Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (U24)

#1 von Keisuke , 22.10.2010 01:16

Herzlich Willkommen zur ersten Etappe des Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc hier beenden auch die Nachwuchsfahrer ihre Saison. Es stehen nochmal 6 teils recht schwere Etappen an. Am ersten Tag mussten die Fahrer 147 Kilometer absolvieren. Auf der Strecke befanden sich sechs Hügel, die Gelegenheiten für Attacken bieten. Allerdings waren es vom letzten Anstieg aus sind es noch gut sieben Kilometer bis ins Ziel, was den Ausgang des Rennens ziemlich offen lies. Früh setzte sich Luca Benedetti (ACA) als Solist ab, da kein anderer Fahrer Interesse an einem Fluchtversuch zeigte. Hinten machte das Feld allerdings klar, das der nicht der Sieger sein sollte. Gut 10 Kilometer vor dem Ziel wurde er gestellt. Skil machte an den Anstiegen immer wieder Tempo und versuchte die Sprinter in Bedrängnis zu bringen, allerdings zeigte dies kaum Wirkung. Lange musste man auf Angriffe aus dem Feld warten, da die Fahrer sich nur belauerten. Sieben Kilometer vor dem Ziel verschärfte Jérôme Baugnies dann endlich das Tempo. Darauf schienen viele nur gewartet zu haben und so setzten jede Menge Fahrer sofort nach. Es löste sich kurzfristig eine Gruppe von 12 Mann, allerdings wollte außer Baugnies keiner so wirklich mitarbeiten und hinten wurde die Lücke konsequent geschlossen. Das Team Landbouwkrediet griff noch ein zweites mal an, diesmal durch Jens Debusschere kurz vor dem Ziel, aber hier waren die Sprinterzüge schon in Position, sodass er sich bei sehr hohen Tempo kaum absetzen konnte. Es war also alles bereit, für einen Sprint. Hier gab es sogar durchaus Hoffnungen auf einen deutschen Sieg. Mit Andreas Stauff und John Degenkolb waren jedenfalls zwei der drei deutschen Starter als Sprint-Kapitäne ihrer Teams am Start. Vorne waren dann erstmal allerdings die Teams Sky Ag2r, sodass Galimzyanov und Appollonio den Sprint von vorne angehen konnten. An ihren Hinterrädern warteten Viviani und Pasqualon, während Ratto den Sprint von seinem Team selber vorbereitet bekam. Dem Italiener fehlte am Ende aber ein bisschen die Kraft, sodass die vier den Sieg unter sich ausmachten. Galimzayanov konnte schaffte es heute nicht als erster über die Ziellinie zu fahren, denn der Appollonio hatte die wesentlich höhere Endgeschwindigkeit. Er Russe und der Italiener waren heute trotzdem eine Klasse für sich, so gab es bis zu dritten doch schon eine kleine Lücke. Im Sprint um Platz drei setzte sich dann Vivani durch, da er das bessere Hinterrad hatte. Fünfter dann wie schon erwähnt Ratto. Doch eine Frage stellen Sie sich sicherlich: Wo waren die Deutschen in diesem Sprint? Degenkolb enttäuschte auf Rang 7, Stauff landete sogar noch zwei Plätze weiter hinten. Verantwortlich dafür war, dass zu viele Team versuchten einen eigenen Zug aufzubauen, der nicht funktionierte und so für viele Sprinter der Weg versperrt war. Die beiden waren unglücklich positioniert und so war heute nicht mehr drin. Ein ähnliches Schicksal erlit Tony Gallopin, der alleine veruschte sich an ein gutes Hinterrad zu heften, hier allerdings schon viele Kräfte verlor und es am Ende nicht mehr schaffte dranzubleiben, dadurch rutschte er bis auf Rang 10 ab. Vielleicht sehen wir auf einer der nächsten Etappen ja einen deutschen Etappensieg. Wir werden sehen...

