#1

Allrounder-Kriterium (WS)

in Rennberichte 09.12.2009 16:34
von Möve PCT | 977 Beiträge

Moerenhout gewinnt Auftakt in Bologna

Alter Haudegen siegt im Kampf gegen die Uhr

Koos Moerenhout vom Team BMC hat das Auftaktzeitfahren des Allrounderkirteriums im Norden Italiens gewonnen. Er setzte sich knapp vor Denis Menchov und Gustav-Erik Larsson durch. Auf Rang vier landete Alejandro Valverde, der jedoch schon über eine halbe Minute zu Moerenhout verlor.



Dennoch hatte der spanische Superstar Grund sich zu freuen. Beim Allrounderkriterium ist nicht die Zeit für die Gesamtwertung entscheidend, dagegen werden die Etappenplatzierungen aufaddiert und der Fahrer mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl gewinnt.

Trotz des außergewöhnlichen Modus ist mit Valverde der Favorit für die dreitägige Rundfahrt eindeutig auszumachen. Entscheidend wird möglicherweise der morgige Sprint sein, wo Valverde auch gute Chancen hat sich vorne zu platzieren. Zum Abschluss steht dann eine schwere Bergankunft auf der Alpe di Pampeago an.

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#2

RE: Allrounder-Kriterium (WS)

in Rennberichte 10.12.2009 16:32
von Möve PCT | 977 Beiträge

Omloop gewinnt Flachetappe

Ausreißersieg in Trient

Auf der zweiten Etappe der italienischen Kurzrundfahrt Allrounder-Kriterium konnte sich eine fünf Fahrer starke Ausreißergruppe gegen das Hauptfeld durchsetzen. Am Ende erwies sich Geert Omloop als der Cleverste der Ausreißer udn setzte sich im Sprint gegen Serguei Ivanov durch. Dritter wurde Carlo Westphal, den Sprint des Hauptfeldes entschied Jimmy Casper für sich. Durch seinen siebten Platz übernahm Topfavorit Alejandro Valverde die Gesamtführung vo der abschließenden Bergankunft.



Bereits zu Beginn konnten Adrian Palomares, Aleksandr Dyachenko, Serguei Ivanov und ein Landbourwkrediet-Duo mit Omloop und Westphal sich absetzen. Im Hauptfeld stiegen nur Milram udn Liquigas in die Nachführarbeit ein, als vierzig Kilometer vor Schluss immer noch acht Minuten Vorsprung für die Ausreißer vorhanden waren drosselte man das Tempo erheblich und so kamen die Fünf mit satten 13 Minuten Vorsprung auf die letzten fünf Kilometer.

Adrian Palomares war der Erste der attackierte, jedoch sprangen sofort sämtliche Fahrer der Gruppe hinterher. Serguei Ivanov erwischte dann den richtigen Moment, wieder sprang Omloop als Erster hinterher doch diesmal wollte niemand seinen Begleiter Westphal wieder heranführen. So setzten sich Ivanov und Omloop weiter ab, jedoch musste Ivanov als Kompromiss dafür, nun nur noch einen Begleiter zu haben, den Großteil der Arbeit übernehmen. Auf dem letzten Kilometer war keine Attacke erfolgreich und die größeren Kraftreserven im Duell der erfahrenen Mittdreißiger nutzte dann Omloop im Sprint zum Etappensieg. Damit konnte bereits zum zweiten Mal ein Fahrer der älteren garde den Sieg in Italien davontragen.

Aus dem Hauptfeld attackierten gegen Ende noch Angel Vicioso und Thomas Lövkvist, beide hatten aber keine Chance gegen den Caisse d' Epargne-Zug, den am Ende nur Jimmy Casper schlagen konnte.

Neuer Gesamtführender ist Alejandro Valverde mit 11 Punkten, damit kann er auf der morgigen Bergankunft sieben Plätze auf David Millar und neun Plätze auf Thomas Lövkvist verlieren. Der beste Bergfahrer des Rennens, Denis Menchov liegt mit 29 Punkten ganze 18 Plätz hinter Valverde.

