#1

ENECO-Tour (PT)

in Rennberichte 15.12.2008 21:18
von Schnurer | 838 Beiträge

Hallo und herzlich Willkommen zum Prolog der ENECO-Tour 2008. Diese Rundfahrt, welche den ProTour-Status inne hat, führt durch Belgien und die Niederlande. Der Prolog am heutigen Tage ist topfeben, aber auf den folgenden Etappen müssen die Fahrer ein paar interessante Passagen durchkreuzen, welche Ihnen von einigen Klassikern bekannt sein dürften. So wird u.a. der Cauberg (Amstel Gold Race), Teile der Strecke der Flandern-Rundfahrt, sowie das originale Finale des Pfeil von Brabant befahren. Da die siebte Etappe - heute in einer Woche - aber ein Zeitfahren über 18,8 Kilometer ist, müssen die eher schwächeren Zeitfahrer binnen der Etappe vor der Abschlussprüfung bereits Zeit herausfahren. Im heutigen Prolog über 4,4 Kilometer im niederländischen Sittard wird es wohl keine großen Abstände geben, doch die kurze Distanz gibt auch den Sprintern die Möglichkeit, heute weit vorne zu landen.

Hier aber zunächst nocheinmal ein Überblick auf die Etappen, die uns in der kommenden Woche bei dieser Ausgabe der ENECO-Tour erwarten:

Zitat
Prolog, Mittwoch, 20. August: Sittard-Geleen (NL), 4,4km
1. Etappe, Donnerstag, 21. August: Beek (NL) - Roermond (NL), 173,8km
2. Etappe, Freitag, 22. August: Roermond (NL) - Nieuwegein (NL), 173,2km
3. Etappe, Samstag, 23. August: Nieuwegein (NL) - Terneuzen (NL), 185,9km
4. Etappe, Sonntag, 24. August: Terneuzen (NL) - Ardooie (B), 213km
5. Etappe, Montag, 25. August: Ardooie (B) - Oostende (B), 167km
6. Etappe, Dienstag, 26. August: Maldegem (B) - Brussel (B), 186km
7. Etappe, Mittwoch, 27. August: Mechelen (B), 18,8km, EZF



Jetzt haben wir allerdings genug geredet, nun geht starten wir mit der Live-Übertragung des Prologes der ENECO-Tour 2008. Kurz wie der Prolog, ist heute auch unsere Sendezeit. Elf Fahrer stehen noch am Start, weitere drei sind noch auf der Strecke, der Rest ist bereits im Ziel angekommen und wir werfen direkt einmal einen Blick auf den aktuellen Zwischenstand im Ziel:

Zitat
Zwischenstand im Ziel:
1. DEVOLDER Stijn (THR)
2. FLECHA Juan Antonio (BTL) +0"01
3. WIGGINS Bradley (THR) +0"01
4. CORNU Dominique (SIL) +0"02
5. GUSEV Vladimir (A2R) +0"03
6. HOSTE Leif (QSI) +0"03
7. RASMUSSEN Alex (CSC) +0"03
8. CIOLEK Gerald (SIL) +0"05
9. LANG Sebastian (GST) +0"06
10. VALVERDE Alejandro (GCE) +0"06
11. BRESCHEL Matti (CSC) +0"06
12. HAEDO Juan Jose (RAB) +0"06
13. KIRCHEN Kim (THR) +0"07
14. VANSUMMEREN Johann (VGB) +0"07
15. BELOHVOSCIKS Raivis (AST) +0"07
16. ZABRISKIE David (THR) +0"08
17. MOURIS Jens (AGR) +0"10
18. WEYLANDT Wouter (BTL) +0"11
19. PAURIOL Rémi (VGB) +0"11
20. MEERSMAN Gianni (FDJ) +0"11



[align=center]
[size=7] 14 Fahrer werden noch im Ziel erwartet und er liegt bis dato in Führung: Stijn Devolder (Team Columbia) [/color][/div]

Auf dem winkligen Kurs dieses Prolog in Sittard gab es auch schon einige Stürze und Defekte. Vorallem die einheimische Rabobank-Equipe wurde schon arg gebeutelt. Bram Tankink (Ned) stürzte und hatte so keine Aussicht mehr auf eine vordere Platzierung. Sein Teamkollge Michael Elijzen (Ned) - aufgrund von Wetterkapriolen der Prolog-Sieger im Jahr 2007 - hatte einen Hinterrad-Defekt und verlor so wertvolle Sekunden im Kampf um den Sieg. Schlimmer erwischte es den Deutschen Steffen Weigold vom Lampre-Team. Er versteuerte sich in einer scharfen Kurve komplett und fuhr in die eigens aufgestellten Absperrungen. Er hat sich höchstwahrscheinlich keine schweren Verletzungen zugezogen, das Rennen konnte er allerdings nicht fortsetzen.

Ebenfalls betroffen war Columbia-Sprinter André Greipel. Der junge Deutsche war mit einer sehr guten Zeit unterwegs, doch dann sprang ihm die Kette herunter, weshalb er im Moment nur auf Platz 89 ist. Aurélien Passeron (SDV) und Frank Hoj (AST) küssten ebenfalls den Asphalt. Während Hoj das Rennen fortsetzen konnte, ist die Rundfahrt für den Franzosen Passeron schon bevor sie richtig los ging, wieder vorbei. Genauso wie für Matthew Harley Goss vom Team Gerolsteiner. Er war erst Gestern von Topsport Vlaanderen zu Gerolsteiner gewechselt und die UCI hat bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Starterlaubnis für Goss gegeben, weshalb der Australier nicht starten durfte.

Bevor wir nun aber wirklich raus gehen, hier noch die 14 Fahrer, welche wir noch im Ziel erwarten: Thomas Voeckler (SDV/auf der Strecke), Paul Martens (TSV/auf der Strecke), Stef Clement (MRM/auf der Strecke), Markus Fothen (GST), Philippe Gilbert (FDJ), Santiago Botero (GCE), Karsten Kroon (A2R), Gert Steegmans (CSC), Thor Hushovd (AST), Mark Cavendish (THR), Gustav Erik Larsson (SIL), Thomas Dekker (RAB), Stefan Schumacher (BTL) und Tom Boonen (QSI). Hier sind also noch einige starke Zeitfahrer, sowie auch gute Sprinter dabei, die das Klassement noch kräftig durcheinander wirbeln könnten.

[Ziel] Thomas Voeckler erreicht in Kürze das Ziel. Der französische Publikumsliebling ist allerdings kein ausgewießener Zeitfahrer, deshalb wird er hier wohl nicht ganz vorne landen können. Genau so ist es! Mit 13 Sekunden Rückstand auf den führenden Devolder kommt Voeckler als 25. ins Ziel.

[Start] Jetzt geht Markus Fothen auf der Strecke. Der Gerolsteiner-Fahrer ist die vorletzte deutsche Hoffnung, da u.a. Sebastian Lang, Bert Grabsch und Gerald Ciolek bereits im Ziel angekommen sind und uns von Paul Martens keine guten Zeiten gemeldet wurden.

[Ziel] Und hier bekommen wir die Bestätigung: Martens (TSV) kann hier auch nicht mit den Top-Fahrern mithalten. Er kommt sogar noch hinter Thomas Voeckler ins Ziel und belegt nun den 27. Platz (+0"14).

[Start] Philippe Gilbert rollt von der Rampe. Auch der Belgier ist kein Zeitfahrspezialist, doch um nicht zu viel Zeit im Kampf um eine gute Gesamtplatzierung zu verlieren, muss der FD Jeux-Kapitän hier absolut alles geben.

[Ziel] Stef Clement, eigentlich ein starker Zeitfahrer, kommt hier um die letzte Kurve. Doch diese Zeit ist enttäuschend, denn die Uhr tickt unaufhaltsam. Die Top 20 sind nicht mehr zu erreichen, die letzten Meter, Platz 61. Eine enttäuschende Leistung hier bei seinem Heimspiel.

[Start] Santiago Botero ist der Nächste, der die 4,4 Kilometer in Angriff nimmt. Der Kolumbianer war früher ein Weltklassezeitfahrer, doch im steigenden Alter darf man gespannt sein, ob er hier nochmal einen raushauen kann.

[Ziel] Jetzt kommt Fothen! Kann er hier die Top10 knacken? Er hat es gleich gepackt, aber ich glaube für ganz vorne wird es nicht reichen. Oder doch? Nein! Fothen belegt hier zunächst einen passablen 14.Platz, damit ist im Gesamtklassement noch alles offen.

[Start] Lokalmatador Karsten Kroon geht nun auf die Strecke. Von Kroon erwarten hier einige eine Top-Platzierung, von da her dürfte die Frage des Tages sein, ob der Mann von Ag2r dem Druck heute Stand halten kann.

[Ziel] Gilbert, Philippe Gilbert nähert sich der Ziellinie. Was wird es für ihn? Die Uhr tickt, Devolders Zeit ist längst vorbei, doch Gilbert gibt hier alles. Elf Sekunden kassiert Gilbert hier auf den derzeitigen Spitzenreiter Devolder. Das bedeutet Platz vorübergehend Platz 20.

[Start] Mit Gert Steegmans (CSC) geht jetzt einer der Top-Sprinter auf die Strecke. Durch die Länge von 4,4 Kilometern muss man ihn heute zu den Favoriten hinzuzählen und darf nun sehr gespannt sein, wie sich der Belgier heute schlägt.

[Ziel] Jetzt kommt der große, alte Mann Santiago Botero ins Ziel. Um den Sieg wird auch er hier nicht mitfahren können, dafür ist er einfach nicht mehr explosiv genug. Doch er ist momentan 18. mit 10 Sekunden Rückstand und dadurch passabel platziert.