1.APPOLLONIO Davide (ALM)
2.GALIMZYANOV Denis (SKY)
3.VIVIANI Elia (GRM)
4.PASQUALON Andrea (ACA)
5.RATTO Daniele (ISD)
6.CHERNETSKIY Sergey (GCE)
7.DEGENKOLB John (CTT)
8.VAN SPEYBROECK Pieter (LAN)
9.STAUFF Andreas (SKS)
10.GALLOPIN Tony (FDJ)
11.BATTAGLIN Enrico (ISD)
12.TAILLEFER Fabien (SKY)
13.DEMARE Arnaud (ALM)
14.ARIESEN Johim (SKS)
15.BENEDETTI Cesare (ACA)

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RE: Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (U24)

#2 von Keisuke , 23.10.2010 01:13

Auch heute darf ich Sie wieder aus Italien begrüßen. Wir werden jetzt zusammen auf die zweite Etappe zurückblicken. Die Etappe heute war, ähnlich wie gestern, gut 140 Kilometer lang, allerdings standen heute fünf Anstiege auf dem Programm, Der letzte, der Col San Carlo, war ganze 10 Kilometer lang und mit 1000 Höhenmetern der erste Prüfstein für die Favoriten. Es setzte sich wie immer eine kleine Gruppe ab. Stephane Rosseto (SKS) und Cesare Benedetti (ACA) waren es, die sich zu zweit an einer Flucht versuchten. Schon gestern war es ein Benedetti, der sein Glück in der Flucht suchte,da war es allerdings Luca und er war alleine unterwegs. Die beiden haben neben ihren Namen aber noch etwas gemeinsam: auch der heutige Versuch scheiterte schon früh, so konnte Rosseto sich zwar bei vier Bergwertungen den ersten Platz sichern, während sein Begleiter sich mit dem zweiten Platz begnügte, aber sie wurden schon vor dem San Carlo und damit schon vor der entscheidenden Phase gestellt. Im Feld gab es immer wieder Tempoverschärfungen und besonders in diesem Anstieg wurde das Tempo dann angezogen. ISD hatte schon großen Anteil daran, dass die Ausreißer gestellt wurden und auch hier stoppten sei ihre Arbeit nicht. Nachdem sie sich am Fuße des Berges mit vier Mann vorne zeigten, übernahm dann Pagani das Tempo. Auch FDJ präsentierte sich hier gut, sie erhöhten mit Vichot und Gallopin das Tempo. Ernst wurde es dann in der Mitte des Anstieges. Erst folgte eine Attacke von Siarhei Papok, der sich ein kleines Stück absetzen konnte. Dann übernahm Ratto das Tempo im Feld, womit einige der Favoriten schon keine Helfer mehr bei sich hatten. Papok wurde dann gut fünf Kilometer vor dem Gipfel gestellt, da es im Feld eine wesentlich stärkere Attacke gab. Alexander Nairo Quintana Rojas zog das Tempo an und damit wussten alle Favoriten, dass es jetzt ernst werden würde. Er setzte sich lange vor das Feld, bis seine Kräfte schließlich nicht mehr reichten. Wir geben Ihnen mal einen Überblick über die Fahrer, die zu dem Zeitpunkt noch in der Gruppe waren:
MEANA LANDA Mikel (SKY)
EIJSSEN Yannick (ISD)
MONSALVE PERTSINIDIS Yonathan (ISD)
PANTANO Jarlinson (GCE)
TEKLEHAIMANOT Daniel (GCE)
ROSCH David (SKS)
BAUGNIES Jérôme (LAN)
GAUTIER Cyril (FDJ)
VALLS FERRI Rafael (FDJ)
PINOT Thibaut (FDJ)
BETANCOURT GOMEZ Carlos Alberto (CTT)
ULISSI Diego (CTT)
TALANSKY Andrew (GRM)
BOEM Nicola (ACA)

