mondiale, Tony, war dort vor wenigen Tagen zurückgetreten und heuerte direkt bei dem kleinen Skil Shimano an. Ein großer Kontrast natürlich von Ag2r direkt zu Skil. Wenn die Spitzenfahrer vergleicht, so sieht man schon einen Riesenunterschied: Sastre, Pozzato und Devolder gegen Westra, Ista und Goddaert. Doch der Neu-Manager von Skil Shimano hat sich einiges vorgenommen und das Ziel ausgerufen, bereits 2011 in der ProTour zu fahren. Bei zwei Aufstiegsplätzen pro Jahr heißt das, dass das Team qualitativ sicher noch verstärkt werden muss. Gerade, weil man auch im nächsten Jahr in der Continental-Tour mit Vorarlberg einen Konkurrenten hat, an dem man wohl im Aufstiegskampf nur schwer vorbeikommen wird, denn dort hat man immerhin Topfahrer wie Maxime Monfort oder Rojas Gil in seinen Reihen. Doch genug des Abschweifens, kommen wir mal zurück zum Rennen.


Peilen schon im nächsten Jahr den Aufstieg in die ProTour an: Skil Shimano


Dort wurde es immer enger für die Ausreißer, die starken Teams im Peloton arbeiteten kompromisslos gegen das Quartett an der Spitze, sodass letztlich die einzige Chance für de Ausreisser, etwas Zählbares in der Hand zu haben, die Zwischenwertungen waren. Und dort sich überraschend Gabriel Rasch und Dominique Nerz sehr stark. Die einzelnen Ergebnisse aller Zwischensprints und Bergwertungen finden Sie später im Teletext, doch ich darf hiermit vermelden, dass Dominique Nerz morgen im Bergtrikot unterwegs sein wird, und der Norweger Gabriel Rasch sich das Sprinttrikot sicherte. Beide gewannen jeweils alle Bergwertungen bzw. Sprintwertungen und sicherten sich so immerhin zwei Wertungstrikots, um die sie in den kommenden Tagen wohl noch kämpfen werden. Denn der Gewinn einer solchen Zusatzwertung ist für Fahrer eines Continental-Teams natürlich immer ein netter Nebenverdienst. Für Mouris und van Leijen hingegen blieb nichts Zählbares übrig, immerhin präsentierten beide die Farben des Teams in der Ausreissergruppe bis zum Kilometer 190, bei dem es um die Gruppe geschehen war und das Rennen quasi von Neuem begann. Das Feld war bereitet für die Klassikerjäger.


Übernahm die Führung in der Sprintwertung: Gabriel Rasch



Und zu diesem Zeitpunkt ging nun auch Caisse d´Epargne an die Spitze, mit Gerrans, Fröhlinger und Astarloa spannten sie sich vor das Feld um ihren großen Kapitän Alejandro Valverde nun mustergültig den Sprint anzufahren. Doch auch andere Teams, wie etwa Acqua é Sapone versuchten, ihre Asse in Schlagdistanz und eine gute Position zu bringen bis er den Sprint dann also eröffnete, Alejandro Valverde. 300 Meter vor dem Ziel trat er an, der Spanier und er war bereits in exzellenter Position, eine klasse Teamleistung heute von Caisse d´Epargne. Und auch der Kapitän dieses Teams zeigte eine gute Vorstellung, er ließ den anderen Siegaspiranten nicht den Hauch einer Chance. Mit seinem Antritt konnte der Spanier mit Spitznamen "Piti" direkt eine Lücke zur Konkurrenz reißen, die sich nur noch um Platz zwei "kabbeln" durfte. Und um Platz zwei ging es eng zu, sehr eng sogar. Auch Lequatre bekam wie Valverde den Sprint mustergültig angefahren, doch zu seiner Linken kam der Spanier Reynes stark auf und auch der Belgier Ben Hermans hatte eine sehr hohe Endgeschwindigkeit, zwischen diesen dreien gab es ein Wimpernschlagfinale während Valverde vorne schon rausnehmen und locker über den Zielstrich rollen konnte. Reynes hatte die höchste Endgeschwindigkeit des Trios, das sich um Platz drei dritt, doch die bessere Ausgangsposition für Lequatre sicherte dem Franzosen letztlich Rang 2 vor Vicente Reynes, der immerhin auf das Podium fahren konnte. Ebenfalls äußerst knapp dahinter der junge Ben Hermans, der erneut sein Potenzial zeigen konnte und vor Paul Martens Rang vier belegte. Dahinter folgte dann der erneut überraschend starke Tejay van Garderen vor Jackson Rodriguez und Hermans´ Teamkollegen, Bert de Waele. Jimmy Engoulvent und Simon Geschke komplettierten die Top Ten.
Alle Favoriten auf dem Gesamtsieg wurden heute mit der gleichen Zeit wie Valverde gewertet, doch die Sprinter wie Farrar und Renshaw, die gestern noch um den Tagessieg fuhren, verloren gut zweieinhalb Minuten, sodass Alejandro Valverde sich mit diesem Erfolg auch das Führungstrikot sichern konnte. Ob er es noch mal abgeben wird im Rahmen dieser Rundfahrt?