[Start] Astana-Mann Thor Hushovd geht als Nächster auf dem Parcours. Er ist ein echter Prolog-Spezialist und will das heute natürlich auch unter Beweis stellen. Allerdings muss er sich der Konkurrenz von Devolder, Boonen, Cavendish, Schumacher und Co. erweisen.

[Ziel] Karsten Kroon jetzt 100 Meter vor dem Ziel und das ist eine starke Zeit. Er zieht hier nochmals voll durch. Das könnte ganz nach vorne reichen? Kroon, die letzten Meter, was wird es? Platz 6, eine beachtliche Leistung und nur drei Sekunden hinter Devolder.

[Start] Und der nächste Weltklasse-Sprinter steht auf der Rampe: Mark Cavendish (THR). Cavendish wird hier als Sprinter auch versuchen, möglichst weit vorne zu landen. Außerdem hat er sich zu einem passablen Zeitfahrer entwickelt.

[Ziel] Jetzt kommt Steegmans! Und auch das sieht sehr gut aus ... nur noch wenige Meter. Jetzt geht es um Sekunden. Steegmans gibt nochmal alles, zwanzig Meter noch und das ist Platz 4 (+0"02). Nur Devolder, Flecha und Wiggins waren bislang schneller als Gert Steegmans.

[Start] Gustav Erik Larsson, heuer Olympia-2. im Zeitfahren, nimmt den Kurs nun in Angriff. Der Schwede wird hier ohne Wenn und Aber auf Sieg fahren und das ist ein realistisches Ziel, denn er hat gezeigt, dass er ein Zeitfahrer auf Weltklasse-Niveau ist.

[Ziel] Hushovd ist der Nächste Fahrer, den wir im Ziel erwarten. Wie angesprochen, der Norweger ist ein exzellenter Prolog-Fahrer. Da ist er. Der ist stark, Hushovd, diese Zeit, Hushovd, Bestzeit! Bestzeit für Thor Hushovd! Eine Sekunde nimmt der Norweger Stijn Devolder noch ab.

Zitat
Zwischenstand im Ziel:
1. HUSHOVD Thor (AST)
2. DEVOLDER Stijn (THR) +0"01
3. FLECHA Juan Antonio (BTL) +0"02
4. WIGGINS Bradley (THR) +0"02
5. STEEGMANS Gert (CSC) +0"03
6. CORNU Dominique (SIL) +0"03
7. GUSEV Vladimir (A2R) +0"04
8. KROON Karsten (A2R) +0"04
9. HOSTE Leif (QSI) +0"04
10. RASMUSSEN Alex (CSC) +0"04
...
17. FOTHEN Markus (GST) +0"08
22. BOTERO Santiago (GCE) +0"11
25. GILBERT Philippe (FDJ) +0"12
31. VOECKLER Thomas (SDV) +0"14
33. MARTENS Paul (TSV) +0"15
86. CLEMENT Stef (MRM) +0"19



[Start] Lange sah es also so aus, als könne hier keiner mehr Devolder gefährden, doch Hushovd hat die Bestzeit geschlagen. Und der Nächste, der das versucht ist Lokalmatador Thomas Dekker, der hier zu den Favoriten auf den Gesamtsieg zählt.

[Ziel] Jetzt kommt Cavendish. Der Brite überquert hier jeden Moment die Ziellinie und die Zeit ist gut, das sieht gut aus für den endschnellen Cavendish. Er sprintet hier regelrecht über die Linie und ... das ist Platz 4. Er schiebt sich zwischen Flecha und seinen Teamkollegen Wiggins - starke Leistung!

[Start] Der vorletzte Fahrer geht nun ins Rennen und das ist Stefan Schumacher (BTL). Der gebürtige Nürtiger zählt hier sicherlich auch zum erweiterten Favoritenkreis, umsonst geht er hier nicht als zweitletzter Starter von der Rampe.

[Ziel] Der schnelle Schwede Gustav Erik Larsson rast jetzt um die letzte Kurve. Und auch er hat eine gute Zeit. Die letzten Sekunden. Wo landet Larsson? Er ist Fünfter, direkt hinter Mark Cavendish, aber auch nur mit zwei Sekunden auf Thor Hushovd.

[Start] Jetzt geht mit Tom Boonen der letzte Fahrer heute ins Rennen. Obwohl wir uns noch in den Niederlanden befinden, ist so etwas wie eine Heimrundfahrt für Boonen, weshalb er hier viel zeigen will, auch weil er aufgrund seiner Kokainaffäre sicherlich einige Fans verloren hat.

[Ziel] Der drittletzte Mann der Thor Hushovd noch gefährden kann, ist Thomas Dekker (Ned). Doch reicht es für den aufstrebenden Niederländer in seinem Heimatland zum Sieg? 48, 49, 50, 51, 52 - Platz 3! Dekker ist auf Platz 3! Nur Hushovd und Devolder sind vor ihm!

[Ziel] Stefan Schumacher wird der Nächste im Ziel sein. Kann der Deutsche hier etwas reißen? Der Norwegische Repoter neben mir dreht fast durch. Schmumacher im Ziel... Schumacher... 9.! Neunter Platz mit 3 Sekunden Rückstand. Damit kann er sicherlich zufrieden sein.

[Ziel] Jetzt kommt Tom Boonen. Der letzte Fahrer, der noch auf der Strecke ist. Wo wird er landen? Der Tagessieger heißt auf jeden Fall Hushovd oder Boonen. Und? Hushovd siegt! Boonen wird hier Siebter. Damit gewinnt also Thor Hushovd, vor Stijn Devolder und Dritter wird Thomas Dekker. Wir verabschieden uns mit dem Bild des Siegers und den Top 10 der heutigen Etappe.

[align=center]
[size=7] Erster Mann im Führungstrikot: Thor Hushovd (AST) [/color][/div]

Zitat
Endstand:
1. HUSHOVD Thor (AST) 5:49 Min.
2. DEVOLDER Stijn (THR) +0"01
3. DEKKER Thomas (RAB) +0"01
4. FLECHA Juan Antonio (BTL) +0"02
5. CAVENDISH Mark (THR) +0"02
6. LARSSON Gustav Erik (SIL) +0"02
7. BOONEN Tom (QSI) +0"02
8. WIGGINS Bradley (THR) +0"02
9. STEEGMANS Gert (CSC) +0"03
10. SCHUMACHER Stefan (BTL) +0"03

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#2

RE: ENECO-Tour (PT)

in Rennberichte 15.12.2008 21:19
von Schnurer | 838 Beiträge

Ein neuer Tag, eine neue Etappe. Zunächst aber Hallo und herzlich Willkommen zur 1.Etappe der ENECO-Tour 2008. Nach einem äußert spannenden Prolog am gestrigen Nachmittag startet der Norweger Thor Hushovd (Team Astana) heute als Gesamtführender in die Etappe. Allerdings ist heute Vorsicht geboten, denn die Abstände sind so klein, dass bereits Bonifikationen bei Zwischensprints und im Ziel zu großen Veränderungen im Gesamtklassement führen können. Die heutige Etappe führt ebenfalls noch durch die Niederlande, hat aber einige interessante Punkte aufzuweisen. So steht heute bereits nach 16,7 Kilometer der legendäre Cauberg an. Bekannt vom Amstel Gold Race dient dieser Anstieg heute als Bergwertung, denn Rennentscheidend ist er zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht. Anschließend bleibt die Etappe immer leicht hügelig, pünktlich zum Finale wird es aber wieder flach, so dass heute mit dem Sprint Royal im Ziel in Roermond zu rechnen ist. Jetzt schauen wir uns da Profil aber auch einmal an:

[align=center] [/div]

Wie ich bereits gesagt habe, muss der Führende Hushovd heute fast schon mindestens aufs Podium sprinten, um sein Führungstrikot zu behaupten. Mark Cavendish, Gert Steegmans, Tom Boonen, Gerald Ciolek und Juan José Haedo sind jene Sprinter, die weniger als zehn Sekunden Rückstand auf Hushovd haben und somit mit einem Tagessieg - wenn Hushovd nicht aufs Podest fährt - die Führung in der Gesamtwertung übernehmen können. Unser Kollegen vom niederländischen Fernsehen haben die heutigen Starter genauer unter die Lupe genommen und diese Fahrer als ihre Favoriten ausgewählt:

[align=center] * * * = Gert Steegmans, Mark Cavendish, Tom Boonen
* * = Thor Hushovd, Danilo Napolitano, Gerald Ciolek, Kenny de Haes
* = Juan Jose Haedo, André Greipel, Borut Bozic, Romain Feillu, Wouter Weylandt, Aurélien Clerc
[/div]

Sie sehen also, heute fehlen nicht viele der Weltbesten Sprinter, weshalb wir das Finale in Roermond freudig erwarten dürfen. Allerdings sind natürlich auch Ausreißer zu beachten, wenn aber alle Teams mit gutem Sprinter haben auf den Massensprint drängen, wird es für die mutigen Attackierer heute nichts werden. Ich kann Ihnen sagen, da draußen schüttet es wie es Kübeln, das ist heute kein Vergnügen für die Fahrer. Das Peleton befindet sich im Moment bei Kilometer 61 und wir haben eine fünfköpfige Spitzengruppe, die sich momentan 4 Minuten und 53 Sekunden vor dem Feld befindet.

