Coppa G.Sabatini (1.1)

#1 von Keisuke , 09.10.2010 22:47

Herzlich Willkommen zur Coppa Sabatini.
Heute steht der erste von vielen italienischen Klassikern in diesem Monat an. Trotzdem merkt man, dass die Saison sich dem Ende zuneigt. In zwei Wochen startet in Italien das letzte U-24 Rennen dieser Saison, zu diesem Zeitpunkt werden die Profis ihre Saison schon beendet haben. Wir wenden uns allerdings erstmal dem heutigen Rennen zu. Es steht ein unglaublich stark besetztes Feld am Start. Besonders Voralberg hatte hier ein Team am Start, das so auch die Favoritenliste bei einem Klassiker sein könnte. Igor Anton, Vladimir Karpets, Rinaldo Nocentini und Tondo Volpini sind hier wohl die stärksten Fahrer. Aber auch die anderen Teams sind stark besetzt. Nibali, Gavazzi, Ginanni, Paolini, Visconti, Hesjedal, Garzelli und Vinokourov. Alles Fahrer, die zur erweiterten Weltspitze auf diesem Profil gehören. Dazu kommen mit Phillipe Gilbert, Robert Gesink und Alexandr Kolobnev die drei Fahrer, die bei der Weltmeisterschaft auf dem Podium standen. Man darf also sehr gespannt sein, wie dieses Rennen hier ausgeht. Hier bei meinen Kollegen wurden die Namen Paolini, Gavazzi und Visconti am häufigsten genannt. Ob es wirklich einer der drei Italiener schafft, oder jemand ganz anderes jubelt, werden Sie in den nächsten Stunden erfahren, denn das Rennen startet jetzt gerade.

Kilometer 7
Das Rennen nimmt jetzt langsam an Fahrt auf und die ersten Attacken aus dem Feld heraus kommen, aber noch ist keiner dieser Versuche erfolgreich gewesen. Besonders Caisse´d Epargne präsentiert sich hier an der Spitze. Natürlich wollen sie ihrem Weltmeister einen weiteren Sieg bescheren.

Kilometer 10
Jetzt haben sich hier vier Fahrer abgesetzt, mit denen sich das Feld anscheinend gut abfinden kann. Thomas de Gendt, zwei Cofidis Fahrer und Anthony Charteau müssten das sein.
Ja, so ist es und die zwei Cofidis Fahrer wurde jetzt als Dimitri Champino und Migual Minguez identifiziert. Damit ist kein Italiener in der Gruppe vertreten, was die heimischen Fans sicher enttäusche wird, aber vielleicht werden sie dafür im Finale entschädigt. Wir werden sehen, ob diese Gruppe Chancen auf den Etappensieg hat.

Kilometer 22
Die Fahrer haben den Rundkurs jetzt zum ersten Mal hinter sich gebracht und der Vorsprung der Gruppe ist auf gut eine Minute angewachsen. Dies ist allerdings erst die erste von zwei Strecken, die heute befahren werden, denn nachdem diese Runde sieben mal absolviert wurde, geht es auf einen zweiten Kurs, der nur halb solang ist, dafür aber eine spannende Steigung kurz vor dem Ziel enthält. Auf den ersten rund 140 Kilometern wird sich das Feld also wohl einrollen, bevor es dann zum großen Schlagabtausch der Favoriten kommen wird.

Kilometer 86
Der Vorsprung liegt nun seit einiger Zeit bei 3:20. Im Feld sind es schon gut 10 Teams, die das Tempo kontrollieren und der Gruppe klar machen, dass sie heute keine Chancen hat. Caisse zeigt sich immer noch sehr aktiv, aber auch ISD und Quickstep sind öfters vorne zu sehen.