Nur noch 14 Fahrer, aber trotzdem schien Quintana nicht ganz zufrieden zu sein, denn besonders die drei Fahrer von FDJ guckte er immer wieder an, als würde er darauf warten, dass wenigstens einem von ihnen die Kräfte ausgehen. Er erreichte aber wenigstens, dass Pinot jetzt die Tempoarbeit übernehmen musste, da sein Team noch am zahlreichsten vertreten war. Er reduzierte die Konkurrenz noch weiter, so waren drei Kilometer vor dem Gipfel Mikel Meanda Landa, Jerome Baugnies und Nicola Boem ebenfalls zurückgefallen. Sie schlossen sich dann mit Quintana, Ratto und ein paar anderen Fahrern zu einer Verfolgergruppe zusammen. Dann begann die Phase, in der Angriffe kommen mussten, wenn man einen ausreichenden Vorsprung mit in die Abfahrt nehmen möchte. Diese wurde von Diego Ulissi eröffnet. Pinot setzte sofort nach und musste seiner Arbeit dann Tribut zollen. Damit war der Kreis der Favoriten auf 10 Fahrer reduziert. Und erneut versuchte Ulissi seine Begleiter abzuschütteln, aber diesmal war die Gruppe noch wachsam. Die nächste Attacke kam dann von Carlos Alberto Betancourt Gomez. Wie schon bei seinem Landsmann und Teamkollegen Quintana war es eine unglaublicher Antritt. Ihm konnte keiner folgen. In der Gruppe war man sich nicht ganz einig und so schaffte Betancourt es sich als erster in die Abfahrt zu stürzen. Er fuhr sich einen Vorsprung von gut 20 Sekunden auf seine Verfolger heraus. In der Abfahrt riskierte er einiges und sein Vorsprung wuchs und wuchs. Auf den letzten 10 Kilometern schien sich die Gruppe hinten dann bewusst zu werden, dass der Kolumbianer hier einen unglaublichen Vorsprung haben würde und das gelbe Trikot wohl kaum noch hergeben würde, worauf sie dann besser zusammenarbeiteten und der Vorsprung schnell schmolz. Auf dem letzten Kilometer gab es dann nochmal eine Attacke von Daniel Teklehaimanot, aber das Tempo war so hoch, dass er sich nicht absetzen konnte. Aber sie waren sich zu spät einig geworden, sodass Betancourt sich den Etappensieg und die Gesamtführung holte! Zehn Sekunden hinter ihm gewann Talynsky den Sprint vor Gautier. Ulissi komplettierte das gute Mannschaftsergebnis von Cervelo mit dem fünften Rang.Hinter der Gruppe kam erst Pinot mit 18 Sekunden Rückstand, bevor die Gruppe um Ratto und Quintana über den Zielstrich fuhr. Wir dürfen gespannt sein, was die nächsten Tage so bringen, aber Betancourt wird das Trikot bestimmt nicht gerne abgeben und er hat ein sehr starkes Team im Rücken. Damit verabschiede ich mich für heute.


Er selber war zwar nicht siegreich, aber er legte den Grundstein für den Sieg seines Teamkollegen- Nairo Alexander Quintana

1.BETANCOURT GOMEZ Carlos Alberto (CTT)
2.TALANSKY Andrew (GRM) + 0´10
3. GAUTIER Cyril (FDJ)
4. MONSALVE PERTSINIDIS Yonathan (ISD)
5. ULISSI Diego (CTT)
6. PANTANO Jarlinson (GCE)
7. EIJSSEN Yannick (ISD)
8. VALLS FERRI Rafael (FDJ)
9. ROSCH David (SKS)
10. TEKLEHAIMANOT Daniel (GCE)
11. PINOT Thibaut (FDJ) +0´18
12. PAPOK Siarhei (ACA) +0´25
13. BAUGNIES Jérôme (LAN)
14. BOEM Nicola (ACA)
15. MEANA LANDA Mikel (SKY)
16. QUINTANA ROJAS Alexander Nairo (CTT)
17. RATTO Daniele (ISD)
18. KRASILNIKAU Andrei (ACA)
19. VAN ZANDBEEK Ronan (SKS) + 0´35
20. BRENES OBANDO Gregory Juel (GRM)
21. CHERNETSKIY Sergey (GCE)

Rest: + 1´00

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RE: Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (U24)

#3 von Keisuke , 24.10.2010 15:17

Hallo, wieder blickt die Radsportwelt Richtung Süden zum letzten Nachwuchsrennen der Saison. Heute steht eine harte Bergankunft an, ähnlich wie gestern gibt es einen gut 10 Kilometer langen Anstieg, danach gibt es heute aber keine Abfahrt vor dem Ziel, sondern das Rennen endet auf dem Gipfel. Auch morgen steht nochmal eine Bergankunft an, bevor die letzten beiden Etappen dann wahrscheinlich wieder im Sprint enden werden, also wird heute ein ganz entscheidender Tag für die Gesamtwertung sein. Besonders interessant wird natürlich, ob Carlos Alberto Betancourt sein gelbes Trikot verteidigen kann. Wir steigen jetzt Live in den Schlussanstieg ein.