Zitat
Spitzengruppe
KLINGER Tim (GST)
RUJANO GUILLEN Jose (GCE)
VOECKLER Thomas (SDV)
TJALLINGII Maarten (RAB)
LANGEVELD Sebastian (FDJ)



Eine relativ starke Gruppe hat sich hier also davon gemacht. Auf den ersten Kilometer formierte sich schon einmal eine Gruppe, doch diese wurde von Milram und jenen Teams, die keinen Fahrer dabei hatten, aber heute unbedingt wollten zurückgeholt. Diese Gruppe bestand aus Vermeltfort (Topsport), Beima, Barbe (beide Volksbank), Mengin (Ag2r), Kaisen (Silence) und Devenys (FD Jeux). Wie angesprochen, diese Gruppe wurde aber wieder gestellt und so formierte sich die Voeckler-Gruppe, die zwar auch nicht gleich fahren gelassen wurde, aber nach einigen Kilometer - kurz vor der Bergwertung am Cauberg - entschied man sich, sie ziehen zu lassen. Apropos Bergwertung am Cauberg. Die fünf Ausreißer haben bereits zwei Bergwertungen und eine Sprintwertung zurückgelegt. Ich hoffe die Regie blendet die Ergebnisse demnächst ein ...

Zitat
1.Bergwertung (Cauberg / 16,7km):
1. VOECKLER Thomas (SDV)
2. RUJANO GUILLEN Jose (GCE)
3. TJALLINGII Maarten (RAB)

1.Sprintwertung (Loorberg / 45km):
1. TJALLINGII Maarten (RAB)
2. LANGEVELD Sebastian (FDJ)
3. KLINGER Tim (GST)

2.Bergwertung (Camerig / 50,5km):
1. LANGEVELD Sebastian (FDJ)
2. RUJANO GUILLEN Jose (GCE)
3. VOECKLER Thomas (SDV)



Vorallem die Bergwertungen waren hier hart umkämpft. Während sich am Cauberg Voeckler und Rujano belauerten, überraschte sie Langeveld bei der zweiten Bergwertung beide und konnte so die Punkte mitnehmen. Im weiteren Verlauf der Etappe warten noch eine Bergwertung und zwei Sprintwertungen auf die Fahrer. Der Vorsprung der fünf Mann da vorne hat sich währenddessen etwas verkleinert, wobei er mit 4:38 Min. immernoch relativ beruhigend ist. Wir sehen aber auch, dass sich mit Milram, Bouygues Télécom, Silence-Lotto, Columbia, CSC und Agritubel langsam aber sicher im vorderen Teil des Feldes einreihen. Sie haben hier höchstwahrscheinlich die Absicht, die Ausreißer zu stellen, um ihren schnellen Männern heute die Chance zum Sieg zu geben.

Die fünf Flüchtlinge nähern sich nun der letzten Bergwertung des Tages bei Kilometer 72,7. Voeckler, Rujano und Langeveld werden sich hier wohl einen heißen Fight liefern, denn auf den Etappen 2 und 3 gibt es keine Bergwertungen, so dass der beste im Bergklassement nach der heutigen Etappe das Trikot mindestens bis Sonntag trägt. Sie schauen sich immer wieder an, aber wer wird attackieren? Im Moment haben Voeckler und Rujano vier Punkte, Langeveld drei und Tjallingii noch einen. Jetzt zieht Voeckler an, Rujano und Langeveld bleiben aber dran. Voeckler oder Rujano? Langeveld kann hier nichts entgegensetzen und Rujano machts. Aus dem Windschatten von Voeckler sichert er sich das Bergtrikot. Hier das Ergebnis im Überblick:

Zitat
3.Bergwertung (Eiserweg / 72,7km):
1. RUJANO GUILLEN Jose (GCE)
2. VOECKLER Thomas (SDV)
3. LANGEVELD Sebastian (FDJ)

Stand in der Bergwertung nach der 1.Etappe:
1. RUJANO GUILLEN Jose (GCE) 7 Pkt.
2. VOECKLER Thomas (SDV) 6 Pkt.
3. LANGEVELD Sebastian (FDJ) 4 Pkt.
4. TJALLINGII Maarten (RAB) 1 Pkt.



Jetzt sind die hügeligen Passagen fast absolviert und die Fahrer kommen dem flachen Finale immer näher. Die klitschnassen Straßen bieten aber immer eine zusätzliche Gefahr, sowohl für das geschlossene Feld, als auch für die Ausreißer. Sturz! Kaum mache in den Mund zu, schon passiert es. Nein, das schaut böse aus, da liegen einige Fahrer auf dem Boden. Diese Kreisverkehre, wir haben schon bei der Tour de France einen ähnlichen Sturz gesehen. Wenn sich einer legt, fliegen bestimmt zehn, zwanig hinterher. So auch hier. Wenn ich es richtig sehe, war es ein Columbia-Fahrer der hier als erstes zu Boden gegangen ist. Genau so ist, hier haben wir ihn: Adam Hansen. Aber viele Fahrer liegen hier auf dem Asphalt, manche krümmen sich vor Schmerzen. Ich befürchte wir werden hier einige Ausfälle erleben.

[align=center]
[size=7] Einige Fahrer küssten hier den Asphalt [/color][/div]

So blöd es sich anhört, doch für die Ausreißer war dieser Sturz nicht unbedingt schlecht. Da im Feld sehr viele Teams betroffen waren, wurde das Tempo ein bißchen herausgenommen. 80 Kilometer vor dem Ziel und kurz vor der zweiten Sprintwertung beträgt der Vorsprung wieder 4:21, nachdem er zwischenzeitlich auf etwas unter vier Minuten gesunken ist. Da bekommen wir auch schon die graphische Einblendung, wen dieser Massensturz zur Aufgabe gezwungen hat:

Zitat
Abandon:
DNF VEELERS Tom (BTL)
DNF GAJEK Artur (TSV)
DNF HANSEN Adam (THR)
DNF HØJ Frank (AST)
DNF BEUCHAT Roger (AGR)
DNF CHAMPION Dimitri (CSC)
DNF HERRADA LOPEZ José (EUS)



Der Sturz war wirklich böse und hier sieht man es auch. Man kann wirklich nur hoffen, dass die klimatischen Bedingungen hier in den nächsten Tagen besser werden, damit die Gefahr einfach weniger wird. Pechvogel Nummer eins ist natürlich der Däne Frank Hoj, der bereits Gestern stürzte und mit dem heutigen Sturz die Segel entgültig streichen muss. Zudem muss man gespannt sein, welche Auswirkungen die Ausfälle von Hansen, Champion und Veelers haben, die möglicherweise wichtige Helfer im Massensprint gewesen wären. Der Veranstalter meldet über den Tour-Funk "dass kein Fahrer ernsthaft verletzt sei, allerdings einige ein paar böse Schürfwunden und Prellungen haben". Da hatten die Fahrer wirklich nocheinmal Glück im Unglück.

Die fünf Ausreißer haben inzwischen weitere 32 Kilometer abgespult und liegen immernoch 3 Minuten und 39 Sekunden vor dem jagenden Feld. Voeckler und seine Begleiter haben sich nun in der Verpflegungszone gestärkt und werden nocheinmal alle Kräfte mobilisieren, um die verbleibenden gut 50 Kilometer noch vor dem Feld zu bleiben. Während wir uns mit dem schlimmen Sturz beschäftigt haben, passierten die Fahrer im übrigen bereits vor einigen Kilometern wie angesprochen die zweite Sprintwertung.

Zitat
2.Sprintwertung (Dirsbook / 97,2km):
1. VOECKLER Thomas (SDV)
2. TJALLINGII Maarten (RAB)
3. LANGEVELD Sebastian (FDJ)



Voeckler hatte wahrscheinlich hier noch viel Wut im Bauch, dass er das Bergtrikot verpasst hat und diesesmal überraschte er Tjallingii und holte sich die Punkte. Viel wichtiger sind aber die drei Bonussekunden, die Voeckler für diesen Zwischensprint erhält. Er war in der Gesamtwertung nach dem Prolog mit 14 Sekunden Rückstand 36. und durch diese Bonifikation spült es das französische Schlitzohr bis auf 26 nach vorne und nicht zu vergessen, ein Zwischensprint steht noch aus, da könnten die Fahrer weitere Sekunden sammeln.

Im Feld wird jetzt dagegen richtig Tempo gebolzt. Ich sehe sehr viele Fahrer verschiedener Teams hier an der Spitze des Feldes. So sind das u.a. Dominik Roels, Christian Kux (beide MRM), Ian McGregor, Benoit Joachim (beide QSI), Tom Stubbe (BTL), Sebastien Rosseler (CSC), Dominique Cornu (SIL) oder Bert Grabsch und Bradley Wiggins (THR). Deshalb ist auch klar, dass das heute für die Ausreißer nichts werden wird. Wir befinden uns 24 Kilometer vor dem Ziel und die fünf haben gerade noch 1:12 Vorsprung. Jetzt wird das Feld die armen Männer da vorne an der langen Leine lassen und kurz vor dem Ziel in der üblichen Manier schnappen.

... die letzte Sprintwertung des Tages steht nun gleich an. Diese Wertung befindet sich 17 Kilometer vor dem Ziel. Hier rasen die Ausreißer jetzt heran, doch das Feld ist unaufhaltsam. Der Vorsprung beträgt an dieser Stelle nur noch 43 Sekunden.

Zitat
3.Sprintwertung (Swaimen / 158,3km):
1. KLINGER Tim (GST)
2. VOECKLER Thomas (SDV)
3. TJALLINGII Maarten (RAB)



Eine Solidaritätsaktion der Begleiter von Tim Klinger. Der junge Gerolsteiner-Profi hat in der Gruppe sehr gut mitgearbeitet und zum Lohn darf er hier drei Punkte und drei Bonussekunden mitnehmen. Voeckler holt sich aber auch zwei weitere Sekunden, so dass er jetzt bis auf Platz 21 dran ist. Das hat der Publikumsliebling der Franzosen in seiner üblichen Manier sehr gut gelöst.