Kilometer 100
Die Kamera schwenkt gerade durch das Feld und dort bekommen wir Alexandr Kolobnev zu Gesicht. Der Russe muss heute versuchen die Strapazen der Weltmeisterschaften wegzustecken, aber das ihm dieser Kurs durch aus liegt hat er schon bewiesen 2008 wurde er hier zweiter und bei der WM war es ja auch erst ein zweiter Platz, bevor er den Titel holte. Bestimmt wird er in Gedanken während dieser langen Fahrt das ein oder andere mal an seinen großen Triumph zurück denken.

Dieses Bild sah man in den letzten Tagen häufig: Weltmeister Kolobnev nach seinem Triumph[/size]

Kilometer 115
Der Vorsprung der Ausreißer schmilzt weiter und fällt schon jetzt unter zwei Minuten. Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass sie jetzt schon gestellt werden, denn sonst müsste man wohl mit vielen Attacken auf dem zweiten Rundkurs rechnen. Das dürfte auch dem Fahrer, den wir jetzt gerade sehen gar nicht gefallen, denn Giovanni Visconti dürfte heute nur im Sprint Chancen haben. In diesem holte er in den letzten beiden Jahren schließlich auch einen ersten und einen zehnten Platz bei diesem Rennen.

Kilometer 140
Das Feld vereint sich doch schon jetzt, dabei sind noch 60 Kilometer zu fahren. Entweder wird sich jetzt eine neue Gruppe bilden und absetzen, oder wir können uns auf ein unglaubliches Spektakel auf den letzten Kilometern freuen, denn es werden sicherlich einige Fahrer etwas gegen einen Sprint haben.

Kilometer 150
Noch warten wir vergeblich auf eine weitere Attacke. Die Fahrer haben den ersten Rundkurs jetzt hinter sich gelassen und damit beginnt ein neues Rennen. Milram setzt sich jetzt an die Spitze der Gruppe und versucht gleich mal das Tempo zu erhöhen.

Kilometer 175
Noch 24 Kilometer sind zu absolvieren. Das heißt, gleich bricht hier die vorletzte Runde an, aber erstmal steht hier die kleine Steigung an. Das ist eine gute Gelegenheit, sich das Ziel schonmal ein bisschen anzusehen, denn hier wird wohl die Entscheidung fallen. Die Steigung beginnt mit dem letzten Kilometer, hier geht es nach ein paar Metern in die erste Kurve, dieser folgen noch drei weitere in einem relativ kleinem Abstand, was das Attackieren an diesen Stellen relativ schwer macht. Dann folgt eine längere Gerade, bevor die Strecke nochmal einen Knick nach links nimmt und es dann auf die relativ lange Zielgeraden geht. Und dort scheint jetzt endlich mal wieder was zu passieren. Das starke Team Voralberg macht jetzt mächtig Druck. Sergio Paulinho geht vorne weg, in seinem Schlepptau befinden sich Vladimir Efimkin und Yury Trofimov. Zu dritt könnten sie hier durchaus was bewegen, zumal sie alle keine unbekannten Fahrer sind. Auch Astana macht jetzt Ernst, denn sie wissen wie gefährlich die drei jetzt sein könnten. Aber dort klafft erstmal eine kleine Lücke, weil der Portugiese mächtig Dampf macht.

Kilometer 177
Jetzt wird es richtig gefährlich für die Sprinterteams. Zu den drei Voralberg Fahrern gesellt sich ein weiteres Trio. Rein Taaramae vom Cloumbia Team sehen ich dort. Außerdem den Spanier Javier Moreno und Arthur Vichot. Damit ist auch bei diesen sechs Führenden wieder kein Italiener dabei. Aber vielleicht fährt das Team Milram ja für Garzelli. Und die machen hinten mächtig Tempo, vielleicht sehen wir also noch was von ihm.

Kilometer 184
Mitte der vorletzten Runde liegt der Vorsprung der Gruppe bei gut 40 Sekunden. Sie haben also durchaus eine kleine Chancen, aber es sieht so aus als würden die Teams hinten diesmal den Zeitpunkt des Zusammenschlusses besser planen wollen und sie erst kurz vor dem Ziel stellen wollen. Damit schwindet natürlich auch die Zeit für die nicht so sprintstarken Fahrer.