Noch 10 Kilometer
Wir sehen gerade ein ganz typischen Bild für den heutigen Tag. ISD führt das Feld mit mehreren Fahrern an und hält das Tempo hoch. Vorne befindet sich eine vier köpfige Spitzengruppe. Es befanden sich mal fünf Fahrer an der Spitze, aber Stephane Rossetto lies sich nach den Bergwertungen, die er sich sicherte zurückfallen. Jetzt verbleiben noch Sonny Colbrelli (CTT), Jens Debusschere (LAN), Siarhei Papok (ACA) und Fabien Taillefer (SKY) an der Spitze des Rennens. Ihr Vorpsrung beträgt noch gut zwei Minuten und könnte, obwohl die Gruppe im Vergleich zu den letzten tagen hochkarätig besetzt ist, schnell aufgebraucht sein. Vor allem, da die meisten Experten mit einem schnellen Rennen rechnen, da es Betancourt nur in die Karten spielen würde, wenn die anderen sich belauern sollten.

Noch 9 Kilometer
Da kriegen wir auch gleich die Bestätigung für unsere Annahme. Timothy Roe von Sky attackiert! Er kriegt auch gleich zwei Begleiter. Der eine ist Andrei Krasilnikau, der gestern als 18. schon ordentlich platziert war. Und außerdem noch ein Caisse Trikot. Das müsste Daniel Teklehaimanot sein! Er erreichte das Ziel gestern in der ersten Verfolgergruppe auf Rang 10 und gehört durchaus zum erweiterten Favoritenkreis bei dieser Rundfahrt. Hinten reagiert Cervelo jetzt aber sofort und erhöht das Tempo mächtig.
Jetzt zeigt uns die Kamera die Ausreißer, bei denen sich Papok jetzt vom Rest lösen kann. Er ist der einzige, der hier noch einen sehr runden Tritt hat und noch frisch aussieht.

Noch 8 Kilometer
Das Trio, das gerade attackiert hatte, wird jetzt gestellt. Allerdings sollten jetzt schon einige Helfer im Feld arg geschwächt sein, denn selbst Quintana reagierte auf Teklehaimanots Antritt und setzte sich an die Spitze des Feldes. Und es folgt die nächste Tempoverschärfung, FDJ scheint hier schonmal aussortieren zu wollen. Wie gestern sind dafür Vichot und Gallopin zuständig. Bei dem hohen Tempo werden wohl auch die Spitzenreiter schon bald gestellt sein.

Noch 7 Kilometer
Und jetzt ist es so weit. Zumindest befinden sich nur noch Papok alleine auf der Flucht. Die anderen werden jetzt im Feld durchgereicht und werden wohl gleich zurückfallen, wie schon einige andere Fahrer vor ihnen.Die Gruppe wurde durch die Tempoarbeit schon auf 35 bis 40 Fahrer reduziert.

Noch 6 Kilometer
Und nächste Attacke aus dem Feld heraus. Diesmal ist es Pinot. Der Franzose machte gestern noch wichtige Arbeit für seine Teamkollegen, heute darf er es also selbst probieren. Und wieder muss Cervelo nachsetzen. Sie haben noch fünf Fahrer in der Gruppe, aber die beiden Franzosen müssen hier den Großteil der Arbeit leisten und dabei haben die meisten Favoriten noch garnicht ernst gemacht. Pinot schließt jetzt zu Papok auf. Es sieht aber aus, als wäre der Weißrusse nur ein Sprungbrett für den Franzosen.

Noch 5 Kilometer
So hat zumindest sein Plan ausgesehen, aber da hatte das Feld etwas gegen. Beide werden gestellt und das französische Team probiert es gleich nochmal. Cyril Gautier ist der nächste der geht. Wieder muss Cervelo die Lücke schließen, das ist natürlich der Nachteil, wenn man das Führungstrikot in seinen Reihen hat. Und wieder bringt Cervelo das Feld ran. Der Preis dafür ist allerdings hoch, den Badret und Courteille nehmen jetzt raus, womit sie nur noch Quintana als Helfer haben.

Noch 4 Kilometer
Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Favoriten diese Lage ausnutzen wollen. ISD übernimmt jetzt wieder die Führungsarbeit in Person von Ratto. Der Italiener reduziert die Gruppe hier nochmal deutlich. Und jetzt geht sein Kapitän! Yannick Eijssen geht aus dem Sattel und damit wirds hier ernst. Wer jetzt nicht dabei ist, kann die Gesamtwertung abschreiben. Doch Begier vorne bekommt jetzt Begleitung. Rafael Valls Ferri ist der erste, der sein Hinterrad erreicht. Dahinter muss Quintana jetzt die Lücke schließen. Aber erstmal erarbeitet sich das Duo einen schönen Vorsprung.