10km: Die letzten zehn Kilometer brechen an, die Ausreißer sind noch 21 Sekunden vor dem Feld. Man braucht kein Prophet sein, um zu sehen, dass das nicht reicht. Die Frage ist heute also, wer kann den Sprint heute gewinnen? Kandidaten gibt es sicherlich genug. Cavendish, Steegmans, Hushovd, Ciolek, Boonen und wie sie alle heißen.

5km: Die Ausreißer werden gerade gestellt. Die lange Flucht von Klinger, Voeckler, Rujano, Tjallingii und Langeveld ist hiermit beendet. Und da gibt es gleich die nächste Attacke! Stephane Augé (Skil Shimano) - von seinen zahlreichen Fluchten bei der Tour bekannt - versucht es. Aber, da hat er keine Chance. Die Sprinterteams schlagen hier ein unglaubliches Tempo an.

3km: Jetzt formieren sich hier die Züge. Besonders der CSC-Zug macht hier einen starken Eindruck. Aber auch Milram, Quick-Step, Topsport Vlaanderen und Astana bringen ihre Männer nach vorne. Das sind lange Züge, teilweise vier, fünf oder gar sechs Mann. Auch andere Teams versuchen es. Gerolsteiner und Bouygues Télécom versuchen es mit kleineren Zügen, ob diese Taktik aufgeht?

2km: Das Feld hat hier jetzt ein Höllentempo drauf, da kommt keiner weg. Lang (GST) und Mouris (AGR) können sich nicht lösen. Da hätte Gerolsteiner den Seppel Lang lieber in ihren Zug einbauen sollen, denn dieser wird hier förmlich überflogen! Immernoch sind die Teams von Boonen, Steegmans, Hushovd und auch Lokalmatador de Haes ganz vorne.

1km: Die Züge laufen gut, die letzten Fahrer eröffnen jetzt den Sprint und diejenigen, die hier nicht die besten Anfahrer dabei haben, versuchen es vom Hinterrad der Top-Männer. Links kommt jetzt Greipel mit Cavendish, aber diese beiden müssen doch noch ein paar Meter zurücklegen, bis sie vorne sind. Ciolek klebt am Hinterrad von Hushovd, Bozic hängt an Cavendish dran. Rechts jetzt auch der Cofidis-Zug, die ziehen hier auch extrem durch.

500m: Jetzt sind die Anfahrer weg, nun heißt es durchziehen. Alle, wirklich alle Topsprinter sind hier vorne. Allerdings scheinen mir manche doch zu früh im Wind. Hushovd versucht das Ding von vorne abzuschießen, nachdem sein Teamkollege Fred Rodriguez den Sprint herrlich angefahren hatte.

250m: Boonen jetzt rechts außen, Steegmans, Ciolek, Cavendish versuchen es durch die Mitte. Hushovd immernoch ein paar Meter vorn, aber wird das reichen? Auch ein Caisse d´Espargne-Trikot ist da vorne dabei, aber wer ist das?

100m: Ich lege mich fest: Boonen oder Ciolek, einer der beiden wird es machen. Hushovd war hier zu früh im Wind, vielleicht schafft er es noch aufs Podium? Steegmans und Cavendish sind eingeklemmt. Valverde ist der Caisse-Mann, der hier mitmischt. Er profitiert hier vom extrem hektischen Sprint.

Ziel: Boonen oder Ciolek? Beide gleichauf, nur noch wenige Meter, wer macht es? Boooooooooonen... der Belgier siegt hier im Nachbarland Holland. Dieser Sprint wurde ihm von seinen Teamkollegen hervorragend angezogen. Zweiter wird Ciolek und Dritter völlig überraschend Kenny de Haes. Wo kam der denn her? Cavendish, Steegmans, Napolitano. Sie gehören zu den geschlagenen des heutigen Tages, doch der hektische Sprint führte dazu, dass sie lange Zeit festsaßen und so nicht zum Sieg sprinten konnten. Profitieren konnte davon u.a. Alejandro Valverde, der zur Überraschung aller hier einfach voll mitrein gehalten hat. Fakt ist, dass Tom Boonen durch diesen Sieg der neue Mann im Trikot des Führenden ist. Gerald Ciolek macht ebenso einen großen Sprung ist nun Dritter. Wir verabschieden uns also mit dem Bild des Siegers und den Top10 der heutigen Etappe.

[align=center]
[size=7] Nach seiner Kokain-Affäre gibt es von Tom Boonen endlich mal wieder positive Schlagzeilen [/color][/div]

Zitat
Tagesergebnis:
1. BOONEN Tom (QSI)
2. CIOLEK Gerald (SIL)
3. DE HAES Kenny (TSV)
4. HUSHOVD Thor (AST)
5. CLERC Aurélien (COF)
6. STEEGMANS Gert (CSC)
7. VALVERDE Alejandro (GCE)
8. CAVENDISH Mark (THR)
9. NAPOLITANO Damiano (MRM)
10. WEYLANDT Wouter (BTL)

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#3

RE: ENECO-Tour (PT)

in Rennberichte 15.12.2008 21:19
von Schnurer | 838 Beiträge

Auch heute wieder Hallo und herzlich Willkommen zur 2.Etappe der ENECO-Tour 2008. Nachdem es Gestern wie erwartet zum Sprint Royal gekommen ist, dürfte die Zielsetzung der Sprinterteams heute nicht anders sein. Allerdings ist der Kurs heute - typisch für Niederlande - topfeben und auf dem 173,7 Kilometer langen Kurs von Roermond und Nieuwegein wartet nicht einmal eine Bergwertung auf das Feld. Manche Teams wie das Team Columbia oder die CSC-Equipe waren mit dem gestrigen Ergebnis ihrer Starsprinter Cavendish bzw. Steegmans sicherlich nicht zufrieden, weshalb sie natürlich heute auf eine Revanche brennen und auch deshalb wieder wenig Chancen für Ausreißer bestehen. Bevor wir aber in die Etappe starten, werfen wir zunächst einen Blick auf die Top10 der Gesamtwertung:

Zitat
1. BOONEN Tom (QSI)
2. HUSHOVD Thor (AST) +0"08
3. CIOLEK Gerald (SIL) s.t.
4. DEVOLDER Stijn (THR) +0"09
5. DEKKER Thomas (RAB) s.t.
6. FLECHA Juan Antonio (BTL) +0"10
7. CAVENDISH Mark (THR) s.t.
8. LARSSON Gustav Erik (SIL) s.t.
9. WIGGINS Bradley (THR) s.t.
10. STEEGMANS Gert (CSC) +0"11



Durch seinen Erfolg auf dem ersten echten Teilstück hat sich Tom Boonen Gestern also das hier weiße Trikot des Gesamtführenden vom Prolog-Sieger Thor Hushovd geholt. Heute muss Boonen im Massensprint vorallem auf eben jenen Thor Hushovd (Astana), Gerald Ciolek (Silence-Lotto) und Mark Cavendish (Columbia) achten, den diese drei Fahrer sind es, die mit einem Etappensieg und der verbundenen Bonifikation auf Platz 1 der Gesamtwertung schaffen könnten. Da uns vom heutigen Teilstück kein Profil vorliegt, werfen wir direkt einen Blick auf die Favoriten unserer niederländischen Kollegen:

[align=center] * * * = Gert Steegmans (CSC), Mark Cavendish (Columbia), Tom Boonen (Quick-Step), Thor Hushovd (Astana)
* * = Gerald Ciolek (Silence-Lotto), Kenny de Haes (Topsport Vlaanderen), Danilo Napolitano (Milram), Juan Jose Haedo (Rabobank),
* = Borut Bozic (Ag2r), Alejandro Valverde (Caisse d´Espargne), André Greipel (Columbia), Wouter Weylandt (Bouygues Télécom)
[/div]

Im Gegensatz zu Gestern geben wir heute bereits bei Kilometer null auf die Strecke, da wir nach gut 50 Kilometern für gut zwei Stunden zu den olympischen Spielen abgeben. Die Fahrer sind so eben gestartet, doch der wirklich scharfe Start lässt noch ein, zwei Minuten auf sich warten. Wir geben jetzt zu unserem Reporter und hoffen, dass wir heute ein ähnlich spannende Etappe wie Gestern erleben werden.

Hier geht es jetzt gleich los, der Rennleiter schwenkt in diesem Augenblick die Fahne und sofort gibt es eine Attacke! Es ist ein Mann von Silence-Lotto. Ich kann nicht erkennen wer das ist, aber die wollen hier offensichtlich lieber jemanden in die Spitze schicken, als im Feld Nachführarbeit zu leisten. Ein Mann von Saunier Duval hat sich an sein Hinterrad geschlichen. Und das sieht gar nicht so schlecht aus. Die beiden kommen hier schon etwas weg, aber es wäre schon außergewöhnlich, wenn direkt die erste Attacke erfolgreich wäre. Hier bekommen wir auch schon die Einblendung wer da vor dem Feld fährt:

Zitat
Spitzengruppe:
FEILLU Brice (SIL)
TONDO Xavier (SDV)



Der jüngere Bruder von CSC-Fahrer Romain Feillu versucht es also hier. Sein Begleiter Xavier Tondo vom spanischen Saunier Duval-Team hat heute anscheinend auch Ambitionen. Doch im Feld führt man jetzt nach, vorallem Ag2r hat sich vorne aufgereit und will die beiden Flüchtlinge hier stellen. Auch andere Teams helfen da noch etwas mit, vermutlich jene, die die Gruppe verpasst haben. Es ist natürlich auch eine taktische Frage, wie bereits bei diesen zwei Fahrern zu sehen ist. Während Feillu dem Rest seines Teams Arbeit ersparen soll, will Tondo hier die Etappe abräumen, denn einen Sprinter hat die Saunier Duval-Equipe hier nicht dabei.