Letzte Runde
Jetzt geht es wieder in den kurzen Anstieg und dann stehen nur noch 12 Kilometer an. 20 Sekunden Vorsprung werden mir gerade gemeldet. Das wird wohl nicht reichen, denn hinten wird jetzt Ernst gemacht. Machado und Iglinsky von Astana zeigen sich jetzt schon länger vorne. Ihr Team will hier ungeachtet der Turbulenzen um Alberto Contador, mit Gesink oder Vinokourov erfolgreich sein. Doch andere ergreifen die Initiative! Vincenzo Nibali greift mit Mikel Nieve im Windschatten an! Das könnte die Attacken sein, die das Rennen entscheidet. Gesink und Vinokourov sind sofort dabei! Da sehe ich auch Gilbert und das Regenbogentrikot von Kolobnev. Nieve vorne erreicht schon das Hinterrad von Taaramae, womit es wohl zum Zusammenschluss der Führenden mit den Favoriten kommen wird.

[size=85]Nibali und Nieve sprengen das Feld


Noch 10 Kilometer
Viele der Favoriten sind tatsächlich dran, aber das Rennen hat sich jetzt in zwei Gruppe geteilt. Die Regie stellt auch sofort die Übersicht zur Verfügung:

Gruppe 1:
NIEVE ITURRALDE Mikel (COF)
MORENO BAZAN Javier (GCE)
KOLOBNEV Alexandr (GCE)
GILBERT Philippe (FDJ)
NIBALI Vincenzo (FDJ)
VICHOT Arthur (FDJ)
ANTON HERNANDEZ Igor (VBG)
EFIMKIN Vladimir (VBG)
NOCENTINI Rinaldo (VBG)
TAARAMAE Rein (THR)
HESJEDAL Ryder (GRM)
SOLER Mauricio (GRM)
GESINK Robert (AST)
VINOKOUROV Alexandre (AST)

Gruppe 2:
KHALILOV Mikhaylo (ISD)
GESLIN Anthony (LAN)
FÉDRIGO Pierrick (COF)
EL FARES Julien (COF)
IVANOV Serguei (VAC)
TONDO VOLPINI Xavier (VBG)
KARPETS Vladimir (VGB)
VAN DEN BROECK Jurgen (QST)
DUQUE Leonardo Fabio (ALM)
GAVAZZI Francesco (ALM)
PAOLINI Luca (SKS)
VISCONTI Giovanni (THR)
NIEMIEC Przemyslaw (GRM)
SELLA Emanuele (MRM)
GARZELLI Stefano (MRM)
+ einige Helfer

Vorne sind also die Fahrer aus der Spitzengruppe, wobei Trofimov und Paulinho zurück fielen, weil sie zu zweit das Tempo für die Gruppe gemacht haben. Das hat sich aber ausgezahlt, den sie haben mit Anton, Nocentini und Efimkin jetzt drei wirklich starke Fahrer vorne. In der zweiten Gruppe übernehmen vorallem Milram, Skil und ISD die Arbeit, um ihre Kapitäne nochmal nach vorne zu fahren, aber die Gruppe vorne scheint sehr gut zu funktionieren.

Noch 5 Kilometer
Der Vorsprung beträgt jetzt 40 Sekunden, das müsste es gewesen sein. Wenn die Spitzenreiter sich nicht belauern, was bei der Anzahl an Helfern fraglich ist, kommt der Sieger aus diesen 14 Fahrern.

Noch 3 Kilometer
Und die erste Tempoverschärfung in der Gruppe kommt. Rein Taaramae, der Estländer, versucht es nochmal. Er hat sich bis jetzt ein bisschen zurückgehalten und die anderen arbeiten lassen, vielleicht kann er das jetzt ja ausnutzen. Efimkin und Vichot müssen jetzt die Lücke schließen, weil ihre Teams jeweils noch drei Fahrer vorne haben.
Die Kamera schwenkt nochmal in die Verfolgergruppe, aber hier scheinen sie die Hoffnung aufzugeben, denn das Tempo vorne ist weiter sehr hoch und die meisten Teams sind vorne ja vertreten.