Auf dem Weg zum Etappensieg?

Die beiden leisten sich hier jetzt ein unglaubliches Duell! Eijssen zieht vorne nochmals das Tempo an. Quintana hinten reagiert und legt hier einen regelrechten Bergaufsprint hin, worauf die Lücke wieder kleiner wird. Vorne muss der Spanier jetzt übernehmen. Auch er sieht sehr stark aus.

Noch 3 Kilometer
Wir sehen hier ein unglaubliches Kräftemessen. Quintana hinten scheint langsam die Kraft auszugehen. Die Gruppe wurde durch diese Attacke aber soweit reduziert, dass keine weiteren Helfer mehr da sind. Quintana geht nochmal aus dem Sattel und dann nimmt er raus. Diego Ulissi führt die Gruppe das letzte Stück heran, damit ist wieder alles zusammen. Aber die beiden Cervelo Kapitäne sind jetzt alleine. Und da kommt die nächste Attacke. Yonathan Monsalve ist es! Damit wieder ein Fahrer von ISD. Wir sehen hier also, warum sie den ganzen Tag Tempo machen. Was macht Cervelo jetzt? Erstmal sprint David Rosch nach vorne. An seinem Hinterrad befindet sich dazu noch Pantano. Und Ulissi versucht zwar seinen Kapitän zu ziehen, aber sie schaffen es nicht hier mitzugehen. Um die beiden bildet sich jetzt eine Verfolgergruppe. Das müssten gut 10 Fahrer sein. Natürlich muss Ulissi sich jetzt an die Spitze der Gruppe setzen, aber der Italiener kann mit dem Trio nicht mithalten und sie haben jetzt schon einen gewaltigen Vorsprung.



Noch 2 Kilometer
Gruppe 1:
PANTANO Jarlinson (GCE)
MONSALVE PERTSINIDIS Yonathan (ISD)
ROSCH David (SKS)

Gruppe 2: (+0´20)
EIJSSEN Yannick (ISD)
TALANSKY Andrew (GRM)
VALLS FERRI Rafael (FDJ)
BETANCOURT GOMEZ Carlos Alberto (CTT)
ULISSI Diego (CTT)
LE BON Johann (ALM)
BAUGNIES Jérôme (LAN)
TEKLEHAIMANOT Daniel (GCE)
MEANA LANDA Mikel (SKY)


Gruppe 3: (+0´40)
PINOT Thibaut (FDJ)
CHERNETSKIY Sergey (GCE)
GAUTIER Cyril (FDJ)
KRASILNIKAU Andrei (ACA)
BOEM Nicola (ACA)


Wir kriegen hier von der Regie einen Überblick. 20 Sekunden haben die drei also schon. Das würde reichen, um ins gelbe Trikot zu schlüpfen. Da sie alle drei gestern in der Verfolgergruppe waren, würde der heutige Tagessieger also neuer Gesamtführender sein. Aber jetzt passiert hinten nochmal was. Andrew Talansky, der Amerikander vom Team Garmin mit der nächsten Attacke. Ulissi bringt Betancourt ans Hinterrad, aber fällt danach zurück. Ansonsten kann nur Eijssen folgen. Kommen die drei jetzt nochmal zurück? Der Blick springt nach vorne und da reagieren sie jetzt auf den Angriff. Monsalve und Pantano erhöhen das Tempo und Rosch gerät in Schwierigkeiten!

Letzter Kilometer
Rosch fällt hier so kurz vor dem Ziel noch aus der Spitzengruppe. Damit machen Pantano und Monsalve den Sieg unter sich aus. Pantano zieht den Sprint von vorne an. Monsalve lauert noch. Sie haben beide eine enorme Etappe hinter sich und keiner will hier ohne den Sieg ins Hotel fahren. Jetzt geht Monsalve aus dem Windschatten. Die beiden nebeneinander. Und Monsalve hat mehr Schwung! Er gewinnt die dritte Etappe und übernimmt damit auch die Gesamtführung! Vielleicht wird Pantano nachher sogar froh sein, es morgen nicht tragen zu müssen, denn so kann er weiter angreifen, anstatt mit seinem nur drei Mann großem Team das Feld kontrollieren zu müssen. Jetzt wandert unser Blick aber erstmal weiter nach hinten. Und da hat Talansky sich noch absetzen können und sogar zu Rosch aufgeschlossen. Der Amerikaner gibt nochmal alles und sichert sich Rang drei. Allerdings hat er schon 25 Sekunden Rückstand. Wann kommt der Mann im gelben Trikot? Da kommt er um die Ecke und... das sind 48 Sekunden Rückstand! Begleitet wird er von Yannick Eijssen, der zusammen mit Quintana eine unglaubliche Leistung bot, die wohl noch länger in Erinnerung bleiben wird. Als nächstes treffen dann Mikel Meanda und jerome Baugnies ein, bevor eine Gruppe um Ulissi kommt. Hier befindet sich mit Valls auch der beste Fahrer von FDJ. Schade, dass bei ihren vielen Angriffsversuchen heute nicht mehr rausgekommen ist, aber die Konkurrenz war einfach unglaublich stark. Wir haben auf jeden Fall ein spannendes Rennen gesehen und können uns auf die Entscheidung auf der nächsten Etappe freuen. Bis dann!



