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Route des Pyrenees (WS)

in Rennberichte 27.11.2009 17:49
von Möve PCT | 977 Beiträge

Velits gewinnt Route des Pyrenees

Slowake schafft Sensation – Favoriten düpiert

Peter Velits hat die Premiere des schweren französischen Eintagesrennens Route des Pyrenees gewonnen. Nach 226 Kilometern von St. Girons nach Luz Ardiden und einer harten Fahrt über acht harte Pyrenäenpaässe, darunter die legendären Peyresourde, Aspin und Tourmalet und einem schweren Finish am Schlussanstieg nach Luz Ardiden siegte der Slowake im Alleingang vorAlejandro Valverde und Damiano Cunego. Topfavorit Lance Armstrong wurde enttäuschender Achter, Patrik Sinkewitz landete als bester Deutscher auf Platz 17, Dominik Roels wurde 31.



Zu Beginn setzte sich eine siebenköpfige Ausreißergruppe ab, darunter vier Fahrer der Columbia- Mannschaft und zwei Fahrer aus der Mannschaft von La Francaise des Jeux. Diese beiden Teams arbeiteten gut zusammen und fuhren auch einen großen Vorsprung von bis zu 20 Minuten heraus. Im Feld führten allerdings die unglaubliche Länge, die schweren Anstiege und die Nachführarbeit der Teams Radio Shack und Caisse d’ Epargne sorgte dafür dass ab dem Col du Tourmalet der Vorsprung vom Beginn bis zum Gipfel auf nur noch vier Minuten schmolz, was am Ende zu wenig war.

Schon auf dem Gipfel des Tourmalets waren die Favoriten nur noch mit wenigen Helfern vertreten, auf der Abfahrt lief das Geschehen zu einer dreizehnköpfigen Favoritengruppe zusammen, die dem nun übrig gebliebenen Spitzenquartett Valerio Agnoli, Peter Stetina, Dario Cataldo und Adrian Palomares in den Schlussanstieg folgten. Nach einer Attacke von Gilberto Simoni entstand zunächst ein Favoritentrio mit Cunego, Armstrong und Valverde. Infolge des dauerhaften Belauerns dieser drei Fahrer füllte sich diese Gruppe wieder auf und als nur noch Valerio Agnoli vor dieser Gruppe fuhr attackierte Peter Velits unterstützt von seinem Teamkollegen Palomares und fuhr davon. Keiner in der Favoritengruppe war in der Lage oder hatte taktisch die Möglichkeit nachzuführen und so vergrößerte sich Velits’ Vorsprung Meter um Meter.

Über eine Minute hinter Velits siegte dann Valverde im Sprint der Verfolger und machte damit den Caisse d’ Epargne- Doppelsieg perfekt. Dritter wurde Damiano Cunego, er und sein Team mussten heute eine herbe Niederlage hinnehmen. Lokalmatador Sandy Casar wurde Vierter.

Peter Velits selbst war natürlich überglücklich über seinen heutigen Sieg, den er als einen der Größten seiner bisherigen Karriere bezeichnete. Alejandro Valverde schien etwas enttäuscht darüber, nicht gewonnen zu haben, freute sich aber für seinen Teamkollegen mit, besonders sein Manager war vom Teamgeist des Spaniers sehr erfreut. Für RadioShack gab es keinen Grund zu feiern. Sie hatten sich deutlich mehr ausgerechnet, waren aber zu sicher an die Sache herangegangen und mussten ihrer schweren Arbeit über die lange Distanz Tribut zahlen.

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