Ich verabschiede mich jetzt auf jeden Fall und wünsche Ihnen gleich viel Spaß bei der Übertragung der Tour de France, au revoir sage ich mal, um gleich überzuleiten während die Kollegen aus der Regie hier noch mal die Top Ten des Tages einblenden:


Zitat
1. Alejandro Valverde (GCE)
2. Geoffroy Lequatre (ASA)
3. Vicente Reynes (LAN)
4. Ben Hermans (BBO)
5. Paul Martens (TSV)
6. Tejay Van Garderen (RRC)
7. Jackson Rodriguez (ASA)
8. Bert De Waele (BBO)
9. Jimmy Engoulvent (TSV)
10. Simon Geschke (VBG)

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#3

RE: Sachsen-Tour International (2.1)

in Rennberichte 26.07.2009 20:33
von buffy | 91 Beiträge

Hallo und herzlich Willkommen zur 3.Etappe der diesjährigen Sachsen-Tour International. Das Peleton muss heute eine topographisch durchaus anspruchsvolle Etappe über 176 Kilometer von Aue nach Meerane. Während es am Ende zwar flach zugeht, müssen die Fahrer aber direkt nach dem Start einige knackige Anstiege im Erzgebirge bezwingen, was natürlich aber vorallem den Sprintern mit Sicherheit nicht gefallen dürfte. Gleich vier Bergwertungen mussten die Fahrer im Erzgebirge also überwinden, bevor sie sich am Ende auf den Rundkurs in Meerane begeben, wo die fünfte und letzte Bergwertung abgenommen wird und wo wir gleich live einsteigen werden. Zu den Favoriten kann man heute eine ganze Reihe von Fahrern zählen, wie z.B. die Sprinter ala Mark Renshaw oder Tyler Farrar, aber auch klassische Allrounder wie der gestrige Sieger Alejandro Valverde könnten am Ende in Meerane ganz oben stehen. Bevor wir aber ins Rennen gehen, noch kurz ein Überblick, was auf den Straßen im Erzgebirge bislang geschah: Direkt nach dem scharfen Start setzte der Belgier Oliver Kaisen vom Acqua é Sapone-Team eine Attacke, an der sich auch direkt drei weitere Fahrer beteiligten. Kaisens Landsmann Johan Coenen (Landbouwkrediet-Colnago), Kai Reus (Skil-Shimano), sowie der Russe Evgeny Sokolov vom Rock Racing Team konnten sich Kaisen anschließen und das Feld ließ die vier tapferen Ausreißer auch erst einmal fahren und um die Bergpreise im Erzgebirge kämpfen. Momentan befinden wir uns kurz nach der Verpflegungszone und es sind noch etwas mehr als 50 Kilometer bis ins Ziel. Der Vorsprung beträgt momentan 2'55", aber im Feld machen allen voran die Teams von Caisse d´Espargne und Barloworld das Tempo, so dass es den vier Flüchtlingen wohl kaum gelingen wird, auch in Meerane noch vorne zu sein. So, nun noch ein Blick auf den Ausgang der Wertungen und dann geben wir auch schon direkt live ins Rennen.

Sprintwertung (km 9,4)
Sieger: Kai Reus (SKS), 2. Evgeny Sokolov (RRC), 3. Johan Coenen (LAN)

Bergwertung (km 20,8)
Sieger: Oliver Kaisen (ASA), 2. Kai Reus (SKS), 3. Johan Coenen (LAN), 4. Evgeny Sokolov (RRC)

Bergwertung (km 24,5)
Sieger: Oliver Kaisen (ASA), 2. Evgeny Sokolov (RRC), 3. Kai Reus (SKS), 4. Johan Coenen (LAN)

Bergwertung (km 41,1)
Sieger: Oliver Kaisen (ASA), 2. Evgeny Sokolov (RRC), ), 3. Johan Coenen (LAN), 4. Kai Reus (SKS)