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#3

RE: Allrounder-Kriterium (WS)

in Rennberichte 11.12.2009 19:32
von Möve PCT | 977 Beiträge

Live-Ticker Protokoll 3. Etappe



Herzlich Willkommen aus dem Dolomiten zum Abschluss der Wintersaison 2009! Heute steht die letzte Etappe des Allrounder-Kriteriums an, endgültig wird die Wintersaison am Sonntag mit dem Gran Premio Canal de Castilla in Spanien zu Ende gehen.

Am letzten der drei Tage im Norden Italiens haben die Fahrer eine wirklich superschwere Etappe vor sich liegen, ganze sieben Hochgebirgsanstiege im schönsten Teil der Alpen stehen heute auf dem Plan. Darunter sind auch die Seiser Alm, in diesem Jahr Bergankunft des Giro, der Passo di Fedaia und der zwölf Prozent steile Schlussanstieg zur Alpe di Pampeago. Start des Rennens war in Bozen, nach einem Zeitfahren und einer Flachetape werden heute also die echten Bergziegen hier gefordert.



Nach zwei Tagen trägt Alejandro Valverde das rosa Leadertrikot, er erzielte im Zeitfahren den vierten und im Sprint den siebten Rang, damit hat er elf Punkte auf dem Konto. Hier sieht man schon den besonderen Modus dieses Rennens, nicht die Zeit sondern die Platzierungen sind entscheidend. Dennoch liegen mit David Millar und Thomas Lövkvist zwei ebenfalls durchaus starke Rundfahrer auf den weiteren Podestplätzen. Ob sie oder ein anderer Fahrer allerdings Alejandro Valverde auf seinem stärksten Terrain dem Gesamtsieg streitig machen können ist fraglich.

Noch 63km
Eine Fünfergruppe befindet sich derzeit an vorderster Front auf dem Weg zum Passo di San Pellgrino, der heute den Auftakt zum Finale der Etappe darstellt. Sechs Kilometer sind sie noch vom Gipfel entfernt, derzeit mit zehn Minuten Vorsprung unterwegs also wie gestern sieht es nach einem Ausreißererfolg aus.

Noch 59km
Valverde im rosa Führungstrikot im Moment sicher im Sattel. BMC und Omega Pharma an der Spitze des Feldes kontrollieren das Tempo, ihre heißen Eisen heute heißen Dani Moreno und Denis Menchov.

Noch 57km
Gianpaolo Cheula ist der Erste der jetzt den Gipfel des San Pellegrino überquert. Nach eienr hektischen Anfangsphase, in der unter Anderem Janez Brajkovic sich ebenfalls kurz in einer Gruppe befand fanden sich diese fünf, neben Cheula sind auch George Hincapie, Juan Manuel Garate, Aitor Perez und Wim Van Huffel vorne mit dabei.



Noch 51km
Die Gruppe rast dem Tal entgegen, gleich geht es schon zum nächsten Anstieg, dem Karerpass, hinauf. Jetzt bietet sich den Fahrern keine einzige Ruhepause mehr, das heißt es wird kräftig selektiert werden, schon vor den finalen und supersteilen vier Kilometern ins Ziel.

Noch 44km
Jetzt auch das Feld mit neuneinhalb Minuten Rückstand an der Passhöhe.

Noch 42km
Währenddessen geht die Gruppe schon den nächsten Anstieg an. Hincapie dort an der Spitze, dahinter aktuell Van Huffel.

Noch 38km
Nix passiert, aber auch gar nichts.

Noch 36km
Gruppe einen Kilometer unterhalb der Passhöhe, noch acht Minuten vor dem Feld. Dort ist jetzt Adrian Palomares rausgefahren, das dürfte taktische Gründe haben.



Noch 35km
Palomares lassen sie fahren.