Jetzt hat Ag2r die Ausreißer gestellt und das Rennen geht bei Kilometer 13 wieder von neuem los. Und gleich springt der Nächste weg: Quick-Step versucht es. Es ist ein Mann aus dem Boonen-Rennstall. Er hat wohl die gleiche Aufgabe wie zuvor Brice Feillu. Es könnte Ian McGregor sein, aber ich bin mir nicht kein sicher. Auch ihm springen wieder Fahrer hinterher. Ich erkenne ein schwarzes Trikot und etwas hellblaues. Caisse d´Espargne? Columbia? ... und hier bekommen wir doch auch schon die Einblendung:

Zitat
Spitzengruppe:
McGREGOR Ian (QSI)
GIL Koldo (GCE)
VERBIST Evert (MRM)



Mit Caisse d´Espargne hatte ich also recht, aber mein vermeintlicher Columbia-Fahrer war der Belgier Evert Verbist vom Milram-Team. Die Gruppe fährt zwar vielleicht 300, 400 Meter vor dem Feld, aber direkt spannt sich Ag2r wieder vor das Feld. Auch der Österreichische Zweitdivisionär Volksbank-Voralberg zeigt sich im Feld. Offensichtlich ist die Zusammenstellung der Gruppe für diese Teams immernoch nicht zufriedenstellend. Doch die drei kämpfen. Natürlich hoffen sie, dass die Teams im Feld auch nicht ewig Tempo machen, sondern irgendwann aufstecken. Inzwischen haben die Ausreißer und auch gleich das Feld bereits 27 Kilometer absolviert und soeben wurde auch die erste Sprintwertung absolviert:

Zitat
1.Sprintwertung:
1. VERBIST Evert (MRM)
2. McGREGOR Ian (QSI)
3. GIL Koldo (GCE)



Bis zum Zwischensprint hat sich diese Gruppe also noch gerettet, aber auch sie werden demnächst wieder gestellt. Hier sehen wir aucheinmal das Feld, da fährt der "alte" Franzose Christophe Mengin volles Tempo in vorderster Position. Aber, das ist bereits die zweite Gruppe, die Ag2r zurückholen wird. Ich wage zu behaupten, dass es auch die letzte ist, denn sonst würde man alle Kräfte bereits auf den ersten Kilometern verschleudern ... jetzt der Zusammenschluss! Und da haben wir es. Sofort kommt die Attacke von Ag2r und die Teamkollegen nehmen die Beine hoch. Dadurch reißt direkt ein Loch. Der Ag2r-Mann fährt vorne, dahinter sehe ich die Trikots von Rabobank, FD Jeux und Volksbank Voralberg und hinter Ihnen reißt wieder ein Loch zum Feld. Jetzt dreht sich der Ag2r-Fahrer um und er scheint kurz auf seine Verfolger zu warten. Wie der Tour-Funk besagt, soll es sich beim Ag2r-Fahrer um Lokalmatador Niki Terpstra handeln. Und soeben wird Terpstra von den drei Verfolgern gestellt und somit steht die dritte Spitzengruppe des Tages:

Zitat
Spitzengruppe:
TERPSTRA Niki (ALM)
BEIMA Marcel (VGB)
TANKINK Bram (RAB)
JACOBS Pieter (FDJ)



[align=center]
Für ihn rieb sich Ag2r in der ersten Rennphase gewaltig auf: Niki Terpstra aus den Niederlanden [/color][/div]

Jetzt haben es also die "Local-Heroes" in die Ausreißergruppe geschafft. Ausschließlich Fahrer, die hier aus den Niederlanden oder aus Belgien kommen, wo die Rundfahrt nächste Woche zu Ende geht. Doch was macht das Feld? Ganz ruhig ist es immernoch nicht, aber die Zugmaschine Ag2r, hauptverantwortlich dass die ersten beiden Gruppe eingeholt wurden, hat mit Terpstra nun einen Mann vorne und wird sicherlich nicht mehr arbeiten. Sporadisch fährt nun Quick-Step an der Spitze des Feldes, aber das Tempo ist raus. Quick-Step kontrolliert hier für den Gesamtführenden Boonen, ein Interesse, die Ausreißer zu stellen, besteht bei Ihnen aber wohl auch nicht. Die Ausreißer haben sich bei Kilometer 36 vom Feld gelöst und haben nun nach exakt 44 Kilometern bereits einen Vorsprung von 51 Sekunden. Wir geben nun ab zu den Kollegen der olympischen Spiele und kommen schätzungsweise 20 Kilometer vor dem Ziel mit der Live-Übertragung der entscheidenden Phase zurück zu dieser ENECO-Tour. Bis später!

[align=center] --------------------------------------------------------------------------


[size=7] Für Deutschland gabs Gold und für den Brasilianer auf die Mütze - auch das ist Olympia!

-------------------------------------------------------------------------- [/div]

Jetzt sind wir also Live zurück bei der 2.Etappe der diesjährigen ENECO-Tour. Nachdem wir die Bildung der heutigen Ausreißergruppe im ersten Teil unserer Übertragung live gesehen haben, kann ich ihnen nun sagen, dass die vier Mann an der Spitze bei noch 19 zu fahrenden Kilometern einen Restvorsprung von 43 Sekunden haben, was natürlich nicht reichen wird, um hier am Ende mit dem Etappensieg dazustehen. Während wir allerdings in Peking waren, haben die vier Mann an der Spitze die zwei verbleibenden Sprintwertungen unter sich ausgemacht und ich hoffe die niederländischen Kollegen blenden uns die Resultate demnächst ein ... und da sind sie auch schon:

Zitat
2.Sprintwertung:
BEIMA Marcel (VGB)
TANKINK Bram (RAB)
JACOBS Pieter (FDJ)

3.Sprintwertung:
BEIMA Marcel (VGB)
TERPSTRA Niki (ALM)
TANKINK Bram (RAB)



10km: Das Hauptfeld hat die Ausreißer jetzt fast erreicht und es scheint, als würden die vier Mann vorne jetzt die Beine hochnehmen. Genau so ist es! Tankink, Beima und Jacobs schütteln sich die Hände und lassen sich stellen. Nur einer versucht es nochmal: Niki Terpstra. Es scheint als hätte sich der Niederländer hier Kräfte gespart und er tritt nocheinmal an. Aber gegen das jagende Feld stehen auch seine Chancen schlecht.

5km: Terpstra wurde inzwischen wieder gestellt, die Sprinterteams halten den Laden jetzt zusammen. Es versuchen immer wieder ein paar Fahrer zu flüchten, doch CSC, Columbia und die anderen Teams lassen hier einfach keinen mehr ziehen.

3km: Jetzt kommen die Züge nach vorn. Vorallem Columbia scheint seine Taktik im Gegensatz zum Vortag etwas umgestellt zu haben, denn auch bei Ihnen sieht man einen kleinen Zug, der eine gute Position hat. Auch CSC, Quick-Step, Astana und Topsport Vlaanderen bringen ihre schnellen Männer nach vorne.

2km: CSC versucht das Ding hier heute von vorne zu fahren, sie haben auch sechs Mann in ihrem Zug eingebaut. Auch die roten Trikots von Cofidis sind nun am linken Absperrgitter zu erkennen. Dieser Zug hat mir schon Gestern einen sehr starken Eindruck gemacht. Extrem auch die Kämpfe um das Hinterrad von Columbia-Sprinter Mark Cavendish.

1km: Jetzt geht los! David Zabriskie hat den Columbia-Zug in eine vorzügliche Position gebracht. Jetzt müssen Greipel und Cavendish vollenden. Aber auch die anderen Züge (Milram, Quick-Step, CSC, etc.) sind relativ gut gelaufen. Manche Fahrer sind aber bereits wieder eingeklemmt, dass geht hier fast zu wie bei der Tour, so viele begnadete Sprinter sind hier am Start.

500m: Greipel für Cavendish, van Heeswijk für Boonen, Rodriguez für Hushovd ... hier gehts zur Sache! Auch Trikots von Ag2r und Bouygues Télécom sehe ich. Ciolek klemmt an Hushovds Hinterrad - das gehört heute ihm. Das Rennen um das Hinterrad von Mark Cavendish hat im übrigen Wouter Weylandt gewonnen. Doch ein Fehler und die Hinterräder sind verloren.

250m: Jetzt geht Cavendish aus dem Windschatten von Greipel raus und zieht das Ding von vorne. Der Columbia-Mann in unnachamlicher Manier. Dahinter Boonen und Steegmans. Hushovd versucht es links am Straßenrand, denn in der Mitte ist die Tür bereits wieder zu.

100m: Cavendish, der Brite zieht voll durch. Steegmans kommt jetzt von hinten. Ciolek hat sich aus dem Windschatten von Hushovd nach vorne katapultiert und kommt hier jetzt heran. Napolitano dagegen ist wieder eine der Verlierer des Tages, er kommt hier definitiv nicht mehr vor. Auch Aurélien Clerc ist hier leicht eingeklemmt. Das wird eng mit den Top10...