1. MONSALVE PERTSINIDIS Yonathan (ISD)
2. PANTANO Jarlinson (GCE)
3. TALANSKY Andrew (GRM) +0´25
4. ROSCH David (SKS)
5. BETANCOURT GOMEZ Carlos Alberto (CTT) +0´48
6. EIJSSEN Yannick (ISD)
7. BAUGNIES Jérôme (LAN) +1´10
8. MEANA LANDA Mikel (SKY)
9. ULISSI Diego (CTT) +1´35
10. TEKLEHAIMANOT Daniel (GCE)
11. VALLS FERRI Rafael (FDJ)
12. LE BON Johann (ALM)
13. BOEM Nicola (ACA) +2´00
14. GAUTIER Cyril (FDJ)
15. PINOT Thibaut (FDJ)
16. CHERNETSKIY Sergey (GCE)
17. KRASILNIKAU Andrei (ACA)
18. BRENES OBANDO Gregory Juel (GRM) +2´30
19. RATTO Daniele (ISD)
20. QUINTANA ROJAS Alexander Nairo (CTT)
Rest: +3´30

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RE: Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (U24)

#4 von Keisuke , 25.10.2010 20:53

Erneut befinde ich mich in Italien. Hier fällt heute wahrscheinlich die Entscheidung um den Gesamtsieg. Es stehen nochmal zwei sehr lange Berge an, hinter denen sich aber jeweils eine lange Abfahrt befindet. Zum Schluss steht dann ein relativ kurzer, aber sehr steiler Anstieg an, an dem sich die Favoriten nochmal duellieren können, es aber auch zu einer Entscheidung aus einem selektierten Feld heraus kommen könnte. Wir immer setzte sich früh eine Spitzengruppe ab. Anders als in den letzten Tagen war diese Gruppe sogar gut besetzt. Mit Pinot (FDJ), Kvist (GRM) und LE Bon(ALM) waren Fahrer dabei, die durchaus klettern können, dazu kam Cesare Benedetti (ACA) sowie Edet und Ariesen von Skil. Heute ließ das Feld sie auch erstmal gewähren, sodass sie sich einen großen Vorsprung erfuhren. Hinten beobachteten die Favoriten sich lange. Erst am zweiten der großen Berge wurde das Tempo leicht erhöht. ISD setzte sich wie schon so häufig bei dieser Rundfahrt an die Spitze, aber auch sie gingen lange nicht an ihre Grenzen, sondern ließen lediglich den Vorsprung der Gruppe ein bisschen schmelzen. Vier Kilometer vor dem Gipfel macht Cervelo dann aber ernst. Es waren die selben drei Fahrer, die gestern die Attacken so lange gekontert hatten. Besonders Quintana verausgabte sich an der Spitze unglaublich undso viel ein Fahrer nach dem anderen ab. Bei vielen Fahrern merkte man, dass sie schon zwei intensive Etappen gefahren sind,so vielen noch viel mehr Fahrer ab als in den letzten Tagen. Teklehaimanot und Gautier mussten als erste der Favoriten abreißen lassen. Kurz danach folgten auch noch Rosch und Baugnies, sodass die Gruppe auf dem Gipfel nur noch sieben Mann groß war. Hier ein Überblick über die Situation:

ULISSI Diego (CTT)
BETANCOURT GOMEZ Carlos Alberto (CTT)
MONSALVE PERTSINIDIS Yonathan (ISD)
EIJSSEN Yannick (ISD)
TALANSKY Andrew (GRM)
PANTANO Jarlinson (GCE)
VALLS FERRI Rafael (FDJ)