Und jetzt der Erste am Karerpass. Es ist wieder Cheula.

Noch 29km
Die Abfahrt ist noch einmal etwas länger, aber danach geht es fast nur noch bergauf. Nach dem Passo di Lavaze folgt eine kurze, recht steile Abfahrt und dann geht es direkt den Gegenhang zum Ziel hinauf, wie gesagt, zwölf Prozent steil.

Noch 24km
Das Feld kommt natürlich näher, noch sind aber sechseinhalb Minuten auf der Passhöhe übrig. Nachdem Palomares doch schnell merkte dass es nix wird hat jetzt auch Caisse die Tempoarbeit übernommen, wahrscheinlich weil man Hincapie schon als durchgekommen abgehakt hat, das ist auch wohl richtig so.

Noch 19km
Währenddessen geht die Gruppe jetzt in die wirklich heiße Phase des Rennens. Der Lavaze steht an.

Der Anstieg ist elf Kilometer lang, also auch vom Gipfel aus ist es nicht mehr weit ins Ziel.

Noch 17km
Jetzt steigt auch das Hauptfeld unten in den Anstieg ein, Caisse macht Tempo und reduziert den Vorsprung auf sechs Minuten. Auf noch für das Hauptfeld insgesamt 15 steigenden Kilometern sollte man Hincapie definitiv nicht überschätzen.

Noch 16km
Garate hat jetzt aus der Spitzengruppe attackiert, Van Huffel ist aber dran.

Da Van Huffel nur lutscht hat er jetzt auch rausgenommen.

Noch 15km
Nächste Attacke, diesmal aus dem Hauptfeld. Es müsste Luis Leon Sanchez von Omega Pharma sein.



Genau der ist es und der zieht jetzt auch knallhart durch! Direkt ans Hinterrad springt keiner.

Noch 14km
Sanchez stetzt sich ab, jetzt ist er fast nur noch vier Minuten von den Ausreißern entfernt. Das Hauptfeld etwa eine halbe Minute dahinter.

Noch 13km
Auch Garate probiert es noch einmal.



Diesmal erfolgreich! Van Huffel kann oder will diesmal nicht, jetzt reagiert Cheula um die Gruppe wieder zusammenzuhalten.

Noch 11km
Garate ist zu stark und jetzt zwei Kilometer vor dem Gipfel alleine unterwegs. Cheula dahinter, Hincapie und Van Huffel als Duo unterwegs und für Perez ist es vorbei. Luis Leon Sanchez setzt sich auch immer weiter ab, Caisse und BMC führen aber nach.

Noch 10km
Heute zwei Spanier ganz stark solo unterwegs! Und das in Italien wo ihr Bester doch auch hier nur unter Vorbehalt starten darf. Zumindest sagen wir einfach mal Valverde sei dies ohne Contador nun zu nahe treten zu wollen.

Noch 9km
Garate auf der Passhöhe, jetzt stoppen wir mal wie lange die Nächsten brauchen.

41 Sekunden für Hincapie, Cheula und Van Huffel. Die drei sind jetzt zusammen unterwegs.

Noch 4km
Garate fährt jetzt unten in den Schlussanstieg rein, währenddessen Sanchez am Gipfel, im Moment etwa dreieinhalb Minuten zurück.

Noch 3km
Jetzt das Feld oben, noch mehr Rückstand, auch Sanchez ist wohl weg wenn er nicht einbricht.

Noch 2km
Garate auf dem Weg zum Sieg. Van Huffel hat noch einmal einen Verzweiflungsangriff versucht aber das brach nur den Rhythmus.

Ein stark dezimiertes Feld wird von Columbia angeführt. Kirchen hat die Spitze übernommen und drückt für Lövkvist auf das Tempo.

Jetzt hat Sinkewitz Probleme.