Ziel: Steegmans kommt, Gert Steegmans, packt er das noch? Nein! Mark Cavendish reißt die Arme nach oben, aber da kam Steegmans nocheinmal gewaltig auf. Tom Boonen wird hier Dritter. Ciolek setzt sich mit Tigersprung gegen Weylandt durch und Thor Hushovd fehlte auch heute der Punch, um den Sieg zu holen. Wir verabschieden uns mit dem Bild des Siegers und hoffen sie morgen wieder begrüßen zu können.

[align=center]
[size=7] Bei richtigem Sauwetter war Mark Cavendish heute nicht zu bezwingen [/color][/div]

Zitat
Tagesergebnis:
1. CAVENDISH Mark (THR)
2. STEEGMANS Gert (CSC)
3. BOONEN Tom (QSI)
4. CIOLEK Gerald (SIL)
5. WEYLANDT Wouter (BTL)
6. HUSHOVD Thor (AST)
7. HAEDO Juan Jose (RAB)
8. BOZIC Borut (ALM)
9. NAPOLITANO Danilo (MRM)
10. CLERC Aurélien (COF)

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#4

RE: ENECO-Tour (PT)

in Rennberichte 15.12.2008 21:19
von Schnurer | 838 Beiträge

Hallo und herzlich Willkommen zur 3.Etappe der ENECO-Tour 2008. Bislang wurde die belgisch-niederländische ProTour-Rundfahrt eindeutig von den schnellen Kerls, den Sprintern, dominiert. Thor Hushovd (Prolog), Tom Boonen (1.Etappe) und Mark Cavendish (2.Etappe) waren dabei schon erfolgreich und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ihre Teams auch heute auf einen Massensprint aus sind. Die heutige Etappe ist auch wie geschaffen dafür. Auf dem Weg von Nieuwegein nach Terneuzen über 185,9 km wartet auf das Peleton auf dem tellerflachen Kurs keine einzige Bergwertung, dafür aber vier Zwischensprints, bei denen Ausreißer möglicherweise wertvolle Sekunden im engen Gesamtklassement gut machen können. Der Kurs heute verläuft immer am Meer entlang und teilweise sogar über Meerbrücken, weshalb der Wind heute in den taktischen Anweisungen eine wichtige Rolle spielen können. Wie jeden Tag werfen jetzt aber ersteinmal auf die Favoriten unserer niederländischen Kollegen für die heutige Etappe:

[align=center] * * * = Tom Boonen (QSI), Mark Cavendish (THR), Gerald Ciolek (SIL), Gert Steegmanns (CSC)
* * = Wouter Weylandt (BTL), Danilo Napolitano (MRM), Thor Hushovd (AST), Juan Jose Haedo (RAB), André Greipel (THR)
* = Max van Heeswijk (QSI), Romain Feillu (CSC), Borut Bozic (ALM), Alejandro Valverde (GCE), Aurélien Clerc (COF), Kenny de Haes (TSV)
[/div]

Nachdem wir im Prolog nur sehr geringe Zeitabstände hatten, mischten die Sprinter duch ihre Bonifikationen die Gesamtwertung wieder durcheinander. Im Ziel gibt es für den Sieger zehn Sekunden, der Zweite bekommt sechs und der Dritte auch immerhin noch vier Sekunden gutgeschrieben. Durch diese Regel muss der aktuellen Spitzenreiter Tom Bonnen (Team Quick-Step) vorallem zwei Männer fürchten: Mark Cavendish (Columbia) und Gert Steegmans (Team CSC). Alle anderen Sprinter bzw. das komplette Feld liegt mehr als zehn Sekunden hinter Tom Boonen. Hier deshalb ersteinmal der Blick auf die aktuellen Top10 und die Träger der Trikots:

Zitat
Gesamtwertung nach der 2.Etappe:
1. BOONEN Tom (QSI)
2. CAVENDISH Mark (THR) +0"04
3. STEEGMANS Gert (CSC) +0"09
4. HUSHOVD Thor (AST) +0"12
5. CIOLEK Gerald (SIL) s.t.
6. DEVOLDER Stijn (THR) +0"13
7. DEKKER Thomas (RAB) s.t.
8. FLECHA Juan Antonio (BTL) +0"14
9. LARSSON Gustav Erik (SIL) s.t.
10. WIGGINS Bradley (THR) s.t.

Sprintertrikot: BOONEN Tom (QSI)
Bergtrikot: RUJANO GUILLEN Jose (GCE)
Jungprofitrikot: CAVENDISH Mark (THR)



Jetzt aber genug geredet, wir starten nun mit der Live-Übertragung der 3.Etappe der ENECO-Tour 2008. Wir haben im Moment eine vierköpfige Ausreißergruppe, die 4 Minuten und 23 Sekunden vor dem Feld fährt. Die Ausreißer befinden sich dabei 80 Kilometer vor dem Ziel, d.h. die Fahrer haben heute bereits etwas mehr als 100 Kilometer absolviert. Im Feld haben sich auch bereits schon wieder die Sprinterteams vorne eingereiht und vorallem CSC, Columbia und auch einige andere Teams sind heute wieder an einem Massensprint interessiert. Die vier Spitzenreiter, zwei Belgier, ein Niederländer und ein Italiener, haben auch bereits eine Sprintwertung absolviert, deren Ergebnis wir jeden Moment eingeblendet bekommen:

Zitat
1.Sprintwertung:
1. CAPELLE Andy (VGB)
2. ISTA Kevin (ALM)
3. MOLLEMA Bauke (RAB)
4. PELIZOTTI Franco (GCE)



Eine wirklich interessante Spitzengruppe, die wir da haben. Vorallem Franco Pelizotti ist vielen Fans vom Giro d´Italia und einigen anderen Rennen ein Begriff. Bester Mann in der Gesamtwertung ist aber der Belgier Andy Capelle vom österreichischen Volksbank-Voralberg-Team. Er liegt mit 26 Sekunden Rückstand auf Rang 37 und hat hier beim ersten Zwischensprint auch bereits drei Sekunden und damit zehn Plätze gut gemacht. Wenn er es hier auf die Zwischenwertungen abgesehen hat - wie es ausschaut - kann es ihn heute weit nach vorne spülen.

Derweil sind es für die Fahrer noch 68,3 Kilometer bis ins Ziel, wie wir an der Anzeige rechts oben sehen können. Doch was ist das? Die Ausreißer bremsen plötzlich, eine Bahnschranke versperrt Ihnen den Weg. Der junge Belgier Kevin Ista ist völlig aufgebracht. Er diskutiert wie Wild mit dem Fahrer eines Begleitmotorades. Das wird die vier Mann an der Spitze natürlich Zeit kosten, aber da kann niemand etwas dafür ... die Fahrer warten und warten. Eine halbe Minute stehen die Ausreißer bereits schon an dieser Schranke, läuft Ihnen hier der Sieg davon? Da ist der Zug und Ista... der wirft eine Trinkflache auf den Waggon - der ist hier richtig wütend! Aber jetzt geht die Schranke auf, man darf gespannt sein, wieviel Zeit dieses Unglück wirklich gekostet hat.

Das Feld passiert den Gleisübergang nur noch 2 Minuten und 32 Sekunden hinter den vier Ausreißern. Dieses Malleur hat also wirklich viel Zeit gekostet, möglicherweise Zeit, die den vier Mann in Front am Ende zum Sieg fehlt. Die Ausreißer passieren in diesem Moment die zweite Sprintwertung des Tages:

Zitat
2.Sprintwertung:
1. CAPELLE Andy (VGB)
2. ISTA Kevin (ALM)
3. MOLLEMA Bauke (RAB)



Wieder der gleiche Ausgang wie bei der ersten Sprintwertung. Mollema wollte zwar scheinbar die Punkte haben, aber Capelle und Ista haben ihm klargemacht, dass man hier nicht um die Punkte sprintet, sondern alles daran setzt, heute die Etappe zu gewinnen. Apropos Etappe gewinnen. Bei noch gut 37 Kilometern bleibt ein Vorsprung von knapp 2 Minuten. Das Feld hat sich fair gezeigt, da es nach dem Vorfall an den Gleisen das Tempo für ein paar Kilometer etwas rausgenommen hat. Geht man aber nach der Faustregel eine Minute auf zehn Kilometer haben die Ausreißer keine Chance. Derweil geht es nun aber Schlag auf Schlag und die Flüchtlinge passieren bereits die nächste Sprintwertung:

Zitat
3.Sprintwertung:
1. MOLLEMA Bauke (RAB)
2. ISTA Kevin (ALM)
3. PELIZOTTI Franco (GCE)



Capelle diesesmal ohne Punkte, aber die fahren hier auch nur durch und sie sprinten hier nicht um den Sieg. Vielleicht versuchen die vier hier etwas taktische Spielchen zu betreiben, schonen ein paar Kräfte, spekulieren darauf, dass das Feld sie erst auf den allerletzten Kilometern schnappen will und drehen dann noch mal auf. Das klappt allerdings ganz selten. Vorallem der starke Wind macht es den Ausreißern nicht einfach und, ich muss zugeben, es wundert mich, das im Feld niemand eine "Windkante" versucht. Heute besteht absolut die Chance, das Feld zu teilen und somit den ein oder anderen Favoriten im Kampf und den Gesamtsieg abzuhängen. Die Fahrer haben jetzt die Seebrücke passiert und befinden sich schon in Ziellinie. Jetzt wird der vierte und letzte Sprint des Tages passiert:

Zitat
4.Sprintwertung:
1. ISTA Kevin (ALM)
2. PELIZOTTI Franco (GCE)
3. CAPELLE Andy (VGB)



Weiter rollen sie nur durch. Aber reicht das wirklich zum Etappensieg? Es sind jetzt noch ziemlich genau 20 Kilometer und die Ausreißer konnten den Vorsprung auf 1 Minute und 11 Sekunden halten. Wenn sie jetzt alle Kräfte bündeln könnte es noch reichen.

