Rund um Köln (1.HC)

#1 von daN , 14.04.2012 15:53

Herzlich Willkommen zum zweitältesten Radrennen Deutschlands, das noch ausgetragen wird!

Aufgrund der Vergangenheit genießt dieser Klassiker ein großes Interesse in Deutschland, sowohl von Zuschauerseite als auch innerhalb des Fahrerfeldes. International gesehen zählt das Rennen aber nicht zu den großen Klassikern, zu einfach präsentiert sich das Streckenprofil, um einen schweren Klassiker durchzuführen. Zudem wurde das Rennen immer wieder als Amateurrennen ausgetragen. Seit der Aufwertung in die HC Kategorie kommen hier aber immer wieder vereinzelt Spitzenteams, um die Form ihrer Sprinter zu testen.

Da hier immer viele Continentalteams am Start stehen, versuchen sich diese so aktiv wie möglich zu präsentieren und schicken deshalb immer wieder Fahrer nach vorne zum Attackieren, was es den restlichen Teams sehr schwer macht, das Rennen zu berechnen und kontrollieren.



Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass hier immer wieder Ausreißergruppen vor dem Feld das Ziel erreichen. Auch am heutigen Tag orientierten sich viele Teams in nach vorne in die Gruppe, sodass schlussendlich fast alle Teams, ausgenommen von Farese vorne vertreten waren.

Ausreißergruppe:
Valerio Agnoli (OPQ)
Guillaume Boivon (GEC)
Imanol Erviti (RNT)
Sergey Chernetskiy (RNT)
Robert Vrecer (APP)
Larry Warbasse (GRM)
Markus Fothen (UHC)
Daniel Lloyd (UHC)

UHC und RNT waren dabei zweifach vertreten, sodass es hier immer zwei Aktivposten gab, die ständig für die Tempoarbeit sorgten. Zu Beginn war nur ein Team an der Nachführarbeit beteiligt, weil der Rest hier einen Fahrer in der Gruppe hatte.

Anfangs schien das Team den Abstand gut kontrollieren zu können, mit Fortdauer des Rennens schienen die Helfer von Farese aber den Kampf gegen die Gruppe zu verlieren, da ab Halbzeit der Vorsprung noch weiter ansteigen sollte.

Irgendwann pendelte sich dieser bei etwa 6 Minuten ein. Dieser Vorsprung war einigen Fahrern doch deutlich zu viel, sodass Didier von Omega aus dem Feld versuchte mit einer Attacke diesen Abstand wettzumachen. Wie man aber erwarten durfte, war diese Attacke nicht von Erfolg gekrönt, da er nach etwa 20 Kilometer weder auf die Gruppe, noch auf das Feld Zeit gutmachen konnte, sodass er sich wieder ins Feld zurückfallen lassen musste.

Es schien sich schon früh abzuzeichnen, dass es hier tatsächlich eine frühe Gruppe schaffen sollte. Zu gering waren die Ambitionen des Feldes und es fand sich über unzählige Kilometer einfach kein Team, welches nachführen wollte.

Bei Kilometer 121 war es dann einigen Fahrern zu bunt und sie entschlossen auf eigene Faust der Gruppe nachzusetzen. Zu diesen Fahrern zählten Montaguti, welcher die Attacke einleitete, sowie Fröhlinger von NetApp und Matthews und Canuti von Farese, die in dieser Aktion die einzige Möglichkeit sahen, noch etwas in diesem Rennen bewegen zu können.

Zum Zeitpunkt der Attacke lag die Spitzengruppe etwa 5 Minuten vor dem Feld. Nachdem aber auch in der Spitze etwas taktiert wurde (lediglich Erviti und Lloyd verrichteten mittlerweile die Nachführarbeit), konnte die kleine Gruppe um Matthews überraschend viel Boden auf die Gruppe gutmachen. Hier zeigte sich dann doch, dass in der Gruppe einige unerfahrene Fahrer mit dabei waren, die doch etwas Unruhe in die Gruppe brachten.