Noch 2 Kilometer
Die Kandidaten auf den Tagessieg werden weiter reduziert. Efimkin und Vichot haben den Esten gestellt, aber sie Ende ihrer Kräfte und fallen zurück.

Letzter Kilometer
Jetzt wird es spannend. Es geht gleich in den Anstieg und dann wird die Entscheidung fallen. Und Voralberg wie den ganzen Tag über schon wieder vorne. Nocentini fährt als erster in den Anstieg und zieht das Tempo gleich mal mächtig an. Anton wartet an seinem Hinterrad auf den richtigen Moment zur Attacke. Doch jetzt kommt Gesink! Der Niederländer, der bis jetzt sehr zurückhaltend gefahren ist setzt sich ab. Hesjedal versucht zu kontern. Er bekommt Unterstützung von Nibali und damit ist die Gruppe wieder beisammen. Aber Gesink hält das Tempo weiter hoch. Hinten fallen jetzt die ersten raus. Und das ist Hesjedal der gerade noch vorne war. Auch die beiden Italiener, die gerade gearbeitet haben fallen zurück. Damit sind es noch neun Fahrer vorne, aber keiner der heimischen Fahrer. Nächste Attacke von Astana! Vinokourov ist es diesmal. Jetzt geht Gilbert sofort hinterher. Auch Soler sieht noch stark aus und Anton lässt sich von ihm heranbringen. Kolobnev kämpft, aber er schafft es. Der Rest ist weg vom Fenster. Jetzt geht es nochmal links rum und dann fällt die Entscheidung auf der langen Geraden. Anton scheint den Sprint von vorne gewinnen zu wollen. Es sind jetzt noch gut 300 Meter. Anton vorne, Gilbert an seinem Hinterrad, dahinter Kolobnev. Vino und Soler rechts von den dreien. Und der Spanier eröffnet das Finale! Soler geht sofort hinterher und schafft damit schon eine Lücke zu Vinokourov, für den es damit ganz schwer wird. Gilbert wartet noch hinter Anton. Noch 150 Meter. Kolobnev verliert jetzt die Geduld und versucht es von ganz hinten aus. Aber dem Russen fehlen eindeutig die Kräfte, nach den anstrengenden letzten Tagen. Soler und Anton vorne jetzt gleich auf. Und jetzt kommt Gilbert! Ein unglaublicher Antritt vom Belgier! Das ist der Sieg für Philippe Gilbert! Dahinter setzt sich Anton ganz knapp vor Soler durch. Kolobnev und Vinokourov waren chancenlos. Als erste Verfolger kommen dann Taramäe und Nieve, bevor Gesink kommt, der alles in seinen Angriff hinein gelegt hatte. In der zweiten großen Gruppe gewann Khalilov den Sprint dann, aber allen war die große Enttäuschung anzumerken, denn eigentlich wollten sie um den Sieg sprinten.




1. GILBERT Philippe (FDJ)
2. ANTON HERNANDEZ Igor (VBG)
3. SOLER Mauricio (GRM)
4. KOLOBNEV Alexandr (GCE)
5. VINOKOUROV Alexandre (AST)
6. TAARAMAE Rein (THR)
7. NIEVE ITURRALDE Mikel (COF)
8. GESINK Robert (AST)
9. MORENO BAZAN Javier (GCE)
10. NOCENTINI Rinaldo (VBG)
11. NIBALI Vincenzo (FDJ)
12. HESJEDAL Ryder (GRM)
13. EFIMKIN Vladimir (VBG)
14. VICHOT Arthur (FDJ)
15. KHALILOV Mikhaylo (ISD)

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