10km: Noch 34 Sekunden. Auf den letzten zehn Kilometer konnte das Feld exakt 37 Sekunden gutmachen. Die Ausreißer wehren sich tapfer, aber reicht Ihnen das, um den Etappensieg unter sich auszumachen? Die Sprinter formieren sich langsam aber sicher im vorderen Teil des Feldes, sie sind sich sicher, dass es hier zum Sprint Royal kommt.

5km: Immernoch 12 Sekunden. Doch ich glaube, dass wird nicht reichen. Jetzt fliegt an das Feld angeführt von Columbia - das Team von Vortagessieger Cavendish - heran. Auch CSC, Topsport Vlaanderen, Astana, Silence-Lotto und manch andere Trikots erkenne ich da in vorderster Front.

3km: Jetzt sind sie dran. Die Ausreißer haben dem Feld hier und heute einen großen Kampf geliefert, doch das jagende Feld bleibt der Sieger und bei dieser ENECO-Tour ist es weiter unbezwungen. Jetzt gehts hier richtig los.

2km: Zwei Teams verwundern mich etwas. Zum einen Topsport Vlaanderen, da fahren drei Fahrer ganz rechts und drei ganz links. Entweder die planen etwas oder die haben sich hier verpokert. So auch Columbia. Cavendish hängt am CSC-Zug, doch sein Anfahrer André Greipel ist auf der anderen Seite beim Boonen-Zug. Was haben die vor?

1km: Der Teufelslappen! Auch heute wieder ein extrem hektischer Sprint, der seine Opfer findet. Von Napolitano ist heute gar nichts zu sehen und auch Tom Boonen´s Zug hat die gute Position etwas verloren. Was kann der Belgier daraus noch machen?

500m: Ciolek hat hier eine gute Position am Hinterrad seines Teamkollegen Albasini, der ihm hier den Sprint anfährt. Auch Cavendish und Steegmans haben gute Positionen, denn der Brite versucht es heute offensichtlich vom Hinterrad seines Konkurrenten Steegmans. Hushovd ist auch zu sehen. Tom Boonen ist dagegen vom Ag2r-Zug etwas eingeklemmt und kann momentan nichts machen.

250m: Jetzt gehts es Rund! Ciolek zieht aus dem Windschatten vom Albasini heraus. Der Deutsche will das Ding von vorne abschießen! Cavendish hat wohl alles richtig gemacht, er beschleunigt vom Hinterrad von Gert Steegmans. Tom Boonen ist dagegen geschlagen, er kann nur hoffen, dass er sein Trikot behält.

100m: Der Sieger heißt entweder Ciolek, Cavendish oder Steegmans. Wer wird es machen? Ciolek hat noch Vorsprung, Cavendish kommt mit brutalem Tempo von Steegmans´ Hinterrad, der selbst fast geschlagen scheint.

Ziel: Ciolek oder Cavendish... die Ex-Teamkollegen. Wer gewinnt? ... der Tigersprung! Ich weiß es nicht. Wir müssen das Zielfoto abwarten. Fakt ist, dass Gert Steegmans auf Rang drei einfährt. Vierter wird Thor Hushovd, gefolgt von Borut Bozic, Aurélien Clerc und Tom Boonen. Alle die hier heute das Hinterrad von Tom Boonen gewählt haben, haben sich hier verzockt. Und da kommt das Ergebnis: Gerald Ciolek heißt der Sieger der 3.Etappe der ENECO-Tour, er setzt sich im Foto-Finish gegen Mark Cavendish durch. Cavendish darf sich aber auch freuen: Er ist der neue Mann im Führungstrikot! Wir verabschieden uns also mit dem Bild des Siegers und den Top10 der heutigen Etappe.

[align=center]
[size=7] Hat heute richtig Grund zur Freude: Gerald Ciolek (Team Silence-Lotto) [/color][/div]

Zitat
Tagesergebnis:
1. CIOLEK Gerald (SIL)
2. CAVENDISH Mark (THR)
3. STEEGMANS Gert (CSC)
4. HUSHOVD Thor (AST)
5. BOZIC Borut (ALM)
6. CLERC Aurélien (COF)
7. BOONEN Tom (QSI)
8. GREIPEL André (THR)
9. WEYLANDT Wouter (BTL)
10. HAEDO Juan Jose (RAB)

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#5

RE: ENECO-Tour (PT)

in Rennberichte 15.12.2008 21:20
von Schnurer | 838 Beiträge

Zusammenfassung 4. Etappe

Am gestrigen Tag gab es einen Massensprint. In dem sich der Brite Mark Cavendish durchsetzte, er gewann vor seinem zukünftigen Teamkollegen Tom Boonen und Gert Steegmans, der erst vor kurzem durch eine überragende Dänemark-rundfahrt auf sich aufmerksam gemacht hat und eine gute Form unterstrichen hat. Durch den Etappensieg hat sich Cavendish in mehreren Wertungen an die Spitze gesetzt. Der gewinenr des Grünen Trikots bei der Tour führt im Gesamtklassement, Sprinterwertung und in der Wertung des besten Nachwuchsfahrers. Zudem führt Columbia die Teamwertung an. In der Bergwertung führt Voeckler.

Cavenedish nach dem Rennen: Ich bin überfroh mich heute wieder durchsetzen zu können, hier ist eine so starke Sprinterkonkurrenz dabei, da fühlt es sich schon toll an zu gewinnen.


Zusammenfassung 5. Etappe

Die 5. Etappe führte von Ardooie nach Oostende in Belgien und war 167 Kilometer lang. Die Etappe war vollkommen flach.

Nsch fünf Kilometern bildete sich die Fluchtgruppe des Tages. Mit dabei war auch Christian Knees vom Team Milram. Seine Gefährten waren Meersmann (FDJ), Tankink (RAB), Voeckler (SDV) und Veuchelen (VLA). Diese Gruppe machte die Wertungen unter sich aus. (siehe Tabelle)

Zitat

1.Sprintwertung 01.Tankink 02.Knees 03.Meersmann
1.Bergwertung 01. Voeckler 02. Veuchelen 03. Knees
2.Bergwertung 01. Tankin 02. Voeckler 03. Meersmann
2.Sprintwertung 01. Meersmann 02. Knees 03. Veuchelen
3.Bergwertung 01. Veuchelen 02. Voeckler 03. Tankink
3.Sprintwertung 01. Meersmann 02. Veuchelen 03. Tankink



Die Gruppe konnte sich bis zu neun Minuten vom Feld lösen. Während im Hauptfeld erst ziemlich spät mit der Führungsarbeit begonnoen wurde, auch wiel es einige Stürze gab.

Mit diesen Folgen:

Zitat
Stubbe (Handbruch)
Horner (Rippenprellung)
Beima (Schürfwunden)
Murn (Gehirnerschütterung)



Wenige Kilometer vor dem Ziel gab es noch einige Attacken von verschiedenen Favoriten. Vorallem Kroon, Gilbert und Flecha versuchten sich zu lösen, allerdings lies das Hauptfeld, auf der Jagd nach den Ausreißern, keinen Fahrer mehr weg. Das Hauptfeld hatte allerdings zu spät angefangen hinter den Ausreißern hergefahren, ein Grund ist, dass sich das Hauptfeld in zwei Gruppen geteilt hatte.

So konnten sich Meersmann, Knees und Veuchelen zwei Kilemter vor dem Ziel vvon ihren beiden Konkurrenten absetzen. Im Drei-Mann-Sprint hatte letztlich Veuchelen die Nase vorne. Gefolgt von Meersmann und Knees. 4. wurde Voeckler, der Führende in er Bergwertung vor Tankink, die beide 17 Sekunden Rückstand hatten. 42 Sekunden später kam das Hauptfeld ins Ziel. Angeführt von Boonen, Haedo und Weylandt.

Dadurch dürfte Veuchelen jetzt der Führende der Gesamtwertung sein. Das genaue Ergebnis ist noch nicht bekannt.


Hier das Endergebnis:

01. Veuchelen
02. Meersmann
03. Knees
04. Voeckler +17sek
05. Tankink st
06. Boonen +42sek
07. Haedo st
08. Weylandt
09. Steegmans
10. Napolitano
11. Ciolek
12. Hushovd
13. Cavendish
14. Van Hummel
15. Capelle
16. Fothen
17. Gilbert
18. Hoste
19. Clerc
20. Milan

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#6

RE: ENECO-Tour (PT)

in Rennberichte 15.12.2008 21:20
von Schnurer | 838 Beiträge

Eneco Tour 2008


Die letzte Chane der Sprinter - bei ihrerRundfahrt


Die Zusammenfassung der 6. Etappe



Die sechste Etappe der Eneco - Rundfahrt führte von Maldegem in die belgische Hauptstadt Brüssel. heute wird wieder eine Sprintankunft erwartet, aber eine ebensolche wurde auch gestern erwartet. Für Spannung ist also gesorgt vorallem, weil es heute die letzte Chance ist, vor dem alles entscheidenen Zeitfahren noch einmal Zeit gut zu machen.