Nachdem sich nun auch Farese nach vorne orientierte, war im Feld die Luft endgültig heraußen und es wurde von keinem Team mehr Tempo gemacht, sodass das Feld immer mehr an Boden verlieren sollte.
An der letzten Überquerung des Bensberg, wo die Fahrer über einen Pflasterbelag fahren mussten, verlor Fothen die Geduld, da die kleine Gruppe um Matthews immer näher kam und nur mehr 2:30 Min. Rückstand hatte und attackierte deswegen.
Die Fahrer in der Gruppe waren aufgrund der Attacke etwas verwirrt, da es doch noch rech weit bis ins Ziel war und niemand wollte das Tempo übernehmen, sodass Matthews, Canuti, Montaguti und Fröhlinger immer mehr Zeit gutmachen konnten.

Lloyd arbeitete also nicht mehr, nachdem sein Teamkollege nun vorne lag und Erviti war nach dieser Attacke nicht mehr in der Lage, in der Gruppe für Tempo zu sorgen. Durch die Aktion von Fothen konnte die Gruppe um Matthews gleich mehr als eine halbe Minute innerhalb dieses Anstieges wettmachen.

Auch danach war die Gruppe etwas uneinig, sodass es tatsächlich zum Zusammenschluss bei Kilometer 171 kommen sollte. Im Feld war wie erwähnt nicht mehr viel Tempo, deshalb probierten es auch Guillou und Pantano am Schloss Bensberg sich vom Feld zu lösen, aber sollten in Folge nicht mehr zur Gruppe aufschließen können, da nachdem Matthews und Co. aufgeschlossen hatten, das Tempo in der Spitzengruppe deutlich höher geworden war.

Fothen konnte sich mit seiner Attacke auch nicht wirklich lösen und fuhr über einige Kilometer mit einem Abstand von ca. 20 Sekunden herum. Nachdem aber hinten nun Erviti, Agnoli, Canuti und Vrecer für das Tempo sorgten (diese Teams waren zweifach in der Spitze vertreten), wurde der Deutsche recht bald wieder gestellt. Diese Fahrer mussten ihrer Arbeit aber Tribut zollen und fielen bei der nächsten Attacke aus dem Feld zurück. Es war Warbasse gefolgt von Montaguti, die ihr Heil in der Flucht suchten.

Aber die anderen Fahrer waren aufmerksam und machten sich auf die Verfolgung. Schlussendlich konnten Warbasse und Montaguti noch gestellt werden, nach den ständigen Tempoverschärfungen befanden sich aber nur noch sieben Fahrer vorne, darunter Matthews, Boivin, Chernetskiy, Fröhlinger, Lloyd, Montaguti und Warbasse.

Der Rest wurde abgehängt und konnte nicht mehr ranfahren. Nachdem hier alle aufmerksam waren, sollte es zum Sprint aus der Gruppe kommen. Rein von den Sprinterqualitäten her, sollte der Sieger Michael Matthews heißen. Nachdem mit Boivin und Montaguti noch zwei weitere endschnelle Fahrer dabei waren, sollte der Kampf um den Sieg nicht so eindeutig sein.

Schlussendlich kam es aber zu keiner Überraschung und Michael Matthews konnte sich auf den letzten Metern knapp vor Boivin durchsetzen, der gut taktiert hatte, den Australier aber nicht mehr schlagen konnte. Montaguti, Warbasse und Lloyd waren alle schon am Ende, sodass diese nicht mitsprinten konnten. Rang 3 belegte deshalb der überraschend starke Chernetskiy.


Etwas überraschend kann Matthews noch zu der Gruppe aufschließen und gewinnt schlussendlich sogar das Rennen.

Den Sprint des Feldes gewann Viviani, der sich für diesen Teilerfolg aber nichts kaufen kann.

Endergebnis:
01.Michael Matthews
02.Guillaume Boivin (GEC)
03.Sergey Chernetskiy (RNT)
04.Johannes Fröhlinger (APP) s.t.
05.Matteo Montaguti (OPQ) +0,02min.
06.Larry Warbasse (GRM) s.t.
07.Daniel Lloyd (UHC) +0,03min.
08.Markus Fothen (UHC) +0,47min.
09.Valerio Agnoli (OPQ) +1,11min.
10.Federico Canuti (FAR) s.t.
11.Robert Vrecer (APP) s.t.
12.Imanol Erviti (RNT) +3,22
13.Florian Guillou (RNT) +4,20min.
14.Jarlinson Pantano (RNT) s.t.
15.Elia Viviani (GRM) +6min.
16.Giacomo Nizzolo (OPQ)
17.Julien Simon (RNT)
18.Daniel Schorn (GEC)
19.Christopher Sutton (FAR)
20.Russel Downing (UHC)

 
daN
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