Bergwertung (km 47,6)
Sieger: Oliver Kaisen (ASA), 2. Johan Coenen (LAN), 3. Kai Reus (SKS), 4. Evgeny Sokolov (RRC)

Sprintwertung (km 95,9)
Sieger: Kai Reus (SKS), 2. Evgeny Sokolov (RRC), 3. Johan Coenen (LAN)


Holte sich alle vier bisherigen Bergwertungen. Bekommt Oliver Kaisen dafür heute Küsschen im Bergtrikot?[/size]


Wir sind jetzt also live drauf und wir sehen hier die vier Ausreißer. Oliver Kaisen und Kai Reus haben sich also an den Zwischenwertungen nicht lumpen lassen und die Wertungen abgeräumt. Wir dürfen gespannt sein, ob es die Ausreißer noch an die letzte Berg- bzw. Sprintwertung in Meerane schaffen. Und hier kommt auch schon das Peleton ins Bild und sie sehen, dass man das Tempo dort jetzt richtig angezogen hat. Caisse d´Espargne führt mit vier Fahrern nach und Barloworld-Bianchi hat ebenfalls drei Fahrer abgestellt, um die Ausreißer wieder einzuholen. Sieben gegen vier - da wird es für die immer müder aussehenden Ausreißer sicherlich kaum möglich sein, ihren Restversprung von aktuell 2'47" ins Ziel nach Meerane zu retten. Insbesondere die Tatsache, dass es bis ins Ziel noch ganze 44 Kilometer sind, lässt die Chancen der vier Mann in Front fast gegen null gehen. [...] Sturz! Wir bekommen einen Sturz gemeldet und da haben wir auch schon die Bilder. Da hat Gabriel Rasch (LAN) die scharfe Rechtskurve nicht mehr bekommen und hat auch noch den komplett unschuldigen Niederländer Bram Schmitz (TSV) mit abgeräumt. Aber, wenn ich das richtig sehe können wir aufatmen. Beide haben ihre Rader wieder unter dem Hintern und werden mit Sicherheit auch gleich wieder im großen Feld zu sehen sein. Die vier Ausreißer haben dagegen gerade die letzte Bergwertung des Tages passiert und, wie sollte es anders sein, Oliver Kaisen war wieder der Erste, der oben war.

Bergwertung (km 139,4)
Sieger: Oliver Kaisen (ASA), 2. Kai Reus (SKS), 3. Evgeny Sokolov (RRC), 4. Johan Coenen (LAN)

Die Ausreißer geben hier alles, aber der Vorsprung wird kleiner und kleiner. Bei noch 27 zu fahrenden Kilometer ist das Hauptfeld bis auf 1'12" herangekommen. Wie sagt man so schön, die werden die Ausreißer jetzt an der langen Leine verhungern lassen und dann kurz vor dem Ziel problemlos vorbeifahren. Vorher kommen die Sprinter in einem Kilometer aber noch an der letzten Sprintwertung des Tages in Meerane vorbei, was sicherlich nochmals ein netter Kampf um Punkte und Bonussekunden bedeuten dürfte. Jetzt gehts los, Kaisen ist der Sprint, wie auch schon zuvor, komplett egal, denn er hat seinen Dienst getan. Und auch beim Sprint sehen wir dasselbe Bild wie bei den Bergwertungen. Kai Reus (SKS) gewinnt auch diesen Sprint und hat sich somit ein paar weitere Bonussekunden erarbeitet.

Sprintwertung (km 155,8)
Sieger: Kai Reus (SKS), 2. Johan Coenen (LAN), 3. Evgeny Sokolov (RRC)