+0´25
ROSCH David (SKS)
GAUTIER Cyril (FDJ)
BAUGNIES Jérôme (LAN)
TEKLEHAIMANOT Daniel (GCE)
KRASILNIKAU Andrei (ACA)


+0´40
BOEM Nicola (ACA)
PAPOK Siarhei (ACA)
QUINTANA ROJAS Alexander Nairo (CTT)
CHERNETSKIY Sergey (GCE)


Quintana war allerdings weit zurückgefallen und das sollte die Arbeit zunichte machen. In der Abfahrt machte vorne keiner Tempo, sodass die drei Gruppe zusammenrollten. Dies war auch das Glück der Ausreißer, denn da keiner Tempo machte konnten sie ihren Vorsprung verteidigen und durften den Etappensieg unter sich ausmachen. Pinot hatte an den Bergen das Tempo immer mal angezogen, genauso wie Kvist einmal antestete wie stark seine Konkurrenz am heutigen Tag ist. Als es dann in den Schlussanstieg ging, sollte die Entscheidung fallen. Nicolas Edet setzte die erste Attacke. Auch Le Bon, der sofort nachsetzte, griff an, sodass Ariesen, der den ganzen Tag lang viel gearbeitet hatte, und Benedetti abfielen. Pinot und Kvist konnten allerdings folgen, sodass es einen Sprint geben sollte. Kvist versuchte nochmal zu flüchten, aber die anderen waren gut drauf, so versuchte er den Antritt in einen langen Sprint einzubauen. Nicolas Edet konnte er damit auch hinter sich lassen, aber Le Bon übersprintete ihn. Der Franzose sah schon wie der sichere Sieger aus, als Pinot im letzten Moment doch noch vorbeiging. Damit reichte es für FDJ immerhin für einen Etappensieg, nachdem sich der Manager sehr enttäuscht über die bisherigen Ergebnisse äußerte. Hinten sollten die Favoriten dann zum dritten Mal hintereinander ernst machen. Betancourt griff zusammen mit seinem Teamkollegen Ulissi an. Diesmal waren sie erfolgreicher als in den letzten Tagen aber Talansky wurden sie nicht los. Die drei leiferten sich ein packendes Duell, bei dem Ulissi am Ende vor dem Amerikaner gewann und sich somit Platz 7 sicherte. Allerdings reichte es für keinen der drei um das Trikot von Monsalve zu übernehmen. Er kam innerhalb einer Verfolgergruppe, die von Pantano angeführt wurde mit 15 Sekunden Rückstand auf das Trio an. In dieser Gruppe befanden sich dann auch die meisten anderen Favoriten, da sie sich durch Attacken immer wieder gegenseitig einholten und sich keiner wirklich absetzen konnte. Damit wird Yonathan Monsalve die Gesamtwertung dieser Rundfahrt wahrscheinlich gewinnen. Damit verabschiede ich mich von ihnen.


Diesmal gewinnt er zwar die Gesamtertung nicht, aber wenigstens die Etappe

1. PINOT Thibaut (FDJ)
2. LE BON Johann (ALM)
3. KVIST Thomas Vedel (GRM)
4. EDET Nicolas (SKS)
5. BENEDETTI Cesare (ACA) +0´10
6. ARIESEN Johim (SKS)
7. ULISSI Diego (CTT) +0´30
8. TALANSKY Andrew (GRM)
9. BETANCOURT GOMEZ Carlos Alberto (CTT)
10. PANTANO Jarlinson (GCE) +0´45
11. VALLS FERRI Rafael (FDJ)
12. MONSALVE PERTSINIDIS Yonathan (ISD)
13. PAPOK Siarhei (ACA)
14. BAUGNIES Jérôme (LAN)
15. TEKLEHAIMANOT Daniel (GCE)
16. GAUTIER Cyril (FDJ)
17. ROSCH David (SKS)
18. EIJSSEN Yannick (ISD)
19. BOEM Nicola (ACA)
20. KRASILNIKAU Andrei (ACA) +1´00
21. CHERNETSKIY Sergey (GCE)
22. QUINTANA ROJAS Alexander Nairo (CTT) +1´30
Rest: +2´30

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RE: Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (U24)

#5 von Möve PCT , 28.10.2010 20:26

Appollonio zu schnell für den Rest

Italiener feiert dritten Sieg im Oktober

Der Sieger der Nachwuchsausgabe von Paris-Tours unterstrich auch bei der fünften Etappe des Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc seine derzeitige Superform. Nach dem Etappensieg auf dem ersten teilabschnitt feierte er bereits seinen zweiten Erfolg und ließ damit Enrico Battaglin und Andrea Pasqualon hinter sich. Der Gesamtführende Jonathan Monsalve vom ISD-Team verteidigte auf dem 159 Kilometer langen Teilstück von Marignier nach Ville-la-Grand sein Führungstrikot.