Die Favoriten heute waren:

* * * = Gert Steegmans (CSC), Mark Cavendish (Columbia), Tom Boonen (Quick-Step), Thor Hushovd (Astana)
* * = Gerald Ciolek (Silence-Lotto), Kenny de Haes (Topsport Vlaanderen), Danilo Napolitano (Milram), Juan Jose Haedo (Rabobank),
* = Borut Bozic (Ag2r), Alejandro Valverde (Caisse d´Espargne), André Greipel (Columbia), Wouter Weylandt (Bouygues Télécom)



So jetzt noch das Peofil und es kann los gehen:



Heute haben wir wieder Bergwertungen im Programm. Das Trikot des Bergbesten trägt im Moment Thomas Voeckler. Das Sprinttrikot trägt Cavendish, der punktgleich mit Tom Boonen ist, allerdings hat der Sprinter von der Isle of Man mehr Etappensiege bei dieser Rundfahrt geholt.


Nach 12 gefahrenen Kilometern löste sich die Spitzengruppe des Tages. Mit dabei waren: Muravyev von Astana, Langeveld von FDJ und Rujano von Caisse d'Epargne, dieser wechslet allerdings nach der Vuelta zu Saunier Duval.

Heute passte das, wie es auf französisch so schön heißt, Peloton auf. Die drei Ausreißer hatten nie mehr als vier Minuten Rückstand.

Die meisten Wertungen machten sie allerdings unter sich aus. Auch heute haben wir eine Grafik für sie vorbereitet.

Zitat

1. Sprintwertung 01. Langeveld 02. Muravyev 03. Rujano
1. Bergwertung 01. Rujano 02. Muravyev 03. Langeveld
2. Bergwertung 01. Rujano 02. Langeveld 03. Muravyev
2. Sprintwertung 01. Langeveld 02. Muravyev 03. Rujano
3. Bergwertung 01. Rujano 02. Muravyev 03. Langeveld



Wie sie vielleicht gemerkt haben, meine Damen und Herren, fehlt noch der letzte Sprint in dieser Grafik, dass liegt daran, das dort schon die fluchtgruppe eingeholt wurde. Dieser Sprint ging an die Sprinter, mit folgendem Ergebnis:

Zitat
3. Sprintwertung 01. Hushovd 02. Clerc 03. Weylandt




Die letzten 5 Kilometer live

Es sind noch fünf Kilometer zu fahren und wir sehen die Vorbereitungen auf den Massensprint. Die verschiedenenen Sprintzüge machen sich bereit. Columbia hält im Moment das Tempo hoch. Wiggins jetzt vorne. Auch CSC, Quickstep, Silence und Vlaanderen sieht man vorne. Der Zug von Boonen fährt jetzt den letzten Kilometer an. Alle Sprinter vorne dabei. Das gibt einen Sprint Royal. Immer noch QSI dahinter Ciolek und Weylandt. Boonen jetzt vorne, rechts kommt Hushovd mit Steegmans. Sie kommen mit Boonen gleich auf. Ciolek geht jetzt von Boonen´s Hinterrad, Ciolek zieht vorbei uuuuuuunnnnnnnndddddddddd CIOLEK gewinnt, vor Steegmans und Hushovd. Booen auf Platz 4 vor Weylandt.


Hier das Endergebnis:


01. Ciolek
02. Steegmans
03. Hushovd
04. Boonen
05. Weylandt
06. Clerc
07. Capelle
08. De Haes
09. Cavendish
10. Pichot
11. Bozic

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#7

RE: ENECO-Tour (PT)

in Rennberichte 15.12.2008 21:21
von Schnurer | 838 Beiträge

Eneco-Tour

Zusammenfassung Etappe 7

Heute stand die letzte Etappe der Eneco-Tour an. Ab nächstem Jahr wird die Rundfahrt dann Benelux-Rundfahrt heißen, da der Hauptsponsor sich zurückzieht. Aber das ist die Zukunft, jetzt geht es erstmal um den Sieger der Eneco-Rdf.

2008.

Und da sieht es ganz vorne in der Gk so aus.

1. VEUCHELEN Frederik (TSV)
2. MEERSMAN Gianni (FDJ)
3. KNEES Christian (MRM) 0"02
4. CAVENDISH Mark (THR) 0"08
5. VOECKLER Thomas (SDV) 0"10
6. CIOLEK Gerald (SIL) 0"10

Aber ob es einer dieser sechs Fahrer schaffen wird, ist fraglich, da keiner als guter Zeitfahrer bekannt ist. Die Favoriten für heute werden wohl eher Schumacher, Dekker oder auch Larsson sein.

Wir springen jetzt zu dem Start von Alejandro Valverde. Es führt im Moment Ralf Grabsch vom Team Cofidis. Für valverde geht es um alles. Er fährt für gewöhnlich nur die drei Ardennen-Klassiker im Benelux, allerdings geht es um den gesamtsieg er Protour, deshalb lässt er auch die Spanien-Rundfahrt uas und fährt nach Deutschland zur Landesrunfahrt. Den gleichen Weg wählt übrigens auch Kim Kirchen, er und sein Teamkollege Rebellin sind die heißesten Verfolger von Valverde. Es spricht sogar einiges dafür, dass Valverde und Kirchen bis zum Jahresabschluss das gleiche Rennprogramm fahren. Gemunkelt werden: D-Land-Tpur, Polen-Tour, Wm und Lombardei-Rundfahrt. Wir werden sehen, ob es so kommt und wer am Ende PT-Champion wird. Die Teamwertung dagegen ist schon längst entschieden Team CSC ist uneinholbar vorne.


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Valverde kommt jetzt ins Ziel. Dei Bestzeit hält momentan Mosquera von Scott. Valverde aber übernimmt die neue Bestzeit.

Mit dem Zieleinlauf von Valverde geht Veuchelen auf die Strecke. Damit ist also gerade der Gesamtführende gestartet, mal sehen, was er heute zeigen kann. Normalerweise ist er nicht als Zeitfahrer bekannt. Ob er sich gegen die Weltelite zur Wehr setzen kann, bleibt abzuwarten.

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Hoste ist als nächste in Zielnähe. Er ist amtierender Zeitfahrmeister seines Landes und ist vor seinen Landsleuten natürlich besonders motiviert.... Das schlägt sich auch in seiner Zeit wieder. BESTZEIT für den Belgier, der 2. bei Paris- Roubaix wurde.

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Thomas Dekker, ddas niederländische Ausnahmetalent ist in Zienähe. Er möchte hier seine dopingverdächtigungen vergessen machen und sich gut platzieren. Das gelingt. Die letzten 200m welcher Platz... 1... Dekker setzt sich an die Spitze. 3 Sekunden vor Hoste

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Als nächstes kommt Schumacher, der deutsche Zeitfahrer, der bei Olympia eine Medaille verpasste, möchte hier den Gesamtsieg. Noch 300m für ihn, das wird knapp, aber ich glabue es reicht. Er geht nochmal aus dem Sattel....Jaa Schumacher ist 1.... 5 Sekunden konnte er den Kurs schneller hinter sich bringen als Dekker.


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Jetzt kommen nur noch die drei bestplatzierten. Als erstes müsste Christian Knees ins Ziel . Keine schlechte Zeit von ihm. Das könnte für den Gesamtsieg reichen. Jetzt zählt jede Sekunde...
47 Sekunden Rückstand auf Schumacher, der damit in der Gesamtwertung virtuell vorne liegt. Als nächstes kommt Meersman, aber er kann ich nict in den Kampf an der Spitze Der GK eingreifen. ÜBer 2 Minuten sein Rückstand, schade er konnte nicht über sich hinauswachsen. Als letzter ist jetzt Frederik veuchelen auf der Strecke. Kann er es schaffen und für einen Sensationssieg von Vlaanderen sorgen?? Arggh auch nicht Er verliert viel Zeit. Damit dürfte Stefan Schumacher der Gesamtsieger sein. Nach dem Sieg im abschließenden Zeitfahren der Tour gewinnt Schumacher auch heute und wiederholt seinen Sieg von 2006, dort setzte er sich, meiner Meinung nach, unfair gegen Hincapie durch und zeigt sich nicht einsichtig.

Hier das Endergebnis der Etappe:

01. Stefan Schumacher
02. Thomas Dekker +5sekunden
03. Leif Hoste +8 sekunden
04. Vladimir Gusev +12sekunden
05. Alejandro Valverde +22 sekunden
06. Gustav Erik Larsson +24 sekunden
07. David Zabriskie + 34sekunden
08. Ezequiel Mosqeura +41sekunden
09. Christian Knees +47sekunden
10. Kim Kirchen + 51sekunden
11. Doeniqeu Cornu st
12. Ralf Grabsch + 57sekunden
13. Niki Terpstra + 1 minute 4sekunden
14. Antonio Colom + 1min 17sek
15. Juan Antonio Flecha + 1min 22sekunden
16. Tom Boonen + 1min 35sekunden
17. Thor Hushovd +1min 37sek
18. Carlos Castano +1min 41sekunden
19. Mark Cavendish +1min 54sekunden
20. Gianni Meersmann +2min 1sek
21. Paul Martens +2min 12sekunden
22. Phillipe Gilbert +2min 27sekunden
23. Cyril Gautier +2min 32sekunden
24. Markus Fothen st
25. Christophe Riblon +2min 37sekunden
26. Frederik Veuchelen +2min 42sek
27. Johan Van Summeren +2min 52sekunden
28. Alexandre Arakeev +2min59sekunden
29. Maarten Den Bakker +3min12sekunden
30. Karsten Kroon +3min 17sekunden
31. Thomas Voeckler +3min 27sekunden
32. Franco Pellizotti +3min 37sekunden
33. Gerald Ciolek +3min 42sekunden
34. Christopher Horner +3min 47sekunden
35. Bernhard Kohl +3min 55sekunden

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