[Die letzten 10 Kilometer]
Die Ausreißer sind fast gestellt, lächerliche 20 Sekunden beträgt noch der Vorsprung. Johannes Fröhlinger macht im Feld jetzt richtig Tempo, denn seine Kapitäne Valverde und Haedo dürften heute beide nicht chancenlos sein. Zuvor hat ihr Teamkollege Igor Astarloa bereits attackiert, aber er konnte sich auch in seinem Lieblingsterrain in den Bergen nicht absetzen. Es ist jetzt einfach ein Wahnsinns-Tempo in diesem Feld. Die Zuschauer in Meerane jubeln den Fahrern, aber genießen können sie es bei diesem Tempo eigentlich nicht mehr, denn hier geht es richtig zur Sache. Die Ausreißer werden in diesem Moment gestellt, sie haben wirklich ein großartiges Rennen gefahren und können nun entspannt mit dem Feld ins Ziel fahren. Die Sprinter versuchen nun die besten Positionen zu suchen, aber sicherlich spielt es heute auch eine Rolle, wem die Strapazen zu Beginn der Etappe am wenigsten zugesetzt haben. Es sind nur noch drei Kilometer, hier fällt jetzt gleich die Entscheidung. Wer gewinnt die dritte Etappe der diesjährigen Sachsen-Tour? Rock Racing, BBox, Topsport Vlanderen, Barloworld und Caisse d´Espargne sehe ich da in erster Linie ganz vorne, aber hier ist noch nichts entschieden. Die Züge laufen, ich muss gestehen, ich würde mich hier nicht festlegen, die Flame Rouge, der letzte Kilometer, jetzt gehen die letzten Helfer raus, der BBox-Zug läuft gut, dahinter Hunter, an dessen Hinterrad klebt Renshaw, an dessen Hinterrad wiederum hängt Radochla. Jetzt geht Hunter raus, Swift kontert, starker Antritt von Ben Swift, aber da kommt Farrar. Dessen Zug ist gut gelaufen, Hunter gehen jetzt die Körner, Swift oder Renshaw? Farrar wird immer schneller links außen, wer gewinnt, Renshaw, nein, nein, Ben Swift reißt hier die Arme in die Luft. Was für ein Finish! Drei Fahrer fast gleich auf, aber der junge Brite vom BBox-Team holt sich hier tatsächlich den Sieg. Farrar schlägt Renshaw noch auf den letzten Metern und der Australier muss sich mit Rang drei begnügen. Damit verabschieden wir uns mit dem Bild des Siegers und den Top15 des heutigen Tages. Bis Morgen und einen schönen Abend!



Zitat
1.Ben Swift (BBO)
2.Tyler Farrar (TSV)
3.Mark Renshaw (VGB)
4.Robert Hunter (BAR)
5.Yukiya Arashiro (ASA)
6.Alejandro Valverde (GCE)
7.Vicente Reynes (LAN)
8.Steffen Radochla (RRC)
9.Jacopo Guarnieri (BBO)
10.Carlo Westphal (SKS)
11.Mauro Santambrogio (ASA)
12.Jimmy Engoulvent (TSV)
13.Daryl Impey (BAR)
14.Igor Abakoumov (LAN)
15.Roger Hammond (BBO)

[size=85]Ergebnis made by AvA

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#4

RE: Sachsen-Tour International (2.1)

in Rennberichte 28.07.2009 17:12
von buffy | 91 Beiträge

Hallo, ich darf Sie auch heute wieder zur diesjährigen Sachsen-Tour begrüßen. Am heutigen Nachmittag steht die vierte und somit wohl auch die Königsetappe der Rundfahrt durch Sachsen an. Auf die Fahrer warten 182,4 anspruchsvolle Kilometer von Chemnitz nach Sebnitz. Vorallem das Finale mit etlichen Anstiegen dürfte die Spreu vom Weizen trennen und zudem definitiv diese Rundfahrt entscheiden. Für die Sprinter dürfte es heute eigentlich keine Chance geben, viel mehr sind heute die besseren Bergfahrer im Feld vorne zu erwarten. Besonders die Tatsache, dass im Finale ein Rundkurs von 22,8 Kilometern zwei Mal befahren werden muss, macht es sehr spannend. Wenn es also in die absolut entscheidente Phase geht, haben die Fahrer die selben Anstiege bereits einmal absolviert und wissen, wo sie alles geben müssen. Ich muss ehrlich sein, der große Favorit auf den Sieg in der Seidenblumenstadt Sebnitz ist der Spanier Alejandro Valverde (Caisse d´Espargne), aber vielleicht werden ihn die anderen Teams ja in Schach halten können und ihn so besiegen.

Bevor wir live ins Rennen geben, gibt es wie immer einen Überblick, was bisher am heutigen Dienstag auf den sächsischen Straßen geschah. Bei herrlichem Sonnenschein setzte Lilian Jegou (Topsport-Vlaanderen) direkt nach dem scharfen Start seine Attacke und dieser Angriff war auch direkt ein Guter. Insgesamt konnten sich fünf Fahrer mit Jegou absetzen, wobei der eindeutig stärkste Fahrer in der Gruppe der Spanier Igor Astarloa vom Caisse d´Espargne-Team. Damit scheint auch die Taktik von Caisse-Manager PS klar, denn mit Astarloa in der Spitzengruppe und somit vermeindlich dem stärksten in Front, können seine Mannen ersteinmal die anderen Teams arbeiten lassen. Hier aber erstmal ein Überblick, wer vorne alles dabei ist:

RABUNAL Gonzalo (RRC)
VIERHOUTEN Aart (SKS)
WESTRA Lieuwe (SKS)
JEGOU Lilian (TSV)
ASTARLOA Igor (GCE)
NERZ Dominik (VGB)

Zwei Fahrer vom Skil-Shiamno-Team mit Manager Tony, der hier die neue Philosophie der Equipe direkt zum Tragen bringt. Dazu die Spanier Rabunal und wie angesprochen Astarloa, sowie der Deutsche Dominik Nerz und der Gruppeninitiator Lilian Jegou. Die Ausreißergruppe hat im Moment etwas mehr als 100 Kilometer absolviert und liegt mit 4'21" Minuten vor dem Feld. Die sechs Mann an der Spitze haben auch schon zwei Sprintwertungen absolviert, aber die sind an diesem Tage, an dem die Rundfahrt entschieden wird, wohl absolut nebensächlich. Die erste Sprintwertung gewann Jegou vor Vierhouten und Astarloa, bei der zweiten Zwischenwertungen fuhr Westra als erster über die Linie, ihm folgten Astarloa und Vierhouten. Nach einer kleinen Werbung gehen wir nun live ins Rennen.


Kommt die Gruppe durch, ist Ex-Weltmeister Astarloa der große Favorit
[/size]

Die Fahrer haben gerade die Verpflegungszone passiert und gleich wird es sicherlich zur Sache gehen. Im Moment sind die Ausreißer kurz vor der Bergwertung in Hohenstein und es ist noch relativ ruhig im Feld. Die Ruhe vor dem großen Sturm vielleicht? Fakt ist, dass der Vorsprung der Ausreißer auf den letzten Kilometern bereits um gute 30 Sekunden auf 3'54" Minuten geschmolzen ist. Astarloa ist vorne - wie erwartet - der Aktivposten, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob er selbst durchziehen darf oder auf seinen Kapitän Valverde warten muss. Dennoch harmoniert die Gruppe gut und passiert in diesem Moment die Bergwertung am Hohenstein. Ich hoffe wir bekommen gleich das Ergebnis eingeblendet und da haben wir es auch schon:

1.Bergwertung (km 122,7 / Hohenstein)
1. Dominik Nerz (VGB)
2. Gonzalo Rabunal (RRC)
3. Lilian Jegou (TSV)
4. Lieuwe Westra (SKS)

Attacke! Im Hauptfeld wird eine Attacke gemeldet. Angeblich soll Tom Danielson vom Caisse d´Espargne-Team attackiert haben. Das extrem starke Caisse d´Espargne-Team hat hier ein sehr, sehr starkes Team am Start und will hier seine Dominanz auch ausspielen. Astarloa vorne und nun versucht sich auch Danielson noch abzusetzen. Aber das Feld kontert! Caruso (BBQ) und viele weitere Fahrer setzen sofort nach, aber der gute Kletterer Danielson kann sich etwas absetzen. Wenn er hier jetzt auch noch wegkommt, wird es sicherlich schwer sein, die Spanier von Caisse zu schlagen. Aber im Feld wird gekämpft. Die Ausreißer befinden sich derweil auf dem Weg zur nächsten Bergwertung, die in gut zehn Kilometern erreicht werden dürfte. Währrenddessen ist Tom Danielson beinahe wieder gestellt, das Feld hat hier alles gegeben und den Amerikaner wieder eingeholt. Aber, die Ausreißergruppe hat unter dieser starken Tempoverschärfung im Feld gelitten und der Vorsprung ist an der zweiten Bergwertung des Tages schon auf 3'01" Minuten geschmolzen. Die Bergwertung gewinnt Nerz, vor Astarloa, Rabunal und Westra. Aber das Feld drückt jetzt weiter auf das Tempo. Die Ausreißer müssen jetzt schon viele Kräfte mobilisieren, um ihren Vorsprung so weit wie möglich konstant zu halten. Da es aber noch ca. 40 Kilometer ins Ziel sind, wird es schwer, hier durchzukommen. [...] Die Ausreißer nehmen jetzt gleich die dritte Bergwertung des Tages unter die Räder und es wird sicherlich wieder Dominik Nerz sein, der hier anscheinend sein Bergtrikot zurückholen will, der sich diese Wertung holen will. Im Feld soll während der Abfahrt anscheinend Roger Hammond vom BBox-Team gestürzt sein, aber es ist anscheinend nichts passiert und Hammond ist wohlauf. Der aktuelle Vorsprung des Sextetts an der Spitze ist währenddessen weiter geschmolzen und es sind noch nur 2'19" Minuten, die die Ausreißer vor dem Feld sind. Jetzt sehen wir den Sprint an der Bergwertung und wie erwartet ist es der Deutsche Dominik Nerz, der sich hier oben durchsetzt. Zweiter Jegou vor dem Spanier Rabunal und seinem Landsmann Astarloa. Hier ein Überblick über den Ausgang der zweiten und dritten Bergwertung:

2.Bergwertung (km 138,9 / Sebnitz)
1. Dominik Nerz (VGB)
2. Igor Astarloa (GCE)
3. Gonzalo Rabunal (RRC)
4. Lieuwe Westra (SKS)

3.Bergwertung (km 150,3 / Neustadt)
1. Dominik Nerz (VGB)
2. Lilian Jegou (TSV)
3. Gonzalo Rabunal (RRC)
4. Igor Astarloa (GCE)

Und gerade als die Fahrer um die Bergwertung kämpften, soll es hinten wieder eine Attacke gegeben haben ... da haben wir die Bilder. Wieder Caisse d´Espargne, dem Fahrstil nach dürfte es der Australier Gerrans gewesen sein und diese Attacke sitzt! Sofort wird das Feld zerissen und es können nur ungefähr zehn Fahrer dranbleiben. Jetzt hat das Rennen so richtig begonnen. Ich kann Ihnen noch nicht genau sagen, wer hier vorne ist, aber den Trikots nach sind hier Caisse d´Espargne, Volksbank, Topsport und Acqua é Sapone mit jeweils zwei Fahrern vorne dabei. Ich hoffe die Regie gibt es demnächst einen Überblick, wer hier den Sprung in diese Gruppe geschafft hat. Indes sieht es für die Ausreißer nicht gut aus. Der Vorsprung schmilzt und schmilzt, es bleiben aktuell nur noch 1'07" von einstmals 5'01" Minuten. Offensichtlich sind es sogar elf Fahrer in dieser Gruppe um Simon Gerrans, wer aber genau dabei ist wissen wir noch nicht. Fakt ist, dass da richtig Zug drin ist, was natürlich auch klar ist, da offensichtlich viele Kapitäne noch Helfer bei sich haben. Und da hat die Regie auch die Gruppe für uns:

Gruppe Gerrans:
Geoffroy Lequatre (ASA)
Jackson Rodriguez (ASA)
Tejay van Garderen (RRC)
Alexander Gottfried (SKS)
Dries Devenyns (TSV)
Paul Martens (TSV)
Simon Gerrans (GCE)
Alejandro Valverde (GCE)
Ben Hermans (BBO)
Paul Voss (VGB)
Simon Geschke (VGB)

Die Ausreißer haben inzwischen auch die Sprintwertung passiert (Vierhouten, Westra, Jegou) und sind so gut wie gestellt. Ganze elf Sekunden sind sie noch vorne, die Attacke von Gerrans hat voll und ganz gesessen und die sechs Ausreißer vor dem Feld haben ihren Versuch jetzt auch aufgegeben. Die sechs nicken sich zu, sich haben gute Arbeit geleistet, aber hier ist es vorbei - keine Chance, aber sie haben alles versucht! Aber jetzt geht es um den Gesamtsieg bei dieser Rundfahrt und die elfköpfige verspricht einiges. Alleine vier Deutsche haben es beim Heimspiel in die Gruppe geschafft und auch der große Favorit Valverde mit seinem Edelhelfer Gerrans ist dabei. Über die Gruppen hinter der Valverde haben wir im Moment keinerlei Informationen, aber wir hoffen demnächst welche zu bekommen.

Die vorderste Gruppe hat jetzt also die erste Runde abgeschlossen und es geht jetzt nochmals 22,8 Kilometer über diesen selektiven Kurs und ... Valverde! Alejandro Valverde! Jetzt legt der Favorit seine Karten auf den Tisch. Knackige Attacke am ersten Anstieg direkt nach der Sprintwertung und jetzt fliegen sie fast alle weg. Jetzt zeigt er, dass er seiner Favoritenrolle gerecht werden kann, aber es schaffen doch noch ein paar Fahrer dran zu bleiben. Hermans (BBQ), Devenyns (TSV) und sogar Lokalmatador Simon Geschke (VGB) hängen jetzt am Hinterrad des Spaniers. Ich bin gespannt, was Valverde hier noch machen kann, um die drei Begleiter loszuwerden. Die ehemalige elfköpfige Gruppe ist nun extrem auseinandergefallen und es ergibt sich folgende Rennkonstellation:

Alejandro Valverde (GCE)
Ben Hermans (BBO)
Dries Devenyns (TSV)
Simon Geschke (VGB)

+0'07"

Geoffroy Lequatre (ASA)
Paul Martens (TSV)
Simon Gerrans (GCE)
Paul Voss (VGB)

+0'19"

Jackson Rodriguez (ASA)
Tejay van Garderen (RRC)
Alexander Gottfried (SKS)

+0'42"

Hauptfeld bzw. Grupetto

Da hat Valverde diese Spitzengruppe richtig auseinander genommen. Aber in den Gruppen ist jetzt allgemein ein hohes Tempo. Es wird spannend werden. Kann die Valverde-Gruppe sich vor den anderen Gruppen ins Ziel retten? [...] Es ist nicht mehr weit bis ins Ziel. Genauer gesagt noch sieben Kilometer. Und Valverde kann sich etwas lösen, aber es geht gleich fast nur noch bergab. Es sind vielleicht 20 Meter die Valverde von seinen drei Begleitern trennt, aber er ist alleine, sie sind zutritt. Die Gruppe dahinter mit Gerrans wird momentan mit 15 Sekunden Rückstand gemeldet, ich denke nicht, dass sie nocheinmal herankommen. Der Sieger heute heißt Valverde, Hermans, Devenyns oder Geschke. Ja, das wäre schon ein dickes Ding, wenn Geschke hier gewinnen könnte. Die drei kommen wieder ran - noch zwei Kilometer. Vorallem die Belgier scheinen beinahe schon eine Absprache gegen den unschlagbar scheinenden Valverde getroffen zu haben. Aber was macht der Favorit? Attackiert er nochmal oder verlässt er sich auf seine Sprintqualitäten. Der letzte Kilometer! Devenyns vorne, eröffnet den Sprint, Valverde dahinter, Geschke muss die Lücke lassen, er ist definitiv geschlagen. Valverde zieht spielerisch an Devenyns vorbei, Hermans dahinter, Valverde, ganz souverän der Spanier, Hermans und Devenyns müssen den Spanier ziehen lassen, Valverde gewinnt, das steht fest. Aber, wer wird Zweiter? Hermans oder Devenyns? Hermans schlägt Devenyns! Geschke wird in diesem Moment Vierter. [...] Die Gruppe um Gerrans kommt geschlossen an, aus der Gruppe dahinter musste Rodriguez noch abreißen lassen, er musste einfach für seinen Teamkollegen Lequatre zuviel arbeiten. Der Sieger ist also der, den alle erwartet haben. Aber auch mit dieser Aufgabe muss man erstmal zurecht kommen. Wir verabschieden uns mit seinem Siegerbild und den Top11 des Tages!



Zitat
Endergebnis:
1. Alejandro Valverde (GCE)
2. Dries Devenyns (TSV) +0,02min.
3. Ben Hermans (BBO)
4. Simon Geschke (VGB) +0,07min.
5. Geoffroy Lequatre (ASA) +0,21min.
6. Paul Voss (VGB)
7. Simon Gerrans (GCE)
8. Paul Martens (TSV)
9. Alexander Gottfried (SKS) +0,39min.
10. Tejay van Garderen (RRC)
11. Jackson Rodriguez (ASA) +0,45min.

Feld +1,30min.

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#5

RE: Sachsen-Tour International (2.1)

in Rennberichte 30.07.2009 22:32
von Kai | 999 Beiträge

Herzlich Willkommen zur letzten Etappe der Sachsen-Rundfahrt!



Die Gesamtwertung ist entschieden, wie erwartet, zu Gunsten des Spaniers Alejandro Valverde. Demnach ging es heute lediglich noch um einen Etappensieg, aber was heißt schon lediglich? Jedes Team und jeder einzelne Fahrer hätte sicher nichts dagegengehabt, heute noch einmal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Da die Gesamtwertung, wie erwähnt, bereits entschieden ist, heißt das logischerweise auch, dass heute eine Flachetappe auf dem Programm stand zum Abschluss dieser durchaus interessanten und abwechslungsreichen fünf Tage in Sachsen. Die Favoriten auf dem heutigen Kurs waren im Vorfeld der Etappe also die schnellsten Sprinter dieser Rundfahrt, vor allem Tyler Farrar, Mark Renshaw und Ben Swift galten als Topfavoriten, da das Sprinterfeld bei dieser Rundfahrt in der Breite recht schwach besetzt ist. Neben diesem Trio konnten sich vielleicht noch eher unbekannte Fahrer wie der Japaner Yukiya Arashiro, Vicente Reynes oder auch der erfahrene Steffen Radochla Chancen auf vordere Platzierungen und vielleich auch das Podest ausrechnen.