Gerade mal noch sechs Fahrer folgen nun dem Luxemburger Kirchen: Lövkvist, Valverde, Menchov, Moreno, Veloso und Costa. Millar, der Gesamtzweite hatte Probleme und kämpft jetzt verbissen um den Anschluss. Aber dass es hier so extrem steil ist ist für ihn nicht gerade förderlich, auch Morenos letzte Helfer Costa fällt nun ab.

Noch 1km
Und nun wird’s richtig spassig, Attacke von Menchov!



Für die meisten war es das wohl, Valverde, Veloso und Moreno reagieren sofort und für den Rest ist echtes Schinden angesagt.

Garate kurz vor dem Ziel.

Ein echter Kampf Mann gegen Mann hier kurz vor dem Ziel.

Ziel
Und Garate gewinnt! Großer Kampf, riesen Respekt.



Zweiter im Ziel ist Cheula, dann folgen Hincapie und van Huffel.

Noch einmal eine Attacke auf der Strecke, Moreno und Veloso attackieren kurz vor dem Ziel.

Menchov und Valverde können nur mit Mühe folgen, vor ihnen fahren zwei echte Spezialisten für enorm steiles Gelände, zwei Bergziegen.

Aber im Endeffekt ist die Attacke erfolglos.

Sanchez als Fünfter im Ziel.

Jetzt Valverde da, er verliert den Sprint gegen Menchov aber holt dafür das Gesamtklassement.

Lövkvist wird in der Endabrechnung Zweiter des Rennens, hier landet er auf Platz zehn.

Millar auch da, das wird eng mit Menchov.

Wir warten noch kurz auf das Ergebnis, Sinkewitz jetzt als bester Deutscher im Ziel, schätze mal Platz 25 bis 30...

Hier kommen die Top Ten:

1. Juan Manuel GARATE (MRM)
2. Gianpaolo CHEULA (VAC)
3. George HINCAPIE (GCE)
4. Wim VAN HUFFEL (LAN)
5. Luis Leon SANCHEZ (SIL)
6. Denis MENCHOV (SIL)
7. Alejandro VALVERDE (GCE)
8. Daniel MORENO (BMC)
9. Gustavo CESAR VELOSO (VAC)
10. Thomas LÖVKVIST (THR)

Ganz klar, Valverde gewinnt hier die Rundfahrt, er hat 18 Punkte, das heißt Platz sechs im Durchschnitt. Lövkvist als Gesamtzweiter ist mit 30 Punkten da im Durchschnitt vier Punkte schlechter.

Das finale Gesamtklassement:

1. Valverde
2. Lövkvist
3. Millar
4. Menchov
5. Hincapie
6. Kirchen

Das haben wir jetzt mal schnell ausgerechnet.

Den Etappensieger kennen wir, Garate wird jetzt geehrt.

Jetzt das Podium, Menchov hat zwar heute seine Endschnelligkeit gezeigt aber landete gestern im Sprint weit abgeschlagen, möglicherweise hat ihn das den Gesamtsieg gekostet. Warum er gestern nicht mit rein hielt wird sein Geheimnis bleiben.

Also stehen Millar, Lövkvist und natürlich Gesamtsieger Valverde auf dem Podium. Unter den ersten Sechs doch nur ein Spanier obwohl diese sich heute eindeutig als die besten Kletterer hervorgetan haben.



So jetzt sind wir am Ende der letzten Rundfahrt der Wintersaison angelangt. Ich hoffe dass Sie am Sonntag zum Abschluss in Kastilien, beim Naturstraßen-Rennen GP Canal de Castilla nochmal dabei sind, bevor es dann in die Halle auf die Bahn geht und schließlich wieder die nationalen Meisterschaften auf der Straße anstehen. Von meiner Seite aus war es das für dieses Jahr, ich freue mich auf das nächste Jahr, spannende Rennen, insbesondere die Tour de France mit ihren vier Pyrenäenetappen und dem Kopfsteinpflaster. Was bleibt noch zu sagen? Glückwunsch an Valverde und Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bis dahin zum nächsten Live-Ticker, auf Wiedersehen!

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