Nur zwei Fahrer konnten sich auf dem Flachstück zu Beginn des Rennens absetzen, Pieter Van Speybrouck vom Team Landbouwkrediet und Fabio Felline von FdJeux waren die beiden talentierten Nachwuchsfahrer die bis 20 Kilometer vor dem Ziel das Rennen bestimmten und die zwei Sprint- und drei Bergwertungen unter sich aus machten. Prominente Sprinter wie Stauff, Viviani oder Ratto fielen den zahlreichen Höhenmetern des heutigen Tages zum Opfer und konnten nicht in den Sprint des dezimierten Hauptfeldes eingreifen. Hinter dem Spitzentrio belegten Gallopin, Bol, Chernetskiy und Degenkolb die Plätze vier bis sieben. Baugnies, Vichot und Papok komplettierten die Top Ten.

"Im Moment läuft es einfach wie geschmiert, wäre sehr cool wenn ich morgen das Triple hier schaffen würde", freute sich Appollonio nach dem Rennen. "Aber es wird nicht einfach morgen." Die Abschlussetappe der sechstägigen Nachwuchsrundfahrt durch die Grenzregion italienischen und französischen Alpen ist ein 88 Kilometer langer Rundkurs rund um Ville-la-Grand über drei Bergwertungen, die aber wohl kaum zu Veränderungen in der Gesamtwertung führen werden. Das Ziel liegt 40 Kilometer nach dem Gipfel des Col de Cou, dem letzten Anstieg des Rennens.

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RE: Giro della Valle d'Aosta Mont Blanc (U24)

#6 von Möve PCT , 30.10.2010 18:55

Scheiße! Der ist ja auch Deutsch!

Das dürften in etwa die Gedanken beim Blick von Manager Denis auf das Ergebnis des heutigen Tages sein. Völlig korrekt stellte er fest, dass John Degenkolb gegenüber David Rosch im Sprint überlegen sei, als er erfuhr dass ein Deutscher Nachwuchsfahrer die letzte Etappe des Giro della Valle d' Aosta Mont Blanc vor drei Italienern gewonnen hat. Vor Freude waren auch sofort seine Hosen nass, nachdem er in den vorherigen Tagen doch im Stile eines Harryhase die totale Dominanz seines Teams gefordert hatte. Doch die Freude wähnte nur kurz, hatte der Kolumbianer-Freak doch den pfeilschnellen Andreas Stauff hatte Denis völlig vergessen. Voll verscherzt! "Schön so, Apollonio ging mir eh auf den Sack", so der Kommentar des Tagessiegers, der den folgenden drei Italienern Appollonio, Viviani und Ratto bei der Zieleinfahrt den Stinkefinger zeigte. Kommentar Stauff: "Scheiß Itaker, das musste mal raus!" Kommentar Appollonio: "So eine Figlio di Puttana! Wirde sische noch wundere wenn er hatte Fuß mitte Beton. Habe Papa ausse Messina, gute Freund von die Mafia!"

Auffällig: Wie gestern waren es wieder FdJeux und Landbouwkrediet die sich mit Gautier und Debusschere in der Führungsgruppe zeigten. Die hatten aber keine Chance, und wieder zogen sich die Italiener den Unmut der Konkurrenz zu denn unter anderem ISD hatte großen Anteil daran dass das Duo eingeholt wurde. So kam es zum Sprint und wie schon gesagt zur obszönen Geste von Sieger Stauff. Auf Platz zwei wie schon gesagt Appollo Anton Ohno vor Viviana und Rattenmann, auf Rang fünf Speibrocken-Peter.

Die Gesamtwertung dominieren die Amis, es landen die beiden Südamerikaner Monsalve (Venezuela) vor Pantano (Kolumbien) und dem Nordamerikaner Talansky (US und A). Der Bericht ist jetzt zu Ende, weil wir keine schlechten Wortwitze mehr einfallen. Monatg beginnt die Wintersaison, da gibts mich wieder ernsthaft.

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