Los ging´s heute in alter Frische gegen Mittag und sofort gab es wieder die üblichen Attacken um die Ausreissergruppe zu initiieren. Dabei zeigte sich vor allem das Team Landbouwkrediet sehr offensiv, denn nach der ersten misslungenen Attacke versuchten es mit Igor Abakoumov und Nico Sijmens gleich zwei Fahrer dieses Teams gemeinsam. Hinterher stiefelten Oliver Kaisen und Jens Mouris, sodass eine belgisch-niederländische Ausreissergruppe weite Teile der Etappe bestimmen sollte:

Zitat
Ausreissergruppe
Olivier Kaisen (ASA)
Jens Mouris (SKS)
Igor Abakoumov (LAN)
Nico Sijmens (LAN)



Wie man sieht, war also auch das Team Skil Shimano in der Gruppe des Tages vertreten, wo man also unter dem neuen Manager bereits einen Aufschwung verspürt und mit Jonathan Hivert ja kürzlich einen sehr starken jungen Fahrer für die kommenden Jahre verpflichten konnte.
Doch der Angriffsmut von Skil Shimano wurde im Rahmen dieser Rundfahrt nie belohnt, entweder waren es die Favoriten für die Gesamtwertung um Alejandro Valverde oder die Teams der oben genannten Topsprinter, die das Unternehmen "Flucht" auf bisher jeder Etappe erfolgreich zu verhindern wussten. So, das darf ich jetzt schon verraten, auch heute. Denn im Peloton ließ man die Gruppe nie weit ziehen, sondern kontrollierte den Abstand auf einem Niveau von unter vier Minuten um diesen dann letztendlich rechtzeitig in Richtung Ziel wieder langsam aber stetig abzutragen und gänzlich verschwinden zu lassen. Besonders das Team des designierten Gesamtsiegers, Alejandro Valverde, sowie Topsport Vlaanderen und BBox Bouygues Telecom mit den Tagesfavoriten Farrar und Swift zeigten sich vermehrt an der Spitze des Feldes und sorgten erneut für enttäuschte Gesichter bei den Ausreissern. Die Zwischenwertungen gibt´s im Übrigen wieder übersichtlich im Teletext.

Mit den Ausreissern wurde es also nichts. Logische Konsequenz? Na klar, der Sprint Royale, wie er ja auch gerne genannt wird. Und der wurde vom Favoritentrio dominiert, genauer gesagt von zwei Fahrern des Favoritentrios, denn Mark Renshaw zeigte heute keine großartige Leistung und landete noch hinter dem Japaner Arashiro auf Rang vier. An der Spitze hingegen kam es zum Zweikampf zwischen Farrar und Swift. Der Brite bekam von seinen Teamkollegen Eeckhout und Cadamuro mustergültig den Sprint angezogen, doch der US-Amerikaner kam weiter auf und schob sich, je näher es zum Ziel ging, immer weiter an den Briten heran. Die Ziellinie kam näher und näher, ebenso wie Farrar dem Tagessieg, es war eine Milimeterentschiedung und es gewann.... Farrar! Wäre die Ziellinie fünf Meter weiter vorne gewesen hätte Swift hier wohl triumphiert, doch so war es Tyler Farrar mit Etappensieg Nummer 1 bei der Sachsen-Rundfahrt. Hinter ihm also Ben Swift vor Arashiro und Renshaw. Dahinter dann ein deutsches Duo mit Radochla und Westphal bevor der Gesamtsieger Alejandro Valverde mit Rang sieben den Gesamtsieg perfekt machte. Hier die Top Ten im Überblick:

Zitat
1.Tyler Farrar (TSV)
2.Ben Swift (BBO)
3.Yukiya Arashiro (ASA)
4.Renshaw (VGB)
5.Radochla (RRC)
6.Carlo Westphal (SKS)
7.Alejandro Valverde (GCE)
8.Vicente Reynes (LAN)
9.Mauro Santambrogio (ASA)
10.Lucas Sebastian Haedo (GCE)



Das war´s also von der Sachsen-Rundfahrt für 2009! Ich hoffe, Sie hatten ein wenig Spaß und zudem hoffe ich, dass die Rundfahrt auch im Jahr 2010 wieder im Rennkalender zu finden ist. Da darf man sich im Augenblick ja fast bei keinem deutschen Rennen mehr sicher sein.


Zwei Etappensiege plus Gesamtsieg: Ein gelunger Abstecher nach Sachsen für Alejandro Valverde

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